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Trockenbaumonteur/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Trockenbaumonteur/in
Grafik: Ausbildung Trockenbaumonteur/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags

Allgemeine Infos

Ob das Eigenheim, der Bürokomplex oder der schicke Laden um die Ecke – alles undenkbar ohne Wände! Ein Glück, dass es Trockenbaumonteure gibt, die sich darum kümmern, dass das Zuhause im Innern eine lebenswerte Struktur bekommt und Büroräume so angelegt werden, dass die Angestellten dort in Ruhe arbeiten können. Als Trockenbaumonteur ziehst du die gewünschten Innenwände hoch und sorgst dafür, dass die so entstandenen Räume nur noch tapeziert und gefliest werden müssen. Obwohl du dich bei deiner Arbeit genau an die Pläne der Architekten halten musst, wirst du beim Ausbau erstaunlich kreativ sein.

Info: Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur wurde bis 2026 modernisiert. Sie wurde an neue Begebenheiten wie neue Technologien oder Verfahren, die in den Berufen der Bauwirtschaft eingesetzt werden, angepasst. In der Ausbildungsverordnung werden nun aktuelle Themen, wie zum Beispiel Verbraucherschutz und Umweltschutz, intensiver behandelt werden.

Bild aus dem Text zu Trockenbaumonteur/in

Was macht ein Trockenbaumonteur?

Warum eigentlich „Trockenbau“? Gibt es dann auch den „Nassbau“? Ja, den gibt es tatsächlich. Der Trockenbau heißt deshalb so, weil du mit Baumaterial arbeitest, das kein Wasser enthält. Beton, Mörtel und Lehm werden zum Beispiel durch fertige Bauteile wie Stahlschienen, Gipskartonplatten und Dämmwolle ersetzt. Weil dieses Material nicht nass werden sollte, kümmerst du dich als Trockenbaumonteur nur um die Wände und Decken im Inneren von Gebäuden.

Viele Trockenbauer lieben ihren Job vor allem deshalb, weil man schon nach ein paar Handgriffen einen tollen Effekt sieht: Der zugige, ungemütliche Dachboden, den du morgens mit deinem Team betreten hast, kann sich schon abends in eine weitläufige Dachbauwohnung mit mehreren Zimmern verwandelt haben. Die ist dann zwar noch nicht bezugsfertig, aber schon deutlich stylischer als vor deinem Einsatz. Je mehr Übung du hast, desto schneller ziehst du die Gipskartonwände hoch und verkleidest unebene Übergänge, wie ein Stuckateur es nicht besser machen könnte.  

Das funktioniert nach einem festen Schema. Als Erstes befestigst du Zinkblech- oder Stahlschienen, die die Wände später halten sollen, an den schon fertigen Betonböden und -decken. Das „Gerüst“ eines Hauses wird nämlich meistens in Nassbauweise errichtet – zum Beispiel von Betonfertigteilbauern. Das Innenleben wird dann von dir in Leichtbauweise eingefügt. Beim Anbringen der Schienen musst du sehr vorsichtig sein, denn du wirst hier mit Gasdruckpistolen arbeiten und die Metallteile vor Ort zuschneiden.

Dabei entstehen oft messerscharfe Kanten, an denen man sich leicht verletzen kann. Pass also nicht nur auf dich auf, sondern auch auf deine Kollegen.

Natürlich hast du auch immer ein Auge auf die Bauskizze des Architekten, der die Räume geplant hat. Darin ist eingezeichnet, wie die Wände verlaufen und wo die Türen eingebaut werden sollen. Die passenden Türrahmen werden in so gut wie allen Fällen fertig geliefert und müssen nur noch an der richtigen Stelle eingesetzt werden – Schrauben rein, Rahmen steht.

In den Aufgabenbereich eines Trockenbaumonteurs oder einer Trockenbaumonteurin fallen beim Innenausbau übrigens nicht nur Trockenbauwände. Du kümmerst dich bei den Trockenbauarbeiten auch um Akustikdecken. Unter den Gesichtspunkten Schall und Wärme wählst du die richtigen Baustoffe und arbeitest mit den passenden Bauteilen. Zusammengefasst wird dieser Bereich deines Jobs unter dem Begriff Akustikbau.

Wie läuft die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ab?

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist zweigeteilt. Die ersten zwei Jahre machst du die gleiche Lehre wie ein Ausbaufacharbeiter. Im dritten und letzten kommt dann das Know-how eines Trockenbaumonteurs dazu. So vorbereitet schließt du deinen Ausbildungsberuf mit einer Prüfung bei der IHK ab.

