Duales Studium Hebammenkunde machen
Duales Studium Hebammenkunde

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss (Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer 3,5-4 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 700-950 Euro
2. Ausbildungsjahr 750-1000 Euro
3. Ausbildungsjahr 850-1100 Euro
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Duales Studium
Hebammenkunde

Duales Studium

„Herzlichen Glückwunsch – Sie sind schwanger!“ Mit diesen Worten beginnt für die meisten Frauen oder Paare ein völlig neuer Lebensabschnitt. Pure Freude trifft auf große Unsicherheit, reinste Glücksmomente auf schlaflose Nächte. Als Hebamme oder Entbindungspfleger, wie man männliche Hebammen nennt, begleitest du werdende Mütter und Familien durch die komplette Schwangerschaft, von ersten Vorbereitungskursen über die Geburt selbst bis hin zum Wochenbett. Doch dabei hältst du nicht nur Mamas Händchen, sondern berätst zu allen nun aufkommenden Fragen, betreust Geburten selbstständig und hast immer ein wachsames Auge auf den gesundheitlichen Zustand von Mutter und Kind. Wie du das alles meisterst, das lernst du im Dualen Studium Hebammenkunde. 

Nach dem Dualen Studium Hebammenkunde wirst du zu einer der engsten Vertrauten der werdenden Mutter. Hebammen beziehungsweise Entbindungspfleger sind nämlich längst nicht nur dafür da, bei einer Geburt die werdende Mutter zu unterstützen. In erster Linie passt du auf, dass Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt gesund bleiben. Dafür achtest du zum Beispiel darauf, dass es zu keinen negativen gesundheitlichen oder körperlichen Veränderungen kommt, misst den Blutdruck oder überwachst Wachstum und Größe des Ungeborenen.

Daneben spielt die Beratung eine große Rolle: Ob über mögliche Geburtenarten, den Umgang mit Säuglingen oder finanzielle Hilfe vom Staat – du stehst den werdenden Eltern bei allen Fragen rund ums Papa- und Mama-Werden zur Seite. Auch Geburtsvorbereitungskurse für Alleinerziehende oder Paare bietest du an.

Deine größte Herausforderung nach dem Dualen Studium Hebammenkunde wartet aber natürlich mit der Geburt auf dich. Du sorgst dafür, dass eine werdende Mutter sich zwischen den Wehen entspannt und richtig atmet, dokumentierst den Verlauf der gesamten Geburt und achtest darauf, dass alles ohne Komplikationen vonstattengeht. Weil es dem Baby dabei herzlich egal ist, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit es seinen großen Auftritt hat, bist du häufig auch in der Nacht oder am Wochenende im Einsatz. Ist das Kleine auf der Welt, überwachst du zum Beispiel die Gebärmutterrückbildung oder passt auf, dass eine Kaiserschnittnaht richtig verheilt.

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Um Hebamme oder Entbindungspfleger zu werden, kannst du auch eine Ausbildung machen. Das Duale Studium Hebammenkunde bringt aber einige Vorteile mit: So besteht es zum Beispiel zu gleichen Teilen aus Theorie und Praxis. Die Hälfte der Zeit lernst du an einer Hochschule wichtige Grundlagen über die praktische Geburtshilfe und setzt dich mit den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung auseinander. Daneben nimmst du dort aber auch an Praxisprojekten teil, zum Beispiel Rollenspiele oder Kommunikationstrainings. Die übrige Zeit verbringst du im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation in einem Krankenhaus, in hebammengeleiteten Praxen und Geburtshäusern oder auf Schwangerenstationen, wo du das Gelernte dann in die Tat umsetzt.


Wusstest du schon, dass...

  • …die Wahrscheinlichkeit, bei Vierlingen zwei eineiige Zwillingspärchen zu bekommen, bei 1:30 Millionen liegt? In der Universität Bonn kam es 2004 zu solch einer medizinischen Sensation.
  • …die Schwangerschaft bei Elefanten rund 22 Monate dauert? In dieser Zeit können Goldhamster schon ganze 2000 Nachkommen in die Welt setzen, denn die tragen einen Wurf nur 16 Tage lang aus.
  • …das schwerste Neugeborene aller Zeiten 10,2 Kilogramm wog? Es war ein Junge, der 1955 in Italien auf die Welt kam. Das leichteste Baby wurde 2004 in Chicago geboren und wog nur knapp 244 Gramm.
  • …in Fulda ein Frühchen auf die Welt kam, das gerade einmal 21 Wochen im Mutterleib geblieben war? Das Baby entwickelte sich anschließend aber völlig normal.
  • …eine Frau in Russland im 18. Jahrhundert 69 Kinder auf die Welt brachte,16 Zwillinge, sieben Drillinge und vier Vierlinge? Damit ist sie bis heute die Mutter mit den meisten Kindern.

Hast du das Duale Studium Hebammenkunde erfolgreich gemeistert, darfst du dich gleich über zwei Abschlüsse freuen: Die abgeschlossene Berufsausbildung und den Bachelor. So kannst du dich frei entscheiden, ob du dich anschließend als Hebamme selbstständig machst, ob du in einer Klinik oder einer anderen Einrichtung arbeiten möchtest oder ob du dich vielleicht lieber für eine wissenschaftliche Karriere entscheidest. Wie die aussehen könnte, erfährst du im Karrierebereich.

Um dich für das Duale Studium Hebammenkunde bewerben zu können, brauchst du zum einen das Abitur oder die Fachhochschulreife. Außerdem musst du einen Ausbildungsvertrag von einer Einrichtung vorweisen, die den ausbildenden Teil im Dualen Studium Hebammenkunde übernimmt, also eben Kliniken, Praxen oder Geburtshäuser. Daneben musst du ein mehrwöchiges Vorpraktikum absolvieren und darfst nicht an ansteckenden Krankheiten leiden, was du mit einem Gesundheitszeugnis nachweist. Hast du bereits eine Ausbildung als Hebamme oder Entbindungspfleger abgeschlossen, dann musst du nur noch den Hochschulteil absolvieren. Weil du ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu den angehenden Eltern hast und einer ihrer wichtigsten Ansprechpartner wirst, solltest du außerdem einen ganzen Haufen Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen. Du musst beraten, beruhigen und hin und wieder auch selbst für große Kinder Mama oder Papa spielen. Denn auch Erwachsene sind nur große Kinder und wenn sie Angst bekommen, müssen sie mindestens genauso beruhigt und besänftigt werden wie ein Neugeborenes. 

Du solltest Hebammenkunde studieren, wenn...

  1. ...du einfühlsam, verständnisvoll und verantwortungsbewusst bist.
  2. ...dich auch das größte Chaos nicht aus der Ruhe bringen kann.
  3. ...du nach der Ausbildung vielleicht in der Schwangerschaftsforschung arbeiten möchtest.

Du solltest auf keinen Fall Hebammenkunde studieren, wenn...

  1. ...du unter Stress schnell hektisch wirst.
  2. ...Babys für dich nur schreiende und kleckernde Nervensägen sind.
  3. ...du nachts und am Wochenende nicht aus den Federn kommst.

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