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Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA)

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA)
Grafik: Ausbildung Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA)

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartSchulische Ausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer2 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Ist das Wasser im Fluss sauber? Sind Bioprodukte wirklich frei von chemischen Substanzen? Wurde diese Gurke gentechnisch verändert? In der Ausbildung zum Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) lernst du, all diese Fragen zu beantworten. Du findest heraus, wie Laboruntersuchungen und Umweltkontrollen durchgeführt und die Ergebnisse anschließend festgehalten werden.

Was macht ein BTA?

Biologisch-technische Assistentinnen und Assistenten, kurz BTA, untersuchen im Labor biologische Stoffe und Proben. Sie prüfen zum Beispiel Lebensmittel, Arzneimittel, Pflanzen, Mikroorganismen oder Umweltproben auf ihre Zusammensetzung, Reinheit, Verträglichkeit oder mögliche Schadstoffe. 

Dafür arbeiten sie unter anderem mit Mikroskopen, Zellkulturen und chemisch-technischen Analyseverfahren, bereiten Experimente vor und führen sie durch. Anschließend werten sie die Ergebnisse aus und halten sie in Versuchsprotokollen fest.

Welche Aufgaben hat ein BTA?

  • Proben entnehmen und vorbereiten 
  • Versuche planen und durchführen 
  • Mess- und Analysegeräte bedienen 
  • Ergebnisse dokumentieren und auswerten 
  • Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhalten

Wo arbeitet ein BTA?

  • 🔍️
    Forschungsinstitute und Hochschulen
  • 💊
    Pharma- und Chemieunternehmen
  • 🍨
    Lebensmittelindustrie
  • 🚰
    Umwelt- und Analyselabore
  • 🏥
    Gesundheitswesen
  • 🥼
    Öffentliche Prüf- und Untersuchungsstellen

Wie läuft die BTA-Ausbildung ab?

Die BTA-Ausbildung dauert zwei Jahre. Absolvierst du zusätzlich das Abitur, brauchst du drei bis vier Jahre bis zum Abschluss. Es handelt sich um eine schulische Ausbildung.

Die BTA-Ausbildung findet hauptsächlich an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg statt. Neben dem theoretischen Unterricht verbringst du viel Zeit im Schullabor und absolvierst je nach Schule und Bundesland Praktika in Unternehmen oder Forschungseinrichtungen.

Wie viele Praktika du machst, hängt stark vom Anbieter deiner Ausbildung ab – von vier Wochen Praktikum bis hin zu einem ganzen Jahr. Das liegt auch daran, dass die Ausbildung landesrechtlich geregelt ist, also in jedem Bundesland etwas anders abläuft.

Das lernst du in der BTA-Ausbildung (Beispiele)

  • 🦠
    Bakterien identifizieren und kultivieren: Du bestimmst verschiedene Bakterienarten anhand ihrer Eigenschaften und vermehrst sie.
  • 🫀
    Organe untersuchen: Du analysierst den Aufbau und die Funktion verschiedener Organe.
  • 🫆
    PCR und genetischen Fingerabdruck anwenden: Du vervielfältigst DNA und erstellst genetische Profile.
  • 🖥️
    Bioinformatik anwenden: Du analysierst biologische Daten mit computergestützten Methoden.
  • 🧬
    Nukleinsäuren untersuchen: Du gewinnst DNA und prüfst ihre Menge und Reinheit.

Was auf dem Stundenplan steht:

  • Zellbiologie und Mikrobiologie 
  • Biochemie  
  • Molekularbiologie und Gentechnik 
  • Botanik und Zoologie 
  • Chemische und physikalisch-chemische Untersuchungsverfahren 
  • Labortechnik und Gerätekunde 
  • Mathematik, Statistik und digitale Datenauswertung 
  • Arbeitssicherheit, Hygiene und Qualitätsmanagement 
  • Fachenglisch

Kombi-Ausbildung Technischer Assistent für chemisch-biologische Laboratorien

Die Ausbildung zum Technischen Assistenten für chemisch-biologische Laboratorien kombiniert die Inhalte der Ausbildungen Biologisch-Technischer Assistent (BTA) und des Chemisch-Technischer Assistent (CTA). Du hilfst den Naturwissenschaftlern bei der Durchführung und Auswertung von Experimenten im Labor und unterstützt sie in Feldversuchen. 

Du baust Versuchsanordnungen auf, führst mittels physikalisch-chemischer Messverfahren Versuche und Testreihen durch und dokumentierst die Ergebnisse. Ebenso kannst du auch an klinischen Untersuchungen beteiligt sein oder auch an mikrobiologischen Forschungen. Du bist dann besonders im Bereich der chemischen Analytik und der Molekularbiologie gefragt. 

Durch die Ausbildung hast du gleich eine doppelte Berufsqualifikation in Chemie und Biologie. Arbeiten kannst du nach deinem Abschluss in Forschungseinrichtungen, in der Lebensmitteluntersuchung, in der chemischen Industrie, bei Instituten der Umweltanalytik und sogar beim Landeskriminalamt.

Welche Voraussetzungen sollte man für die BTA-Ausbildung mitbringen?

Für die BTA-Ausbildung brauchst du meistens einen mittleren Schulabschluss. Die einzelnen Berufsfachschulen und Berufskollegs können zusätzliche Zulassungskriterien festlegen.

Welche Schulfächer sind wichtig?

