Ausbildung als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent machen
Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in

15 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung als
MTLA

Schulische Ausbildung

Vermutet der Arzt bei seinem Patienten eine schwere Krankheit, ist eine Blutentnahme der erste Schritt zur Diagnose. Doch die Untersuchung der Blutprobe führt er nicht selbst durch. Genau hier bist du als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent gefragt. Du nimmst die Probe entgegen und gehst im Labor auf die Suche nach Krankheitserregern, Antikörpern und Unregelmäßigkeiten. Doch nicht nur Blutproben kommen unter dein Mikroskop und in dein Reagenzglas, sondern auch Gewebepräparate, Zellabstriche sowie verschiedene Körperflüssigkeiten. Während der Ausbildung als MTLA lernst du daher die Arbeitsweisen in einem medizinischen Labor kennen. Fingerspitzengefühl und ein großes naturwissenschaftliches Interesse sind die Grundvoraussetzung für diesen spannenden Beruf. 

Als MTLA arbeitest du in Krankenhauslaboratorien, Laborpraxen, an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen sowie in der Industrie. Ohne dich würde es in der Medizin drunter und drüber gehen, da Ärzte ohne deine Laboranalysen und Ergebnisse keine zuverlässigen Krankheitsdiagnosen und Handlungspläne erstellen können. Auch wenn die Berufsbezeichnung es so vermuten lässt, als MTLA, wie Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten auch genannt werden, arbeitest du nicht ausschließlich im Labor. Zum Teil hast du immer wieder Kontakt zu den Patienten. Deshalb ist es auch wichtig, dass du viel Sensibilität und psychologische Kenntnisse mitbringst.

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Die Ausbildung als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent dauert drei Jahre und findet in einer Berufsfachschule statt. Hier hast du einen gut gefüllten Stundenplan, der mit dem in der Schule nicht mehr viel gemeinsam hat. Denn mit Fächer wie Anatomie, Immunologie, (Mikro-) Biologie, klinische Chemie, Krankheitslehre und Psychologie ist der Unterricht perfekt auf deine späteren Aufgaben abgestimmt. Sogar Erste Hilfe lernst du während deiner Ausbildung. Natürlich arbeitest du nicht nur mit Lehrbüchern, in der Fachschule sind auch Labore, in denen du viele praktische Übungen machst.


Wusstest du schon, dass...

  • …Blut die am häufigsten untersuchte Flüssigkeit in der Labormedizin ist?
  • …eine Blutspende die Krankenkasse des Empfängers zurzeit genau 109,90 Euro kostet?
  • …Stethoskope erfunden wurden, weil es Ärzten peinlich war, ihr Ohr an die Brust einer Frau zu halten?
  • …auf der Oberfläche eines Menschen mehr Lebewesen leben als Menschen auf der Oberfläche der Erde?
  • …die Nieren jeden Tag rund 180 Liter Flüssigkeit filtern?

Damit du bereits in der Ausbildung als MTLA mit der Arbeitswelt vertraut gemacht wirst, absolvierst du zudem zwei Praktika. Bei dem ersten Praktikum geht es raus aus dem Schullabor und rein in die „richtige“ Arbeitswelt. In einem Labor in einem Krankenhaus, einer medizinischen Einrichtung oder einer Laborpraxis darfst du für 1000 Stunden den Profis über die Schultern schauen und schon selbst die ersten Herausforderungen meistern. Für weitere 230 Stunden absolvierst du dann ein Krankenpflegepraktikum. Hier geht es vor allem darum, zu lernen, wie man mit den Patienten umgeht.

Nicht jeder eignet sich für die Ausbildung als Medizinisch-technischer Assistent. Wichtigste Grundvoraussetzung ist ein großes Interesse an der Medizin und Naturwissenschaft. Hast du bereits in der Schule immer den Bioexperimenten entgegengefiebert, wirst du an der Arbeit große Freude haben. Wichtig ist aber auch ein ruhiges Händchen, denn bei den Versuchen und Untersuchungen ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Wie es bei Ausbildungen im medizinischen Bereich üblich ist, brauchst du auch hier ein Zeugnis, das deine Gesundheit und körperliche Eignung belegt. Hast du dazu auch einen Realschulabschluss in der Tasche, sollte auch von formeller Seite einer erfolgreichen Bewerbung nichts im Wege stehen. Nach deiner Ausbildung als MTLA warten spannende Aufgaben und viele Weiterbildungsmöglichkeiten auf dich. 

Du solltest MTLA werden, wenn...

  1. ...dir schon in der Schule Experimente großen Spaß gemacht haben.
  2. ...Naturwissenschaft und Medizin dich sehr interessieren.
  3. ...du viel Feingefühl im Umgang mit anderen Menschen hast.

Du solltest auf keinen Fall MTLA werden, wenn...

  1. ...Kittel und Schutzbrille dir das Gefühl geben, verkleidet zu sein.
  2. ...deine Hände sehr unruhig sind.
  3. ...du kein Blut sehen kannst.

Das MTLA-Quiz

Welche Blutgruppe wird zur Universalspende genutzt, kann also jeder anderen Blutgruppe zugefügt werden?



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