Aber der Reihe nach: Bei der Ausbildung zum Trockenbaumonteur handelt es sich um eine duale Berufsausbildung. Die Hälfte der Zeit bist du also in der Berufsschule, wo du die verschiedenen Baumaterialen und die richtigen Handgriffe erst an Modellen und aus Büchern lernen wirst. Hast du die theoretischen Grundlagen einmal im Kopf, geht es ab auf die Baustelle, wo du deine ersten Trockenbaukonstruktionen hochziehen wirst. Wo du genau eingesetzt wirst, entscheidet das Trockenbau- oder Stuckateurunternehmen, bei dem du als Azubi angestellt bist.

Weil du jemand bist, der am liebsten handwerklich arbeitet, hast du ein bisschen Angst, dich als Azubi in der Berufsschule zu langweilen? Das wird schon nicht passieren. Das Gute ist nämlich, dass auf die ganzen Theoriestunden auch immer wieder Werkunterricht folgt, wo du das Gelernte praktisch üben kannst. Wie du beispielsweise einen Stahlträger mit Gipskarton ummantelst, erklärt dir zuerst dein Lehrer. 

Im Anschluss daran baust du die eben besprochene Verschalung in der Werkstatt nach. Besonders viel Wert legt man in der Schule übrigens darauf, dass du lernst, was mit den unterschiedlichen Baumaterialien passiert, wenn es brennt. Denn als Trockenbaumonteur musst du die aufgestellten Wände so verkleiden können, dass sie im Notfall einem Feuer so lange wie möglich standhalten. Besonders bei öffentlichen Gebäuden ist das super wichtig.

Aber auch Fächer wie Mathe und Baurecht werden auf deinem Stundenplan stehen. Bei aller Kreativität trägst du also ab Ausbildungsbeginn auch viel Verantwortung für die Sicherheit der späteren Hausbewohner oder -besucher. Gebaut wird immer – du merkst, dass du dir eine Berufsausbildung mit Zukunft ausgesucht hast und viele passende Stellenangebote in der Bauwirtschaft finden wirst.

Du solltest Trockenbaumonteur/in werden, wenn...
  1. du dir problemlos vorstellen kannst, wie der ungemütlichste Rohbau in fertigem Zustand aussehen könnte.
  2. es für dich undenkbar ist, einen Beruf zu haben, bei dem du den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzt.
  3. schwere Rigipsplatten für dich absolut tragbar sind.
Du solltest auf keinen Fall Trockenbaumonteur/in werden, wenn...
  1. du sogar in deinen Hosentaschen Sachen verlierst.
  2. man dich liebevoll „Körperklaus“ nennt. Auf einer Baustelle kommst du mit zwei linken Händen leider nicht weit.
  3. Mathe dir in der Schule absolut null Spaß gemacht hat.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Passgenaue Verschalungen für einen Kamin bauen.
  • genau sagen, welcher Baustoff besonders schnell brennt.
  • dafür sorgen, dass Räume im Winter schön warm und im Sommer angenehm kühl bleiben.
  • Zinkblechschienen an Betonböden und -decken befestigen.
  • eine Bohrmaschine mit links benutzen. Und mit rechts.

Gehalt

Stell dir vor, du hast eine Eigentumswohnung gekauft. Oder ein Haus. Wie würdest du dein neues Zuhause aussehen lassen? Wie viele Zimmer hättest du gern? Planst du deinen eigenen Fitnessraum ein oder doch lieber das Heimkino? Vielleicht möchtest du auch den sehr verwinkelten Dachboden schick auskleiden und dir deinen ganz privaten Rückzugsraum schaffen? Wie auch immer dein Traumhaus aussieht, als Trockenbaumonteur hast du fast komplett freie Hand, was den Innenausbau angeht. Keiner baut Leichtbauwände schließlich besser als du. Na gut, während deiner Ausbildung ist das Geld für so viele Zimmer noch nicht da. Aber wie sieht es danach aus? Und wie viel zahlt man dir als Azubi dafür, dass du die Wohnträume von anderen wahr werden lässt? Wir haben uns für dich in punkto Ausbildungsvergütung schlau gemacht.

Wie viel verdient man als Trockenbaumonteur in der Ausbildung?