  • Biologie: Zellaufbau, Ökologie und Organismen verstehen 
  • Chemie: Stoffe analysieren und Lösungen herstellen 
  • Mathematik: Konzentrationen und Versuchsergebnisse berechnen 
  • Physik: Messverfahren und Laborgeräte verstehen 
  • Englisch: Fachbegriffe, Anleitungen und Forschungstexte lesen 
  • Informatik: Messdaten erfassen und auswerten

Impfnachweise sind notwendig

In der Regel musst du im Vorfeld gültige Impfnachweise vorweisen – das ist bei Ausbildungen im gesundheitlichen Bereich häufig so üblich. Hier geht’s um Masernschutz und Tetanusimpfung.

Diese Eigenschaften brauchst du:

  • Sorgfalt 
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Beobachtungsgenauigkeit 
  • ruhige Hand und Auge-Hand-Koordination 
  • technisches Verständnis 
  • Konzentrationsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit
Du solltest Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA) werden, wenn...
  1. dich Naturwissenschaften sehr interessieren.
  2. Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand zu deinen Stärken zählen.
  3. du gerne im Labor arbeiten möchtest.
Du solltest auf keinen Fall Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA) werden, wenn...
  1. dir schon in der Schule die Laborexperimente keinen Spaß gemacht haben.
  2. Naturwissenschaften dich wenig oder gar nicht interessieren.
  3. du dir eine duale Ausbildung mit festem Ausbildungsgehalt wünschst.
Bild aus dem Text zu Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA)

Was kostet die BTA-Ausbildung?

In der schulischen BTA-Ausbildung bekommst du normalerweise keine Ausbildungsvergütung. An öffentlichen Schulen fällt häufig kein Schulgeld an, während private Schulen Gebühren verlangen können. Kosten können entstehen für Schulgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren, Lern- und Labormaterialien, Schutzkleidung oder Fahrten und gegebenenfalls Unterbringung.

Welche finanzielle Unterstützung gibt es?

  • Schüler-BAföG 
  • mögliche Bildungsgutscheine 
  • regionale Förderprogramme 
  • Unterstützung durch Eltern beziehungsweise Kindergeld 
  • schuleigene Finanzierungsangebote

Wie hoch ist das BTA-Gehalt nach der Ausbildung?

Nach der Ausbildung verdienen BTAs zum Berufseinstieg meistens etwa 2.800 bis 3.100 Euro brutto im Monat. 

Mit Berufserfahrung, einer tarifgebundenen Stelle oder zusätzlichen Aufgaben kann das Gehalt auf mehr als 4.000 Euro steigen. 

Das mittlere Gehalt von Biologisch-technischen Assistenten liegt in Deutschland bei knapp 4.300 Euro brutto im Monat (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). 

Wie viel verdient ein BTA im öffentlichen Dienst?

In der Entgeltgruppe E9a (Stufe 1) beträgt dein Gehalt als BTA in Nordrhein-Westfalen rund 3.620 Euro brutto im Monat (TV-L, Stand 2026). Hier steigst du mit den Jahren in den Erfahrungsstufen auf: In Stufe 6 sind dann 4.616 Euro brutto möglich.

Wie bewerbe ich mich für die BTA-Ausbildung?

Für die BTA-Ausbildung bewirbst du dich in der Regel direkt bei der Berufsfachschule oder dem Berufskolleg. Manche Schulen nutzen dafür ein zentrales Bewerbungsportal. Je nach Ausbildungsmodell kann es außerdem sein, dass du dich zusätzlich um einen Praktikumsplatz in einem Labor, Forschungsinstitut oder Unternehmen kümmern musst.

Welche Unterlagen brauche ich?

  • Anmelde- oder Bewerbungsformular 
  • Lebenslauf
  • Schulzeugnis 
  • gegebenenfalls beglaubigte Kopien 
  • gegebenenfalls Passfoto 
  • gegebenenfalls Gesundheits- oder Impfnachweise 
  • bei ausländischen Abschlüssen: Anerkennung und Sprachnachweis

Anmeldefristen sind unterschiedlich

Die Bewerbungsfristen unterscheiden sich je nach Schule. Manche Schulen haben feste Anmeldezeiträume, andere nehmen Bewerbungen an, solange Plätze frei sind. Schau dir am besten früh die Infoseiten der Schulen an, damit du dich rechtzeitig bewirbst.

Welche Karrierechancen gibt es nach der BTA-Ausbildung?

Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen kannst du dich spezialisieren und verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen.

Je nach Arbeitsbereich kommen verschiedene Weiterbildungen infrage:

  • Fachliche Spezialisierungen: zum Beispiel in Molekularbiologie, Zellkulturtechnik, Mikrobiologie, Bioinformatik oder Qualitätsmanagement.
  • Technikerweiterbildung: Möglich ist etwa die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Biotechnik. Sie dauert meist zwei Jahre in Vollzeit oder vier Jahre in Teilzeit.
  • Chemietechnik: Je nach Bundesland und Fachschule kann auch eine Weiterbildung in Chemietechnik infrage kommen.
  • Hochschulzugangsberechtigung: Falls dir Fachhochschulreife oder Abitur fehlen, kannst du den Abschluss je nach Bundesland nachholen.

Kann ich nach der BTA-Ausbildung studieren?

Mit einer entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung kannst du ein Studium beginnen. Passende Studiengänge sind zum Beispiel Biologie, Biotechnologie, Biochemie, Molekularbiologie, Mikrobiologie, Bioinformatik oder Umweltwissenschaften.

Tatsächlich ist die BTA-Ausbildung eine ideale Vorbereitung auf ein naturwissenschaftliches Studium: Mit einer BTA-Ausbildung kannst du deinen Numerus Clausus verbessern und dein Studium verkürzen.

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