Kaufleute im Verkehrsservice sind überall zur Stelle – ob als Ansprechpartner an Bahnhöfen, im Fahrkartenverkauf und Infocenter oder als Aufsicht in Bus, Bahn und Zug. Ebenso sind sie hinter den Kulissen tätig – im Bereich Marketing beispielsweise organisieren und planen sie Werbemaßnahmen, in der Sachbearbeitung nehmen sie Beschwerden und Kundenanfragen entgegen oder nehmen Marktanalysen vor. Langweilig wird es während der Ausbildung zum Kaufmann im Verkehrsservice also ganz bestimmt nicht.
Info: Ab August 2026 heißt dieser Beruf Kauffrau bzw. Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice.
Kaufleute für Verkehrsservice übernehmen Service- und Sicherheitsdienstleistungen im Personenverkehr. Das bedeutet: Sie erteilen Auskünfte rund um die Reiseplanung, sie verkaufen und kontrollieren Fahrkarten und sorgen für die Sicherheit von Fahrgästen an Bahnhöfen und Haltestellen.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt – also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Im Betrieb: Du lernst vor allem den Umgang mit Fahrgästen – zum Beispiel informieren, beraten, Tickets verkaufen oder Fahrkarten kontrollieren.
Weitere Themen: Reklamationen bearbeiten, Materialien einkaufen oder bei Marketingmaßnahmen unterstützen.
Sicherheit und Service: Ein wichtiger Teil ist außerdem die Sicherheit der Fahrgäste, etwa durch Kontrollgänge oder das Bedienen technischer Anlagen wie Videoüberwachung oder Brandschutzsysteme.
Digitale Systeme: Während der Ausbildung lernst du auch den Umgang mit E-Ticketing, mobilen Geräten oder Mobilitätsplattformen.
Info: Früher wurde die Ausbildung zum Kaufmann im Verkehrsservice wird mit zwei verschiedenen Schwerpunkten angeboten. Diese Wahlmöglichkeit fällt ab 2026 aber weg. Die Ausbildung wurde nämlich modernisiert, um sie an aktuelle Anforderungen wie Digitalisierung und multimodale Mobilität anzupassen. Künftig stehen unter anderem Beratungskompetenz, digitale Fähigkeiten, Fremdsprachen und Konfliktlösung stärker im Fokus. Außerdem wurde die „Gestreckte Abschlussprüfung“ eingeführt. Und: Der Name ändert sich in Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice bzw. Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice.
Multimodalität im Verkehr bedeutet, dass für eine Strecke mehrere Verkehrsmittel kombiniert werden. Beispiel: Eine Person fährt mit dem Fahrrad zum Bahnhof, nimmt dann den Zug und nutzt am Zielort noch Bus oder Carsharing.
Für Kaufleute im Verkehrsservice heißt das: Sie beraten Kund:innen dabei, verschiedene Verkehrsmittel sinnvoll zu kombinieren und passende Angebote für die gesamte Reisekette zu finden
Welche Eigenschaften du brauchst, um eine Ausbildung zum Kaufmann im Verkehrsservice zu machen, liegt auf der Hand. Es sollte dir Spaß machen, mit Menschen zusammen zu sein. Da es an Bahnhöfen oft mal stressig zugeht, solltest du sehr gute Nerven haben, denn fällt ein Bus oder Zug aus, wirst du unter Zeitdruck alternative Routen planen oder den Kunden Rede und Antwort stehen. Bist du im Bereich Sicherheit und Service, solltest du zudem ein Händchen für Technik und keine Scheu haben, den Schraubenschlüssel in die Hand zu nehmen. Der Großteil der Kaufleute im Verkehrsservice hat einen mittleren Schulabschluss, aber auch mit Abitur oder Hauptschulabschluss bist du willkommen. Wichtig ist es nur, dass du dich gut ausdrücken kannst und dich auch nicht davor scheust, Englisch zu sprechen, denn natürlich werden auch Touristen deine Hilfe brauchen. Ebenso werden dir gute Mathe- und Computerkenntnisse den Arbeitsalltag erleichtern.
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