Zahlt dein Ausbildungsbetrieb nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im Baugewerbe, liegt dein Gehalt als Trockenbaumonteur-Azubi im ersten Jahr zwischen 880 und 935 Euro brutto monatlich. „Brutto“ bedeutet übrigens, dass von deinem Lohn noch Geld für Steuern und Versicherungen abgezogen wird. Das, was anschließend übrigbleibt, ist dein Netto-Einkommen.

Ab dem zweiten Jahr darfst du auf den Baustellen endlich richtig mitanpacken und bekommst entsprechend mehr Geld. Zwischen 1.095 und 1.230 Euro brutto sind jetzt für dich drin. Im dritten Ausbildungsjahr steigt dein Gehalt auf satte 1.305 bis 1.495 Euro an. Zahlt dein Betrieb nicht nach Tarif, bekommst du mindestens den Mindestlohn für Auszubildende, der seit dem 1. Januar 2020 gilt. 

Gut zu wissen: Die unterschiedlichen Gehaltszahlen kommen daher, dass es für das Baugewerbe zwei Tarifgebiete gibt, in denen verschiedene Gehälter gelten. Im Traifgebiet Ost, zu dem die neuen Bundesländer zählen, fällt die Vergütung etwas geringer aus als im Tarifgebiet West.

In den Großstädten in Westdeutschland kannst du im Schnitt mehr Geld verdienen als in den neuen Bundesländern, wo die Auftragslage nicht ganz so gut ist. Geldsorgen wirst du als Trockenbaumonteur aber wahrscheinlich trotzdem nicht haben, denn gute Handwerker wie dich kann man immer gut gebrauchen. Und viele Trockenbau- und Stuckateurfirmen suchen händeringend Azubis.

Was verdient ein Trockenbaumonteur nach der Ausbildung?

Und wie viel kannst du nach deiner Ausbildung verdienen? Das berechnet sich danach, wie lange du schon in deinem Beruf arbeitest und in welchem Bundesland du wohnst. Trockenbaumonteure werden üblicherweise nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe bezahlt. Das klingt erstmal kompliziert, hat für dich aber den großen Vorteil, dass dein Stundenlohn festgelegt ist und nicht unter eine bestimmte Grenze abrutschen darf. Durschnittlich verdienen Trockenbaumonteure in Deutschland zwischen 2.200 und 3.300 Euro brutto im Monat.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung als Trockenbaumonteur

Drei Jahre dauert die Berufsausbildung zum Trockenbaumonteur. Hast du deine Abschlussprüfung bestanden, kann es losgehen mit der Karriere – gute Handwerker wie du sind in der Bauwirtschaft nämlich heiß begehrt. Genau genommen hast nicht nur einen Ausbildungsberuf, sondern mehrere: Du bist gleichzeitig Ausbaufacharbeiter und kennst die Basics, die auch ein Stuckateur auf dem Bau braucht. Stellenanzeigen findest du bei Trockenbau- und Stuckateurunternehmen, es ist aber auch gut möglich, dass dein Ausbildungsbetrieb dich übernimmt. Als Trockenbaumonteur kannst du jetzt – dank Zinkblechschienen und haargenau angepasster Gipskartonwänden – jede mögliche Raumlösung bauen und die Hausbewohner glücklich machen. Um die Temperaturen stabil zu halten und den Schall zu dämmen, füllst du die Zwischenräume auch noch mit Dämmwolle und checkst nochmal, ob auch alle Kabel richtig verlaufen. Wenn am Schluss auch noch der Architekt zufrieden ist, kannst du zufrieden Feierabend machen. Kurz: Für Trockenbaumonteure gibt es auf dem Stellenmarkt einige Jobs.

Anpassungsweiterbildung

Wände anpassen? Das kannst du doch schon! Bei einer Anpassungsweiterbildung geht es aber vor allem darum, dein Wissen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Schließlich willst du deinen Beruf so gut wie möglich machen. Gerade im Baugewerbe wird im Moment entwickelt wie verrückt – zum Beispiel Baumaterial, das noch feuerfester oder luftdurchlässiger ist. Außerdem gibt es immer mehr Klimaschutzregelungen, die du kennen und nach denen du bauen können musst. Denn auch die Innenwände spielen zum Beispiel bei der Wärmeisolierung eine superwichtige Rolle. Du kannst dich aber auch voll auf den kreativen Teil deines Jobs stürzen, indem du eine Fortbildung im Bereich Putz- und Stuckarbeiten machst – und anschießend Zimmerdecken mit schönen Gipsornamenten verzierst. Altbauflair deluxe! Weiterbildungen werden von der IHK angeboten und in vielen Fällen von deinem Betrieb bezahlt. Schließlich hat ja auch dein Chef etwas von deinem Können.

