Hausmeister/in werden: Ausbildung & Gehalt

Hausmeister/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf – der Quereinstieg ist oft über handwerklich-technische Vorerfahrung möglich.

Hausmeister/in

In der Schule klemmt eine Tür, im Treppenhaus ist das Licht aus, draußen ist es im Winter gefährlich glatt – und irgendjemand sorgt dafür, dass alles schnell wieder läuft. Genau da kommst du als Hausmeister/in ins Spiel: Du hältst Gebäude und Gelände in Schuss, bist Ansprechperson für Probleme und organisierst Hilfe, wenn’s mal größer wird.

Hausmeister neue Bezeichnung: Wie heißt der Beruf heute?

„Hausmeister/in“ ist immer noch ein ganz normaler Begriff – in Stellenanzeigen tauchen aber oft modernere Jobtitel auf. Das liegt daran, dass viele Arbeitgeber den Job je nach Schwerpunkt anders benennen: mal eher praktisch, mal technischer, mal organisatorischer.

Alternative Bezeichnungen für Hausmeister

  • Hauswart/in oder Objektbetreuer/in: klingt „offizieller“, meint aber häufig denselben Allround-Job rund ums Gebäude.
  • Mitarbeiter/in Facility Service: meist ein breites Aufgabenpaket (kleine Reparaturen, Ordnung, Außenbereich, Koordination).
  • Technische/r Mitarbeiter/in (Gebäude/Objekt) oder Haustechniker/in: stärker technisch – oft mehr Fokus auf Anlagen, Wartung und Gebäudetechnik.
  • Facility Manager/in: eher Planen und Steuern (Dienstleister, Budgets, Prozesse) – weniger selbst reparieren, mehr organisieren.

Was macht ein Hausmeister?

Als Hausmeister sorgst du dafür, dass ein Gebäude funktioniert – und dass sich die Menschen dort sicher und wohl fühlen. Du bist meist die erste Anlaufstelle, wenn etwas kaputtgeht, nervt oder schnell gelöst werden muss.

Aber: Je nach Arbeitsplatz kann der Job natürlich stark variieren. Schule ist etwas ganz anderes als Wohnanlage oder Betrieb.

Typische Aufgaben als Hausmeister/ sind zum Beispiel:

  • Kleine Reparaturen & Checks: z. B. Tür klemmt, Licht fällt aus, irgendwas tropft. Du prüfst und reparierst kleinere Dinge.
  • Instandhaltung & Ordnung: Rundgänge, Zustand checken, kleinere Mängel beheben, Flure/Treppenhaus im Blick behalten.
  • Außenbereich & Saisonarbeit: Hof/Wege, Mülltonnenplatz, je nach Einsatzort auch Gartenpflege und Winterdienst (räumen/streuen).
  • Organisation & Kommunikation: Handwerker koordinieren, Schäden melden, Ansprechpartner/in sein (z. B. Schule, Wohnanlage, Betrieb).

Was darf ein Hausmeister nicht machen?

Faustregel: Viele kleine Arbeiten rund ums Gebäude sind okay – aber sobald es fachlich/sicherheitskritisch wird oder nach „richtigem Handwerk“ aussieht, ist es ein Fall für Profis.

Meistens okay (je nach Job & Einweisung)
  1. Rundgänge, Schließdienst, Zustand checken
  2. Außenpflege, Winterdienst
  3. Kleinkram: Leuchtmittel wechseln, kleine Einstellungen, einfache Montagen
  4. Kleine Ausbesserungen (im Rahmen)
Eher nicht (ohne passende Qualifikation/Fachbetrieb)
  1. Elektroarbeiten (mehr als „Birne wechseln“)
  2. Sanitär/Heizung (mehr als ganz einfache Kleinigkeiten)
  3. größere Bauarbeiten (Dach/Statik/Mauerwerk etc.)
  4. umfangreiche Renovierungen (wenn’s nicht mehr „klein“ ist)

Wie viele Stunden arbeitet ein Hausmeister?

Hausmeister arbeiten in Vollzeit oder Teilzeit – wie viele Stunden genau, hängt vom Arbeitgeber und Objekt ab. Häufig ist es tagsüber (oft eher früh), weil man viele Aufgaben erledigt, bevor viel Betrieb ist.

Je nach Einsatzort können noch Rufbereitschaft (wenn abends/wochenends etwas Dringendes passiert), Wochenend-/Feiertagsdienste oder Saisonarbeit (z. B. Winterdienst) dazukommen.

Hausmeister Ausbildung: Gibt es eine Ausbildung zum Hausmeister?

Viele suchen nach „Hausmeister Ausbildung“. Aber die kurze Wahrheit ist: Eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Hausmeister gibt es nicht. „Hausmeister/in“ ist eher eine Jobbezeichnung. Das heißt: Du lernst oft erst einen anderen Beruf (oder steigst als Quereinsteiger/in ein) und arbeitest später als Hausmeister.

Welche Ausbildung ist als Hausmeister/in sinnvoll?

Arbeitgeber suchen häufig Leute, die handwerklich oder technisch fit sind. Passende Ausbildungsberufe sind zum Beispiel:

Hausmeister ohne Ausbildung: Geht das?

Ja, Quereinstieg ist möglich. Dann zählen vor allem praktische Erfahrung (Praktikum, Nebenjob, Helfertätigkeiten, Projekte) und Zuverlässigkeit.

Was sollte man als Hausmeister/in können?

Du musst kein „Super-Handwerker“ sein. Aber du solltest praktisch denken, ruhig Probleme lösen können und zuverlässig sein.

Diese Voraussetzungen brauchst du wirklich als Hausmeister

  • 🛠️Handwerkliches Grundgeschick (Werkzeug nutzen, montieren, kleine Dinge reparieren)
  • 🔌Technisches Verständnis (Fehler erkennen, sinnvoll reagieren)
  • 📝Organisation (Prioritäten setzen, To-dos im Blick behalten)
  • 🦺Sicherheit & Verantwortung (vorsichtig arbeiten, Risiken ernst nehmen)
  • 💬Kommunikation (freundlich erklären, klar bleiben)
  • ➕️Pluspunkte: Führerschein (oft hilfreich), Erste-Hilfe-/Brandschutz-Basics

Wie viel verdient ein Hausmeister?

Das Gehalt als Hausmeister hängt stark davon ab, in welchem Objekt du arbeitest, wie technisch der Job ist und in welcher Region du bist.

Gehalt als Hausmeister

Grobe Orientierung (Vollzeit): häufig etwa 2.500–3.000 € brutto pro Monat (je nach Arbeitgeber/Region auch darunter oder darüber).

Häufig gestellte Fragen zur Hausmeister-Ausbildung