Fliesenleger/in Ausbildung Gehalt

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Gehalt & Verdienst Fliesenleger/in

„Handwerker sollten viel mehr verdienen“ – diesen Spruch hört man ja öfter. Immerhin haben sie auch einen echten Knochenjob. Den ganzen Tag schweres Material durch die Gegend tragen, gefährliche Bauten errichten, sich in schwindelerregende Höhen begeben oder auf Knien rumrutschen. Und das alles nur, damit wir ein Dach über dem Kopf haben, ein tolles Haus auf dem Grundstück stehen oder die Stadt eine tolle Infrastruktur zu bieten hat. Nur, was genau verdient ein Fliesenleger denn wirklich? 

Was verdient ein Fliesenleger während der Ausbildung?

Wenn du dich für eine Ausbildung zum Fliesenleger entscheidest, übst du einen handwerklichen Beruf aus. Du bist in einem Unternehmen des Innenausbaus tätig oder ferner in Handelsunternehmen für Fliesen und Baustoffe. Dein Verdienst in deiner Ausbildung, und auch danach, richtet sich nach tariflichen Vereinbarungen. Zusätzlich variiert dein Gehalt als Fliesenleger abhängig vom Arbeitgeber. Hast du beispielsweise einen Betrieb erwischt, der nicht tarifgebunden ist, so kannst du mit deinem Arbeitgeber einen möglichen Verdienst aushandeln. Nicht zuletzt hängt dein Gehalt aber auch vom Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

Bekommst du den Azubi-Mindestlohn gibt es im ersten Ausbildungsjahr 620 Euro brutto für dich. Das Gehalt steigt im zweiten jahr auf 732 und im dritten Ausbildungsjahr auf 837 Euro brutto im Monat. Im Baugewerbe fallen die Azubui-Gehälter aber oft deutlich höher aus – Stichwort Tarifvertrag. Es kann also auch sein, dass du im ersten Jahr 920 Euro, im zweiten 1.230 Euro und im letzten Jahr 1.495 Euro brutto bekomst. Aber Achtung: Hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

Was verdiene ich nach der Ausbildung?

Solltest du direkt nach deiner Ausbildung den Beruf als Fliesenleger ausüben wollen, so liegt dein Einstiegsgehalt bei mindestens 1.900 Euro brutto - in der Regel fällt es aber etwas höher aus. Im Laufe der Zeit hast du bereits soviel Berufserfahrung gesammelt, dass du auch mehr Gehalt verlangen kannst. Denn wie bei fast allen anderen Berufen auch, richtet sich dein Verdienst nach deiner Qualifikation und Erfahrung. Im Baugewerbe wird oft nach tarifvertrag bezahlt und da ist es üblich eine Bruttogrundvergütung pro Stunde anzugeben. Die liegt durchschnittlich bei knapp 22 Euro (Stand: 2022). Rechnet man das auf eine 40-Stunden-Woche hoch, ergibt das ein Bruttogehalt von knapp 3.500 Euro.

Goot to know: Aufgrund der tariflichen Vereinbarungen herrschen aber besonders regional gesehen erhebliche Unterschiede. So wird einem in den alten Bundesländern oft mehr Gehalt bezahlt als in den neuen. Nicht zuletzt spielen natürlich auch die Tätigkeitsfelder eine wichtige Rolle. Auch wenn man glaubt, dass Fliesenleger doch alle den gleichen Job machen, so stimmt das nicht immer ganz. Besonders dann nicht, wenn man in einem Handelsunternehmen arbeitet. 

 

Durchschnittsgehalt (brutto) - Fliesenleger/in

  • 1. Jahr:
    620–920 €
  • 2. Jahr:
    732–1.230 €
  • 3. Jahr:
    837–1.495 €
  • Einstiegsgehalt
    1900-2500 €

Gehaltsvergleich (brutto) - Fliesenleger/in

  • Fliesenleger/in
    1900 - 3500
  • Fliesenlegermeister
    3500 - 5000
  • Bauingenieur
    4000 - 8000
  • Stuckateur
    1900 - 2500

Du hast aber natürlich auch die Möglichkeit, dich weiterzubilden und somit dein Gehalt zu steigern. Machst du zum Beispiel noch deinen Meister und arbeitest als Meister mit Mitarbeiterführung kannst du je nach Betrieb und Region auf bis zu € 70.000 brutto jährlich kommen. Wichtig ist, sich vorab über die Zusammensetzung des Gehalts zu informieren, um gegebenenfalls mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Als Fliesenlegermeister kannst du über 5.000 Euro brutto im Monat verdienen.

Solltest du nach deiner Ausbildung noch ein Studium in Bauingenieurwesen absolvieren, so hast du die Chance auf bis zu 8.000 Euro brutto im Monat. Das ist definitiv ein Ansporn, nochmal ein paar Jahre in die Bücher zu schauen.