Meistertitel

Du möchtest an der Jobbörse noch mehr punkten? Dann häng doch noch deinen Meister an! Wenn du jetzt online nach „Trockenbaumonteurmeister“ suchst, wirst du feststellen, dass die Industrie- und Handelskammer (IHK) keine Meisterprüfung für den Trockenbaumonteur an sich anbietet. Das klingt vielleicht zuerst wie ein Problem, ist aber zum Glück keines. Alternativ kannst du dich nämlich für die Meisterweiterbildung zum Industriemeister – Akustik und Trockenbau bei der IHK bewerben. Dafür musst du nachweisen, dass du deine Lehre erfolgreich abgeschlossen und ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt hast. Sobald du deinen Meister in der Tasche hast, wird dir auf der Arbeit mehr Verantwortung übertragen: Du bist auf den Baustellen jetzt dafür zuständig, dass deine Kollegen ihren Job machen, teilst ein, wer wann arbeiten muss, schreibst die Bauberichte und kümmerst dich darum, dass immer genug Baumaterial vorhanden ist. Und weil du aus deiner eigenen Ausbildung noch weißt, wie wichtig ein guter Ausbilder ist, hast du auch immer ein wachsames Auge auf die neuen Azubis.

Studium

Die Arbeit auf der Baustelle macht dir zwar Spaß, aber du möchtest deine Muskeln ein wenig schonen und stattdessen noch mehr Theorie lernen? Dann hast du unter Umständen auch die Möglichkeit, nach deinem Abschluss zum Trockenbaumonteur an die Uni zu wechseln und ein Studium anzufangen. Die Aufnahmebedingungen der einzelnen Hochschulen können sich ziemlich voneinander unterscheiden. Manchmal musst du dein Abitur oder zumindest dein Fachabi nachweisen können, manchmal ist aber auch schon ein Meistertitel deine Eintrittskarte in die Hörsäle. Ein Studiengang, der sich für dich besonders anbietet, ist das Ingenieursstudium Innenausbau, das du mit einem Bachelor of Engineering abschließt. Hier bringt man dir sowohl eine Menge technisches Know-how bei, als auch Betriebswirtschaftslehre und die wichtigsten Grundlagen des Baurechts. Als ausgebildeter Ingenieur mit deiner Berufserfahrung bist du im Anschluss der perfekte Kandidat für Führungspositionen im Baugewerbe.

Selbstständigkeit

Du bist am liebsten dein eigener Herr und träumst davon, irgendwann deine eigene Trockenbau- oder Stuckateurfirma zu gründen? Nach deiner Ausbildung kannst du langsam darauf hinarbeiten, deinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, übers Knie brechen solltest du die Selbstständigkeit aber nicht. Deinen Meistertitel solltest du auf jeden Fall zuerst machen, damit du auch deine eigenen Azubis anlernen darfst. Außerdem brauchst du einen Kundenstamm und einige Jahre Berufserfahrung, um Kontakte in die Branche zu sammeln und zu wissen, wie man die ganze Buchhaltung auf die Reihe bekommt. Erst wenn das alles in trockenen Tüchern ist, macht es Sinn, deine eigene Firma hochzuziehen.

Wusstest du schon, dass...
  • viele Trockenbaumonteure und Trockenbaumonteurinnen beidhändig arbeiten? Egal, ob du eigentlich Links- oder Rechtshänder bist, eine Bohrmaschine kannst du nach deiner Ausbildung mit beiden Händen benutzen.
  • du Mathe können solltest, wenn du Trockenbaumonteur werden möchtest? Es muss ja schließlich auch irgendjemand ausrechnen, wie viel Baumaterial für den Innenausbau gebraucht wird.
  • wir die Trockenbauweise den Amerikanern verdanken? In den 1960er Jahren fanden die heraus, dass Bauen ohne Mörtel und Putz viel schneller geht.
  • alle Baustoffe, die du in Deutschland kaufen und verwenden wirst, einer strengen Norm entsprechen müssen? Das Material muss zum Beispiel auf Feuerfestigkeit oder Chemikalien getestet worden sein.
  • in der Bauwirtschaft mittlerweile häufig moderne Laser eingesetzt werden, um Räume auszumessen und rechte Winkel zu bestimmen? Der Trend wird sich auch 2016 fortsetzen.

