Du willst eine Ausbildung machen, bei der du nicht nur Theorie lernst, sondern direkt im echten Arbeitsalltag dabei bist? Dann ist die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) genau das Richtige für dich. Hier kombinierst du nämlich Schule und Praxis von Anfang an. PiA gibt es in mehreren sozialen und pflegenahen Berufen – und du bekommst dafür sogar eine Vergütung.

Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) ist eine besondere Form der Ausbildung im Sozial- und Pflegebereich. Sie kombiniert Schule und Praxis von Anfang an, sodass du das, was du im Unterricht lernst, direkt im echten Arbeitsalltag anwenden kannst.
In vielen sozialen Berufen gibt es meist nur schulische Ausbildungen – das ist eine Ausbildungsform ohne Vergütung und ohne festen Praxisbetrieb. Die PiA schließt genau diese Lücke: Du hast mehr Praxis, einen festen Arbeitgeber und eine regelmäßige Ausbildungsvergütung. Damit macht die praxisintegrierte Ausbildung soziale Berufe für viele Leute attraktiver.
| PiA – praxisintegrierte Ausbildung | Schulische Ausbildung | Duale Ausbildung |
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Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) gibt es nicht nur in einem einzigen Beruf, sondern in mehreren sozialen und pflegenahen Berufen. Welche Berufe genau praxisintegriert angeboten werden, hängt oft vom Standort ab: Manche PiA-Ausbildungen sind bundesweit verbreitet, andere gibt es nur in bestimmten Bundesländern oder in speziellen Sonderformen oder ähnlich unter anderem Namen. Dadurch sieht das Angebot immer etwas unterschiedlich aus – die Grundidee bleibt aber immer gleich: Schule und Praxis sind eng miteinander verbunden.
Bundesweit:
In bestimmten Bundesländern:
Regionale Sonderformen/PiA-ähnlich:
| Region | Beruf |
| Bundesweit |
Erzieher Heilerziehungspfleger |
| NRW, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, teils Sachsen und Thüringen | Kinderpfleger / Sozialpädagogische Assistenz / Sozialassistenz |
| Bayern, Sachsen, Thüringen | Sozialpfleger / Sozialassistent mit Pflege-Schwerpunkt (oder ähnlich) |
| Baden-Württemberg, Bayern, teils Rheinland-Pfalz | Jugend- und Heimerzieher |
| NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern | Modelle in Familienpflege/Alltagsbegleitung |
| Bayern, NRW, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen | Pflegeassistenz-Modelle |
| NRW, Baden-Württemberg, teils Sachsen und Brandenburg | Sozialassistenz-Modelle |
Die praxisintegrierte Erzieherausbildung (PiA) ist die bekannteste und am weitesten verbreitete PiA-Form in Deutschland. Sie verbindet Unterricht an der Fachschule mit festen Praxistagen in der Kita oder anderen sozialpädagogischen Einrichtungen. Damit bist du schneller im Berufsalltag eingebunden, bekommst früh Verantwortung und arbeitest kontinuierlich mit einer festen Gruppe oder Einrichtung. Das verbessert nicht nur deine praktischen Fähigkeiten, sondern auch deine Chancen auf eine Übernahme, weil dich dein Träger über die gesamte Ausbildungszeit kennenlernt.
Bei der praxisintegrierten Ausbildung wechseln sich Schule und Praxiseinsätze regelmäßig ab. Du verbringst einen Teil der Woche an der Fachschule und den anderen Teil in deiner Einrichtung, zum Beispiel in einer Kita, Wohngruppe oder Behindertenhilfe. Durch diese feste Struktur kannst du neues Wissen direkt im Berufsalltag anwenden und wirst von Anfang an in ein Team eingebunden.
Theorie in Fachschule/Berufskolleg
An der Fachschule lernst du die fachlichen Grundlagen deines Berufs – zum Beispiel Kommunikation, Entwicklungs- und Sozialwissenschaften, Arbeitsmethoden, Gesundheitsthemen oder rechtliche Basics. Die Inhalte sind so aufgebaut, dass du sie direkt im Alltag anwenden kannst.
Praxis im Betrieb
In deiner Einrichtung arbeitest du von Anfang an aktiv mit, begleitest und unterstützt Menschen in ihrem Alltag und lernst Abläufe, Teams und Verantwortlichkeiten kennen. Dabei unterstützt dich eine feste Ansprechperson, und du übernimmst Schritt für Schritt mehr Aufgaben.
Teilzeit- und Sondermodelle
Neben der Vollzeit-PiA bieten einige Schulen auch PiA in Teilzeitmodellen an – ideal für Menschen mit Familie, Nebenjob oder anderen Verpflichtungen. Dabei wird die Stundenzahl reduziert und die Ausbildung entsprechend verlängert. Zusätzlich gibt es Sondermodelle, bei denen bestimmte Zielgruppen unterstützt werden, zum Beispiel Umschüler, Quereinsteiger oder Personen mit Berufserfahrung im sozialen oder pflegerischen Bereich.
Die praxisintegrierte Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Bei Teilzeit- oder Sondermodellen kann sich die Ausbildungszeit entsprechend verlängern, je nachdem wie viele Stunden pro Woche du absolvierst. Manche Schulen bieten außerdem individuelle Anpassungen an, wenn du bereits Vorwissen oder Berufserfahrung mitbringst.
| Vorteile | Nachteile |
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Die Voraussetzungen für die PiA hängen vom Beruf und vom Bundesland ab, folgen aber meist einem ähnlichen Muster.
🎓Schulische Voraussetzungen
📄 Praktische Vorerfahrung & persönliche Eignung
Je nach Ausbildung kann zusätzlich nötig sein:
🧠Persönliche Voraussetzungen
Die PiA passt besonders gut zu Menschen, die praxisnah lernen wollen und Freude daran haben, mit Menschen zu arbeiten. Wenn du motiviert bist, Verantwortung zu übernehmen, gerne im Team arbeitest und Theorie direkt im Alltag anwenden möchtest, ist die PiA eine gute Wahl. Sie eignet sich außerdem für alle, die sich eine Ausbildung mit Vergütung wünschen oder schon früh echte Einblicke in ihren zukünftigen Beruf bekommen möchten.
Du brauchst vor Ausbildungsstart einen Ausbildungsvertrag mit einer Einrichtung (z. B. Kita, Wohngruppe, Behindertenhilfe, Pflegeeinrichtung). Viele Schulen vergeben Plätze nur in Kombination mit einem Praxispartner.
Ja, in der praxisintegrierten Ausbildung erhältst du ein Ausbildungsgehalt. Anders als bei vielen schulischen Ausbildungen wirst du bei der PiA direkt von deiner Praxiseinrichtung angestellt und bekommst von Beginn an eine monatliche Vergütung.
Wie hoch das Gehalt genau ist, hängt vom Beruf, vom Träger, vom Tarifvertrag und vom Bundesland ab, liegt aber häufig in einem ähnlichen Bereich wie bei anderen sozialen oder pflegenahen Ausbildungsberufen. In den Berufsprofilen findest du jeweils genaue Angaben zum Gehalt.
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