Arbeitsumfeld
Du arbeitest handwerklich im Team auf wechselnden Baustellen, oft mit Werkzeugen, Maschinen und Schutzkleidung.


Du arbeitest handwerklich im Team auf wechselnden Baustellen, oft mit Werkzeugen, Maschinen und Schutzkleidung.
Die Ausbildungsvergütung steigt mit den Ausbildungsjahren; das spätere Gehalt hängt unter anderem von Betrieb und Region ab.
Digitalisierung, energetischer Ausbau und neue Anforderungen an Gebäude verändern das Berufsfeld und seine Aufgaben.
Handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und genaues Arbeiten helfen dir bei passgenauen Konstruktionen.


Als Trockenbaumonteur baust du Innenräume aus und teilst große Flächen in einzelne Räume auf. Dafür errichtest du zum Beispiel leichte Wände, verkleidest Decken und baust Bodensysteme ein. So entstehen aus einem Rohbau nutzbare Räume, die je nach Gebäude bestimmte Anforderungen an Wärme-, Schall-, Brand-, Feuchte- oder Strahlenschutz erfüllen müssen.
Typische Aufgaben von Trockenbaumonteuren
Beim Trockenbau werden überwiegend vorgefertigte Bauteile und Platten in trockener Bauweise montiert. Ganz ohne feuchte Materialien geht es trotzdem nicht: Beispielsweise werden Fugen verspachtelt und Untergründe mit Spachtel- oder Ausgleichsmassen vorbereitet.
Trockenbaumonteure arbeiten vor allem in Trockenbaubetrieben, Spezialbetrieben für Akustik- und Objektausbau sowie in Unternehmen des Hochbaus. Meist bist du auf Baustellen innerhalb von Gebäuden oder Rohbauten tätig. Je nach Auftrag kannst du auch im Freien an Hausfassaden oder zeitweise in Büroräumen arbeiten.
Da Bauprojekte und Einsatzorte wechseln, arbeitest du nicht immer am selben Ort. Du stimmst dich auf der Baustelle regelmäßig mit anderen Gewerken ab, damit beispielsweise Leitungen, technische Anlagen und Einbauteile zur Trockenbaukonstruktion passen.
In der Regel arbeitest du werktags. Wann dein Arbeitstag beginnt und endet, kann vom Ausbildungsbetrieb und vom jeweiligen Bauprojekt abhängen. Verbindliche Arbeitszeiten lassen sich aus den verfügbaren Primärquellen nicht ableiten.
Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet: Du lernst praktisch in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst zusätzlich die Berufsschule. Im Betrieb arbeitest du an echten Bauprojekten mit. In der Schule lernst du die fachlichen Grundlagen, die du für die Planung und Ausführung der Arbeiten brauchst.
Während der Ausbildung legst du eine gestreckte Gesellen- oder Abschlussprüfung ab. Sie besteht aus zwei Teilen: Teil 1 findet während der Ausbildung statt, Teil 2 folgt am Ende der dreijährigen Ausbildung.
In Absprache mit deinem Ausbildungsbetrieb kannst du die Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren, wodurch sich die Ausbildungsdauer verlängern kann. Unter bestimmten Voraussetzungen ist außerdem eine Verkürzung möglich, wenn du und dein Ausbildungsbetrieb einen Antrag bei der zuständigen Kammer stellen.
Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist mit der zweijährigen Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten verbunden. Ein bereits erworbener Abschluss als Ausbaufacharbeiter kann auf die Ausbildung zum Trockenbaumonteur angerechnet werden. Das Ergebnis der Abschlussprüfung wird dann als Teil 1 der Abschlussprüfung zum Trockenbaumonteur gewertet.
Zu Beginn erwirbst du Grundlagen, die auch für andere Bauberufe wichtig sind. Im weiteren Verlauf stehen die berufstypischen Trockenbauarbeiten stärker im Mittelpunkt. Dabei greifen die praktischen Erfahrungen aus dem Betrieb und das Fachwissen aus der Berufsschule ineinander.
Wichtig: Seit dem 1. August 2026 gilt eine modernisierte Ausbildungsordnung. Sie berücksichtigt unter anderem neue Technologien und Verfahren, digitale Arbeitsprozesse sowie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stärker als zuvor.
Im Ausbildungsbetrieb lernst du zum Beispiel:
In der Berufsschule beschäftigst du dich zum Beispiel mit:
Rechtlich ist für die Ausbildung zum Trockenbaumonteur kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Welchen Abschluss ein Betrieb erwartet, kann daher unterschiedlich sein. Viele Ausbildungsanfänger haben einen Hauptschulabschluss, aber auch mit einem anderen oder ohne Schulabschluss kannst du dich grundsätzlich bewerben.
Gute Grundlagen in diesen Schulfächern können dir die Ausbildung erleichtern:
Du musst in diesen Fächern nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass du bereit bist, die Kenntnisse zu lernen und praktisch anzuwenden.
Für die Arbeit als Trockenbaumonteur sind vor allem diese Eigenschaften hilfreich:
Als Trockenbaumonteur verdienst du in einem tarifgebundenen Betrieb der Bauwirtschaft 1.122 Euro im ersten, 1.351 Euro im zweiten und 1.610 Euro brutto im dritten Ausbildungsjahr. Diese deutschlandweit einheitlichen Tarifvergütungen gelten für gewerbliche Auszubildende seit April 2026.
Deine Ausbildungsvergütung steigt somit mit jedem Ausbildungsjahr. Ist dein Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden, kann die Vergütung von diesen Beträgen abweichen. Dabei müssen die gesetzlichen Vorgaben zur Mindestausbildungsvergütung eingehalten werden.
| Ausbildungsjahr | Vergütung (brutto/Jahr) |
|---|---|
| 1. Jahr | 1.122 Euro |
| 2. Jahr | 1.351 Euro |
| 3. Jahr | 1.610 Euro |
Beim Berufseinstieg kannst du als Trockenbaumonteur mit rund 2.400 bis 2.700 Euro brutto im Monat rechnen.
Das durchschnittliche Gehalt eines Trockenbaumonteurs liegt bei ca. 3.000 Euro brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlichen Qualifikationen und mehr Verantwortung sind auch höhere Gehälter möglich. Das obere Ende liegt bei rund 4.400 Euro brutto monatlich. Dieser Betrag ist jedoch kein garantiertes Maximalgehalt.
Wie viel du tatsächlich verdienst, hängt unter anderem von deiner Berufserfahrung, deinem Betrieb, dem Standort, deiner konkreten Tätigkeit und einer möglichen Tarifbindung ab.
Nach der Ausbildung kannst du dich fachlich weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen. Diese Möglichkeiten hast du:
Für deine Bewerbung brauchst du in der Regel:
Im Anschreiben erklärst du kurz, warum du Trockenbaumonteur werden möchtest und weshalb du dich bei diesem Ausbildungsbetrieb bewirbst. Passe dein Anschreiben immer an den jeweiligen Betrieb an und übernimm keine Bewerbungsvorlage unverändert.
Mit konkreten Beispielen kannst du zeigen, warum die Ausbildung zu dir passt. Erwähne zum Beispiel:
Nenne nur Erfahrungen und Interessen, die wirklich auf dich zutreffen. Ein kurzes, konkretes Beispiel wirkt überzeugender als eine lange Liste allgemeiner Eigenschaften. Ein Praktikum kann dein Interesse am Beruf verdeutlichen, ist aber keine formale Voraussetzung für die Bewerbung.
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