Ausbildung zum/zur Mikrotechnologe/-technologin

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Empf. Schulabschluss:
(Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 830-930 Euro
2. Jahr: 910-980 Euro
3. Jahr: 970-1060 Euro

Mikrotechnologe/-technologin

Zunächst einmal ätzt du Löcher und Rillen in die feinen Scheiben und bringst im Anschluss die Metallkontakte an. Danach zerstäubst du die Ionen (das nennt man auch Sputtern) von Festkörpern wie Gold und Chrom und trägst damit Schichten auf das runde Metallplättchen auf. Dann lackierst du sie mit Fotolack und führst chemische Reaktionen durch. Damit die Mikrochips nicht rosten, wenn sie einmal feucht werden, beschichtest du die Materialoberfläche.

Bevor du dich jedoch an die Arbeit machen kannst, musst du stets für einen sauberen Arbeitsplatz sorgen. Schon der kleinste Schmutzpartikel oder das winzigste Staubkörnchen können die Chips beschädigen und damit unbrauchbar machen. Die Herstellung und Einsetzung der Chips erfolgt also in einem staubfreien Raum. Wie du dir vorstellen kannst, ist es nicht besonders einfach, die Luft staubfrei zu halten. Deshalb musst du Schutzkleidung tragen und alle Hygienevorschriften beachten.

Wusstest du schon, dass...

  • es sich bei „Tempern“ um die Wärmebehandlung eines Werkstoffes in einem speziellen Ofen handelt?
  • „Bonden“ ein Verfahren zur Herstellung elektrischer Präzisionsverbindungen in der Mikroelektronik durch hauchdünne Drähtchen ist?
  • „Epitaxie“ ein Verfahren der Halbleitertechnik ist? Auf einem Nährboden wachsen dabei dünne kristalline (epitaktische) Schichten in geordneter Form auf und bilden so die Grundlage für Bauelemente.
  • ASIC die Abkürzung für Application-Specific Integrated Circuit, d.h. anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis, ist?
  • ein Reinraum ein Raum für die schmutz- und staubfreie Herstellung von mikroelektronischen Geräten und Bauteilen ist?

In den Reinräumen wird sehr präzise und hochkonzentriert gearbeitet. Da du teilweise auch mit Chips arbeitest oder sie einsetzen musst, die kleiner als Staubkörner selbst sind, sind enorme Fingerfertigkeit und Adleraugen auf jeden Fall nötig.  Zumindest das Problem mit den schlechten Augen, ist bei Nichtvorhandensein durch eine Sehhilfe zu lösen. Wenn du jedoch schnell die Geduld verlierst und nicht gerne „friemelst“, ist die Ausbildung wahrscheinlich eher ungeeignet. Neben einer guten Sehstärke solltest du auch solide Englischkenntnisse mitbringen. Da du die Chips nicht nur für Deutschland herstellen wirst, sondern auch für Handys, Autos und Tablets auf der ganzen Welt, gibt es viele Montagepläne und Handbücher nicht auf Deutsch. Damit du hier nicht nur Bahnhof verstehst, sondern weißt, welche Arbeitsschritte aufeinander folgen, wie der Zeitaufwand sein wird und welche Geräte benötigt werden, ist die Fremdsprachenbeherrschung ein wichtiger Punkt.

Wie du siehst, steckt hinter dem Funktionieren von den größten Gegenständen wie Autos oft immer kleinste Technik. Du kannst zum Motor vieler elektronischer Geräte werden und bist immer ganz vorne mit dabei, wenn es um Innovationen geht. Der kleinste Mikrochip der Welt? Du hast ihn gesehen! Die neue Speicherkarte, auf der unendlich viel Musik und Fotos passen? Du hast sie hergestellt. Wenn du also technisches Geschick besitzt und keine Scheu davor hast, neue Wege zu gehen, dann liegst du mit einer Ausbildung als Mikrotechnologe genau richtig!


Du solltest Mikrotechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. du mit den Händen sehr geschickt bist.
  2. du gute technische Grundkenntnisse hast.
  3. du gerne planst und organisierst.
Du solltest auf keinen Fall Mikrotechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. du chaotisch bist.
  2. dir egal ist, wie Dinge funktionieren, Hauptsache sie funktionieren.
  3. du Probleme mit logischem Denken hast.
Das Mikrotechnologe/-technologin-Quiz
Frage / 3

Was ist Sputtern?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, Sputtern ist eine Methode zur Zerstäubung von Festkörpern im Hochvakuum.
Richtig! Sputtern ist eine Methode zur Zerstäubung von Festkörpern im Hochvakuum.

Was ist Wafer?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Wafer ist ein kreisrundes Mikroplättchen, meist aus Siliziumeinkristall. Es ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Mikrochips.
Richtig! Wafer ist ein kreisrundes Mikroplättchen, meist aus Siliziumeinkristall. Es ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Mikrochips.

Was tut man, wenn man häust?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Häusen ist der Fachausdruck für das Einbringen von fertig gestellten Mikrobauelementen und -systemen, z.B. Chips, in eine Schutzhülle (Gehäuse).
Richtig! Häusen ist der Fachausdruck für das Einbringen von fertig gestellten Mikrobauelementen und -systemen, z.B. Chips, in eine Schutzhülle (Gehäuse).
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Dieses Profil wurde von Alexandra geschrieben
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