Ausbildung als Metall- und Glockengießer/in

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
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Karrierepfad Metall- und Glockengießer/in

Ausbildung als Metall- und Glockengießer

Nach drei Jahren und unzähligen ausgeschwitzten Schweißtropfen hast du die Ausbildung zum Metall- und Glockengießer abgeschlossen und darfst dich über den Gesellenbrief freuen. Aber das ist kein Grund, die Glocken baumeln zu lassen, denn jetzt warten spannende Weiterbildungsmöglichkeiten auf dich. Ob du lieber deine technischen, gestalterischen oder betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten ausbauen willst, bleibt ganz dir überlassen. Gucken wir also mal, welche Angebote du so bei den Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften, Landesinnungsverbände und Innungen so findest.

Techniker der Fachrichtung Gießereitechnik

Eine mögliche Weiterbildung für dich wäre die zum Techniker der Fachrichtung Gießereitechnik. Aufgaben für staatlich geprüfte Techniker sind zum Beispiel die Materialprüfung, die Kundenberatung und die Überwachung der gesamten Fertigung. Für diese Weiterbildung brauchst du neben der abgeschlossenen Ausbildung mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Die Technikerweiterbildung wird in Vollzeit, Teilzeit oder per Fernstudium angeboten. Wie lange du bis zum Abschluss brauchst, richtet sich danach, wie viel Zeit du pro Woche aufbringen möchtest. Rund 2400 Unterrichtsstunden umfasst die komplette Weiterbildung. Die Kosten bei privaten Anbietern können sich auf mehrere tausend Euros belaufen, an staatlichen Fachschulen ist die Fortbildung in der Regel kostenfrei.

Technischer Fachwirt

In der Weiterbildung zum technischen Fachwirt stehen betriebswirtschaftliche Inhalte im Mittelpunkt, vom Rechnungswesen bis zur Personalplanung. Technischer Fachwirt wirst du, indem du eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer (HWK) bestehst. Lehrgänge, die zwischen wenigen Monaten und drei Jahren dauern (je nachdem, wie oft du sie besuchen möchtest), bereiten dich auf die Prüfung vor. Als Fernstudium kostet dich die Weiterbildung rund 3500 Euro. Als Präsenzstudium, bei dem du vor Ort Kurse besuchst, zwischen 1000 und 5400 Euro. Die Kurse der HWK sind dabei in der Regel immer günstiger als die Kurse der IHK. Voraussetzung für die Teilnahme an diesen Lehrgängen ist neben der abgeschlossenen Ausbildung eine mindestens einjährige Berufserfahrung. Das Gehalt als Technischer Fachwirt liegt zwischen 2500 und 4000 Euro brutto im Monat.

Metall- und Glockengießermeister

Metalle schmelzen schön und gut, aber du würdest auch gerne Führungsaufgaben übernehmen, selbst mal Azubis ausbilden und vielleicht sogar deinen eigenen Betrieb gründen? Dann kommst du um die Weiterbildung zum Metall- und Glockengießermeister nicht herum. Als Meister bist du verantwortlich, das alles so läuft, wie es soll, weist die Mitarbeiter an und bist der Hauptverantwortliche dafür, dass die fertigen Metallprodukte die bestmögliche Qualität haben. Den Meistertitel kannst du gleich nach Abschluss der Ausbildung in Angriff nehmen, du musst nur die Meisterprüfung bestehen, die einheitlich geregelt ist. Wobei „nur“ nicht heißen soll, dass das mal eben so nebenbei gelingt. Die Prüfung hat es ganz schön in sich, weswegen du auf jeden Fall an einem der Lehrgänge teilnehmen solltest, die dich darauf vorbereiten. Diese Lehrgänge dauern in Teilzeit vier, in Vollzeit zwei Jahre und kosten ein paar tausend Euro. Dafür erwartet dich anschließend aber auch ein Gehalt zwischen 3000 und 3800 Euro monatlich. Manch selbstständiger Meister verdient sogar um die 5000 Euro.

Selbstständigkeit

Im Laufe deiner Karriere hast du natürlich auch die Möglichkeit, dich mit einer eigenen Gießerei selbstständig zu machen. Der Meistertitel ist dafür zwar keine Pflicht, aber absolut empfehlenswert, weil du während der Meisterweiterbildung wichtige Skills wie Controlling und Teamführung lernst. Bevor du den Schritt in die Selbstständigkeit wagst, solltest du zudem einige Berufserfahrung gesammelt und dir außerdem ein kleines Geldpolster angespart haben, das dir ein wenig finanzielle Sicherheit gibt.

Studium

Handwerklich macht dir keiner mehr etwas vor. Was aber die Theorie angeht, gibt es von A wie Aluminium bis Z wie Zink noch so manches dazuzulernen. Und wo ginge das besser, als an der Uni? Also, wenn du Lust hast, kannst du die Schmelzöfen für eine Weile gegen den Hörsaal tauschen und noch ein Studium anhängen. Das geht sogar ohne Abitur: Mit dem Gesellenbrief und ein paar Jahren Berufserfahrung besitzt du die fachgebundene Hochschulreife, mit dem Meistertitel sogar die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und kannst dich direkt für das Studium anmelden. Die genauen Regelungen unterscheiden sich dabei von Uni zu Uni. Spannende Studiengänge könnten für dich zum Beispiel Metallurgie/Hüttenwesen oder Gießereitechnik sein. 

Nach deiner Ausbildung kannst du…

  • ...Modelle und Zeichnungen für Vorlagen anfertigen.
  • ...verschiedene Metalle unterscheiden und bearbeiten.
  • ...Gussformen herstellen.
  • ...unterschiedliche Guss- und Schmelzverfahren durchführen.
  • ...die richtige Form und Dicke für Glocken bestimmen.
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