Bewerbung

Das Schreiben einer Bewerbung kann man sich tatsächlich ein bisschen so vorstellen wie die Arbeit eines Trockenbaumonteurs oder einer Trockenbaumonteurin. Denn auch hierfür brauchst du ein Fundament, auf dem du aufbauen kannst, außerdem noch Träger, die dem Ganzen einen Rahmen geben, und natürlich etwas, um die Lücken mit Inhalt zu füllen. Logisch, dass auch alles ineinanderpassen muss, damit das mit dem Ausbildungsplatz auch wirklich klappt. Du verstehst nur Bahnhof? Macht nichts. Denn wir sagen dir, was in deiner Bewerbungsmappe auf keinen Fall fehlen sollte, wenn du dich für die Ausbildung zum Trockenbaumonteur bewerben möchtest.

Gibt es Besonderheiten bei der Bewerbung zum Trockenbaumonteur?

Bevor du dich hinsetzt und dein Bewerbungsschreiben verfasst, musst du natürlich wissen, bei welchem Trockenbauunternehmen du dich bewerben möchtest. Und vor allem warum. Machen die Personen auf der Website einen netten Eindruck? Hast du im Netz gute Bewertungen gelesen und gesehen, dass noch Ausbildungsplätze frei sind, oder möchtest du deine Ausbildung in einem familiären Betrieb in Angriff nehmen? Warum auch immer du dich ausgerechnet für diese Firma entschieden hast: Schreib den Grund in ein paar knappen Sätzen in dein Anschreiben.

Und damit wären wir auch schon beim oben angesprochenen Fundament deiner Bewerbung. Das Anschreiben gehört dazu, genau wie ein Lebenslauf, deine Zeugnisse und manchmal auch ein Bewerbungsfoto. Das alles dient dazu, dem Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, zu verraten, wer du bist, was du kannst und was du in den letzten Jahren so gemacht und gelernt hast. Und – ganz wichtig – warum es eine Bereicherung wäre, dich im Team zu haben.

Der Rahmen ist der rote Faden, der deine Vorstellung miteinander verbindet. Wenn du zum Beispiel im Anschreiben hervorhebst, wie sportlich und teamfähig du bist, kannst du diese Aussage im Lebenslauf noch einmal untermauern. Und zwar indem du bei deinen Hobbies einträgst, dass du seit mehreren Jahren im Verein Fußball spielst. Das muss natürlich auch stimmen – in der Bewerbung zu schwindeln, um sich interessanter zu machen, gehört ganz weit oben auf die No-go-Liste. Deine Zeugnisse, die du am besten als beglaubigte Kopien beilegst, geben einen Eindruck, wie fit du zum Beispiel in Mathe bist.

Inhaltlich möchte dein zukünftiger Chef lesen, warum du glaubst, der perfekte Kandidat für den Job des Trockenbaumonteurs zu sein. In deinem Anschreiben kannst du super auf deine Vorerfahrungen eingehen. Warst du in der Schule der Beste im Werken? Hast du deinen Eltern tatkräftig dabei geholfen, euren Dachboden zu renovieren? Suchst du einen Job, bei dem du dich so richtig auspowern kannst? Das alles sind Infos, die in deiner Bewerbung ordentlich was hermachen. Mach dir also keine Gedanken, du könntest du wenig Berufserfahrung haben. Derjenige, der deine Unterlagen bekommt, weiß, dass du frisch aus der Schule kommst und ganz am Anfang deiner Karriere stehst. Da erwartet noch niemand ein Arbeitszeugnis von dir.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Das erste Casting hast du überstanden und sollst zum Recall vorbeikommen? Damit meinen wir natürlich das Vorstellungsgespräch, zu dem du eingeladen wirst, wenn deine schriftliche Bewerbung einen guten Eindruck gemacht hat. Man will dich also kennenlernen – dazu kann man durchaus gratulieren. Jetzt willst du natürlich auch persönlich einen guten Eindruck machen und stehst ratlos vor dem Kleiderschrank. Dabei ist die Wahl des richtigen Outfits gar nicht so schwer zu treffen. Weil du auf der Baustelle entweder in Arbeitskleidung oder in lockeren, sportlichen Sachen rumlaufen wirst, musst du im Bewerbungsgespräch nicht allzu dick auftragen. Lass den Anzug also in der Kiste und zieh ein paar feste Schuhe, eine dunkle Jeans und ein sauberes, einfarbiges Hemd an. Fertig!

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