Ausbildung als Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft

Sugar image big headerfinal
Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 480-700 Euro
2. Jahr: 550-830 Euro
3. Jahr: 680-960 Euro

Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft

Was haben Nudeln, Reis und Brot gemeinsam? Ganz einfach: Ohne sie wäre die Welt ein schlechterer Ort. Überleg mal, was alles fehlen würde ohne frischgebackenes Brot und Spaghetti mit Tomatensoße! Du willst dafür sorgen, dass deine Mitmenschen jeden Tag satt und glücklich sind? Dann solltest du eine Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft machen. Hinter diesem langen Wort steckt einer der ältesten Berufe der Welt: Der Müller. Diese Ausbildung machst du aber natürlich nicht mehr in einer alten Wind- oder Wassermühle. Die Mühlen von heute sind echte Hightech-Wunder, in denen nicht nur Mehl gemahlen, sondern auch Tierfutter angemischt und Gewürze pulverisiert werden. Du möchtest mehr wissen? Dann lies unbedingt weiter! 

Mit „das Wandern ist des Müllers Lust“ fängt ein bekanntes Lied an. Ein bisschen gilt das auch für deine Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft. Drei Jahre lang wanderst du immer zwischen der Berufsschule und deinem Ausbildungsbetrieb hin und her. Diese ideale Mischung bereitet dich optimal auf das spätere Berufsleben vor.

Weil in einer modernen Mühle alles automatisch abläuft, dreht sich vieles in deiner Ausbildung um Technik. Welche Knöpfe du drücken musst, damit aus einem Korn Mehl wird, ist einer der wichtigsten Punkte, die du lernen wirst. Sollte eine Maschine mal kaputt gehen, ist schnelles Handeln gefragt, denn Funken und Mehlstaub können richtig gefährlich werden. Damit deine Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft sicher abläuft, lernst du nicht nur Chemie, sondern auch alles zum Thema Sauberkeit. Wo kein Staub rumfliegt, da besteht auch nicht die Gefahr einer Mehlstaubexplosion. 

Fast alles, was wir essen enthält Mehl. Daher gibt es strenge Vorschriften, die du in deiner Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft kennenlernst. Die verschiedenen Getreidesorten dürfen nur bei bestimmten Temperaturen gelagert werden und nicht verunreinigt sein. Über einen Stein im Brot freut sich schließlich niemand. Kommt eine Ladung Rohstoffe verdorben bei dir an, erkennst du das oft schon am Geruch oder der Farbe der Körner. Damit auch wirklich nichts schief geht, nimmst du von jeder Ladung Proben und analysierst sie im Labor. Erst wenn alles okay ist, geht es an die Weiterverarbeitung.

Wusstest du schon, dass...

  • Getreide im alten Ägypten ein wichtiges Zahlungsmittel war? Es gab sogar eine Art Konto für Korn.
  • Roggen, der mit dem Mutterkornpilz verunreinigt ist, für den Menschen tödlich sein kann?
  • der Beruf des Müllers im Mittelalter zu den „unehrlichen Berufen“ zählte?
  • die Hauptfiguren in Grimms Märchen sehr oft die Kinder von Müllern sind?
  • Mehltypen in Deutschland einer DIN-Norm entsprechen?

In einer modernen Mühle wird nicht nur Mehl gemahlen, sondern auch Reis und Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Sojabohnen aus ihren Hüllen geschält. In deiner Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft lernst du alles über diese sogenannten Schälprodukte und wie du ihre Qualität checkst. Für Spezialprodukte wie Gewürze gilt das gleiche. Weil nur das Beste vom Besten zum Schluss in den Supermarktregalen oder beim Bäcker landet, fallen viele Rohstoffe durch dein strenges Casting. Die werden entweder entsorgt oder in einem Mischfutterbetrieb zu Tierfutter verarbeitet. Auch da kannst du die Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft übrigens machen. Tierfutter kann aus bis zu 20 verschiedenen Zutaten bestehen und ist nochmal eine Kunst für sich.

Du solltest Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft werden, wenn …
  1. Backen zu deinen Hobbies gehört.
  2. Mathematik und Chemie dir keine schlaflosen Nächte bereiten.
  3. deine Beine unter einem 10 Kilo Mehlsack nicht wegknicken.
Du solltest auf keinen Fall Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft werden, wenn …
  1. du allergisch auf Mehlstaub reagierst.
  2. der Anblick von Mehlwürmern dich schreiend im Kreis rennen lässt.
  3. laute Geräusche für dich unerträglich sind.
Das Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft-Quiz
Frage / 3

Wie heißt ein Märchen der Brüder Grimm?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, das Märchen heißt „Der arme Müllerbursch und das Kätzchen“.
Richtig! Das Märchen heißt „Der arme Müllerbursch und das Kätzchen“.

Welches ist keine Mühle?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Haselmühle ist keine Mühle, sondern ein Ortsteil in Mittelfranken.
Richtig! Die Haselmühle ist keine Mühle, sondern ein Ortsteil in Mittelfranken.

Was ist eine Amylase?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, Amylase ist ein Enzym, das bei der Behandlung von Mehl eingesetzt wird.
Richtig! Amylase ist ein Enzym, das bei der Behandlung von Mehl eingesetzt wird.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Dieses Profil wurde von Eva geschrieben
Du möchtest Eva etwas zu diesem Beruf fragen? Dann melde dich jetzt an und nimm hier direkt Kontakt auf. Wir freuen uns auf deine Nachricht!
Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos