Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst machen
Beamter/Beamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst

22 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss (Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 1158 Euro
2. Ausbildungsjahr 1158 Euro
3. Ausbildungsjahr 1158 Euro
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Ausbildung als
Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst

Klassische duale Berufsausbildung

Eine Ausbildung als Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst? Vielleicht ploppen jetzt erst mal ein paar Fragezeichen über deinem Kopf auf. Okay, das klingt wirklich ein wenig umständlich. Dahinter verbergen sich aber zahlreiche Jobs mit verantwortungsvollen Verwaltungs- und Sachbearbeitungsaufgaben bei Behörden wie dem Bundesnachrichtendienst oder dem Verfassungsschutz. Und keine Angst, hier musst du nicht nur Akten stapeln oder Formulare ausfüllen. Du übernimmst Führungs- und Leitungsaufgaben und landest obendrein auch noch in einem der sichersten Arbeitsverhältnisse Deutschlands. Wenn du wissen willst, was dich noch so alles bei der Ausbildung zum Beamten im nichttechnischen Dienst erwartet, dann solltest du unbedingt weiterlesen! 

Gehen wir den Beruf mal Begriff für Begriff ab: Zuerst einmal stehst du als Beamter in einem besonderen Dienstverhältnis zum Staat, dein Arbeitgeber ist immer eine Behörde der Bundesrepublik Deutschland oder eines einzelnen Bundeslandes. Das bringt einige Rechte, aber auch Pflichten mit sich. So kannst du zum Beispiel nicht gekündigt werden, gleichzeitig darfst du aber auch nicht an Streiks teilnehmen.

Beamte gibt es im einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Dein Schul- bzw. Universitätsabschluss entscheidet darüber, in welcher Laufbahngruppe du arbeiten darfst. Je höher die Gruppe, umso mehr Gehalt und mehr Verantwortung erwarten dich. Daneben wird unterschieden zwischen dem technischen und dem nichttechnischen Dienst. Während im technischen Dienst handwerklich-technische Aufgaben auf dich zukommen, wird man dich im nichttechnischen Dienst mit Sachbearbeitung und Verwaltung beauftragen.

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Das heißt aber natürlich nicht, dass du bei der Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst den ganzen Tag Akten sortierst und Formulare bearbeitest. Im gehobenen Dienst wirst du hauptsächlich verantwortungsvolle Aufgaben in der Amtsleitung und Personalführung übernehmen. Vor der Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst entscheidest du dich für eine von mehreren möglichen Laufbahnen. Zur Auswahl steht der Dienst bei unterschiedlichen Behörden wie dem Wetterdienst, dem Auswärtigen Amt, der Bundeswehr und vielen mehr. Du solltest dir aber sorgfältig überlegen, für welche Laufbahn du dich entscheidest, denn in der Regel wechselst du sie später nicht mehr.

Die Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst dauert drei Jahre. Wobei diese Zeit eigentlich nicht als Ausbildung, sondern als Vorbereitungsdienst bezeichnet wird. Du bist auch kein Azubi, sondern Anwärter. Die Hälfte der Vorbereitungszeit verbringst du mit dem Studium an den Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung. Einige Behörden haben auch eigene Schulen, zum Beispiel die Hochschule der Deutschen Bundesbank. Hier lernst du wichtige rechtliche und wirtschaftliche Bestimmungen oder die Grundlagen von Verwaltung, Archivierung und Personalführung. Je nach Amt stehen aber auch Themen wie deutsche Geschichte, Politik oder Informatik auf dem Stundenplan.

Wusstest du schon, dass...

  • …im öffentlichen Dienst nicht nur Beamte, sondern auch viele Angestellte arbeiten?
  • …als Beamter mehr von deinem Bruttogehalt übrigbleibt, weil du im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern nichts für die Sozialversicherung zahlen musst?
  • …deine auszubildende Behörde auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene tätig sein kann?
  • …es neben dem nichttechnischen auch einen technischen Dienst gibt?
  • …in Deutschland ungefähr 2 Millionen Beamte arbeiten?

Die restliche Zeit verbringst du vor Ort in der ausbildenden Behörde, lernst alle Abteilungen und Aufgaben kennen und setzt das Gelernte in die Tat um. Als Beamter beendest du deinen Vorbereitungsdienst mit einer Laufbahnprüfung, bei der Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst ist das die Bachelorprüfung. Nach erfolgreichem Vorbereitungsdienst bist du also nicht nur Beamter, erst mal auf Probe, später auf Lebenszeit, sondern hast auch noch einen Universitätsabschluss in der Tasche. Beim Landeskriminaldienst wäre das zum Beispiel der Bachelor of Arts, in der Rentenversicherung dagegen der Bachelor of Laws. Diplom-Titel werden nur noch selten verliehen. Außerdem hast du die Möglichkeit, auch noch den Master anzuhängen. Es gibt übrigens auch noch die sogenannten Laufbahnen besonderer Fachrichtung, z. B. im sozialen Bereich. Dort ist der Personalbedarf so gering, dass es keinen Vorbereitungsdienst und keine Laufbahnprüfung gibt.

Was du für die Ausbildung zum Beamten im gehobenen Dienst mitbringen solltest ist das Abitur oder die Fachhochschulreife mit guten Noten in Deutsch, Mathe und Englisch. Bei einigen Behörden wie dem Auswärtigen Amt werden außerdem Grundkenntnisse in einer weiteren Fremdsprache verlangt. Als angehender Beamter musst du außerdem Deutscher oder EU-Staatsbürger und körperlich fit sein. Vor jedem Vorbereitungsdienst musst du dich daher in einem Eignungstest beweisen.

Du solltest Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst werden, wenn...

  1. ...du der Bundesrepublik Deutschland dienen möchtest.
  2. ...dir berufliche Sicherheit wichtig ist.
  3. ...Verwaltungsaufgaben dir Spaß machen.

Du solltest auf keinen Fall Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst werden, wenn...

  1. ...Gehaltsverhandlungen für dich das Größte sind.
  2. ...du lieber handwerklich oder technisch arbeiten möchtest.
  3. ...Kreativität eine große Rolle in deinem Job spielen soll.

Das Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst-Quiz

Warum dürfen Beamte nicht streiken?



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