Ausbildung als Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in

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Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: unvergütet
2. Jahr: unvergütet
3. Jahr: unvergütet

Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in

1895 wurden erstmals Röntgenstrahlen beobachtet – für die Medizin eine schier unbezahlbare Entdeckung. Nicht nur Blicke in den Körper sind seitdem ohne jedes Skalpell möglich, auch die Krebstherapie hat sie einen großen Schritt vorangebracht. Doch die Geräte allein wären nichts wert, wenn es nicht auch Menschen gäbe, die diese perfekt bedienen können. Sicher wurde auch von dir schon eine Röntgenaufnahme gemacht, und du trafst dabei das erste Mal auf einen Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten. Vielleicht ist dir ja sogar aufgefallen, dass dieser nicht nur die Aufnahme gemacht hat, sondern dir auch ausführlich erklärte, was nun mit dir passiert, dich mit einer Schutzweste versehen und dir einfache und genaue Anweisungen gegeben hat. Möchtest du nun seinem Beispiel folgen, kannst du dies mit einer Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten. 

Die dreijährige Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten, auch MTRA genannt, findet in einer Berufsfachschule statt. Hier lernst du die Wunderwerke der Medizintechnik kennen und erfährst nicht nur, wie sie fachmännisch bedient werden, sondern auch, was im inneren der Geräte passiert, sobald du die richtigen Knöpfe drückst. Doch zum Beruf des Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten gehört noch weit mehr, als nur das Verständnis der komplizierten Geräte. Denn du bist es, der ängstliche Patienten beruhigt, Fragen beantwortet und für die Sicherheit verantwortlich ist. Zudem sind viele Patienten schwer verletzt oder erkrankt, so bist du beispielsweise auch für die Umsetzung einer Strahlentherapie bei Krebserkrankungen im Einsatz.  Hier ist natürlich sehr viel Einfühlungsvermögen gefragt  und da sich Einfühlungsvermögen schlecht als Schulfach unterrichten lässt, besuchst du während deinerAusbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten medizinischen Einrichtungen für Praxiseinsätze.

Bei diesen Praxiseinsätzen triffst du nun erstmals auf Patienten, bist dabei, wenn sie auf die Untersuchung vorbereitet werden, hilfst beim Anziehen der Schutzkleidung und Ausrichten der Geräte. Dabei wirst du natürlich von einem erfahrenen MTRA betreut, bei dem du dir so allerhand abgucken kannst. Dein Einsatz endet übrigens nicht nach der Erstellung der Aufnahmen, denn im Anschluss müssen die Ergebnisse ausgewertet und schriftlich festgehalten werden. Dies geschieht mit spezieller Software, dessen Bedienung du ebenfalls in deiner Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten lernst. Die Auswertung der Bilder vollführt in der Regel der Arzt, was du allerdings übernimmst, ist die erste Prüfung der Aufnahmen auf Fehler oder Schatten. 

 

Wusstest du schon, dass...

  • Radiologen zu den bestbezahlten Ärzten zählen?
  • Röntgenanlagen auch in der Lebensmittelherstellung eingesetzt werden, um metallische Fremdkörper in Verpackungen aufzuspüren?
  • der erste Nobelpreis für Physik 1901 an Wilhelm Conrad Röntgen für die Entdeckung der Röntgenstrahlen ging? Die erste Aufnahme machte er von der Hand seiner Frau Bertha.
  • US-Amerikaner die Röntgenstrahlen als X-Strahlen bezeichnen?
  • in der Radiologie auch Verfahren angewendet werden, bei denen keine ionisierende Strahlung zum Einsatz kommen?

Doch kommst du nicht nur bei Kernspin, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen zum Einsatz, so zählt auch die Strahlentherapie und Nuklearmedizin zu den Einsatzbereichen als MTRA. Eine Strahlentherapie dient der Bekämpfung von Krebserkrankungen. Mittels radioaktiver Strahlen wird der Tumor zerstört, die Kunst liegt entsprechend dabei, die gesunden umliegenden Bereiche nicht anzugreifen und zu beschädigen. Du justierst also nach Anweisung des Arztes millimetergenau die Geräte und legst die Bestrahlungsdauer fest. Während der Behandlung beobachtest du den Patienten, so dass du bei Auffälligkeiten den Arzt zur Hilfe rufen kannst.

Bei einer Nuklearmedizinische Untersuchung, wird der Körper mit Substanzen versetzt und mittels Spezialkameras untersucht. Du bist nicht nur beim Verlauf der Untersuchung maßgeblich beteiligt, sondern dokumentierst die Ergebnisse und den Heilungsverlauf mit Hilfe medizinischer Bildarchivierungsprogramme.

Mitbringen solltest du den mittleren Schulabschluss. Ebenso wichtig für deine Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten ist aber auch großes Interesse an der Medizin, denn natürlich benötigst du allerhand medizinisches Fachvokabular, um im Beruf des MTRA bestehen zu können. Auch wenn die Geräte nur mit Strahlen oder Magnetwellen einen Blick in den menschlichen Körper ermöglichen, solltest du trotzdem auch Blut und Nadeln sehen können. Zum einen, weil gerade MRT Untersuchungen häufig durch Kontrastmittel unterstützt werden, welches du in den Körper spritzt. Zum anderen, weil du oftmals schwere Verletzungen zu sehen bekommst, deren Anblick dich nicht erschrecken sollte. 

Du solltest Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in werden, wenn …
  1. du ein Teamplayer bist.
  2. es dir leicht fällt, Menschen zu beruhigen.
  3. du einen Beruf möchtest, der dir eine sichere Zukunft verspricht.
Du solltest auf keinen Fall Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in werden, wenn …
  1. du kein Blut sehen kannst.
  2. Technik dich schnell überfordert.
  3. du nicht weißt, wie du mit schwerkranken Menschen umgehen sollst.
Das Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in-Quiz
Frage / 3

Die Sonografie ist auch bekannt als…

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Sonografie ist der Fachbegriff für die Ultraschalluntersuchung.
Richtig! Sonografie ist der Fachbegriff für die Ultraschalluntersuchung.

Was sieht man auf einer Thorax Aufnahme?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, der Thorax ist der Brustkorb des Menschen, folglich sieht man Herz und Lunge.
Richtig! Der Thorax ist der Brustkorb des Menschen, folglich sieht man Herz und Lunge.

Ein MRT funktioniert auf Basis von…

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, bei einem MRT handelt es sich um eine Magnetresonanztomographie, die wie der Name schon verrät, durch Magnetfelder funktioniert.
Richtig! Bei einem MRT handelt es sich um eine Magnetresonanztomographie, die wie der Name schon verrät, durch Magnetfelder funktioniert.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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