Bei der Frage nach deinem Berufswunsch würdest du am liebsten „irgendwas mit Medien“ sagen, doch ein Studium kommt für dich nicht in Frage. Du kannst dir auch nicht wirklich vorstellen, den ganzen Tag im Büro zu sitzen und immer nur auf das gleiche Bild auf deinem Monitor zu starren. Dann wirf doch stattdessen mal einen Blick auf die Ausbildung als Medientechnologe Siebdruck! Hier bist du nicht nur mitten drin im Mediengeschehen, du bist sogar handwerklich aktiv und darfst jeden Tag neue, vielseitige Kundenwünsche umsetzen.
Medientechnologen Siebdruck sind auf das Bedrucken unterschiedlichster Materialien und Oberflächen spezialisiert, die über das klassische Papier hinausgehen. Sie bereiten die erforderlichen Druckformen eigenständig vor, indem er Siebe beschichten, Motive präzise belichten und die fertigen Formen in die Anlagen einrichten.
Dabei beherrschen Medientechnologen Siebdruck sowohl manuelle Vorrichtungen als auch vollautomatische Druckstraßen und wählen für jeden Untergrund – ob Textil, Glas, Metall oder Kunststoff – die passende Spezialfarbe sowie das optimale Bindemittel aus. Während des gesamten Produktionsprozesses überwacht man in diesem Job die Farbschichtdicke sowie die Passgenauigkeit und sorgt durch ständige Qualitätskontrollen für ein langlebiges und hochwertiges Druckergebnis.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Im ersten Ausbildungsjahr lernst du vor allem den Umgang mit den Kunden. Du berätst sie bezüglich ihrer Wünsche und guckst, was davon umsetzbar ist und was nicht. Am Computer bereitest du Daten wie Texte, Bilder und Grafiken vor, um am Ende auch das perfekte Ergebnis zu erzielen. Und natürlich lernst du die einzelnen Maschinen und Verfahren besser kennen, denn schließlich sollst du ja auch ganz eigenständig daran arbeiten.
Die Spezialisierung, richtet sich die sich nach dem jeweiligen Leistungsspektrum des Betriebes. Dabei stehen besonders diese Schwerpunkte im Fokus:
Rollen- und Bogensiebdruck: Fokus auf die Verarbeitung von Endlosmaterialien oder Einzelbögen.
Körpersiebdruck: Spezialisierung auf das Bedrucken dreidimensionaler Objekte und geformter Bauteile.
Technischer Siebdruck: Anwendung in der industriellen Fertigung, etwa für Skalen oder Leiterplatten.
Textilsiebdruck: Veredelung von Bekleidung und großflächigen Stoffbahnen.
Keramik- und Glassiebdruck: Dekoration und funktionale Beschichtung von Glasoberflächen oder keramischen Erzeugnissen.
Info: Um dich fachlich möglichst breit aufzustellen, kannst du dich zwischen verschiedenen Wahlqualifikationen entscheiden. Eine davon ist der Digitaldruck, den du vor allem für großformatige Beschriftungen von Gebäuden oder Fahrzeugen brauchst. Beim sogenannten Tampondruck lernst du, vor allem dreidimensionale Gegenständen wie Deko-Gegenstände, Kugelschreiber oder Tassen zu bedrucken.
Wenn du dir gut Dinge merken kannst und dein Hirn nicht einem Sieb gleicht, dann könnte die Ausbildung als Medientechnologe Siebdruck genau das Richtige für dich sein. Neben einem Hauptschulabschluss solltest du dich natürlich unbedingt für handwerkliche Tätigkeiten interessieren. Gute Noten in Mathematik können nicht schaden, da du zum Beispiel Flächen, Gewichte oder Maße berechnen musst.
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