Ausbildung zum Zweiradmechaniker machen
Zweiradmechaniker/in

3 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 300-710 Euro
2. Ausbildungsjahr 350-760 Euro
3. Ausbildungsjahr 420-820 Euro
4. Ausbildungsjahr 470-880 Euro
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Ausbildung zum
Zweiradmechaniker

Klassische duale Berufsausbildung

Wer erinnert sich nicht daran, wie aufregend die ersten Versuche gewesen sind, Fahrrad zu fahren? Das Gewackel ohne Stützräder, die Stürze, weil man das Gleichgewicht noch nicht halten konnte. Dann hat es irgendwann geklappt, und man fühlte sich wie der König der Welt auf zwei Rädern. Dir erging es genauso und es verging seitdem kein Tag, an dem du dich nicht mit deinen zwei Rädern beschäftigt hast? Du hast es dir genau angesehen und kennst jede Schraube auswendig? Später haben dich dann auch die Mofas, Mopeds und dicken Motorräder von der Lenkstange bis zum Auspuff fasziniert? Vielleicht solltest du dann über eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker nachdenken. Als solcher machst du dein Hobby zum Beruf und baust je nach Ausrichtung Fahrräder zusammen, reparierst und pflegst sie für andere, oder beschäftigst dich mit Motorrädern und berätst andere bei ihrer Kaufentscheidung.

Für eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker wirst du in der Regel mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen müssen. Darüber hinausgehende Qualifikationen sind soweit nicht notwendig, jedoch solltest du zeigen können, dass du in den Fächern Mathe, Physik und Technik nicht der Schlechteste bist. Gerade Ersteres wird häufig beim Übersetzen von Winkeln und Messen von Größen eine wichtige Rolle spielen. Wenn alles passt, startest du in eine duale Ausbildung mit der Dauer von dreieinhalb Jahren. Dabei wirst du unter der Woche entweder abwechselnd  im Ausbildungsbetrieb und in die Berufsschule gehen, oder jeweils geblockt ein paar Wochen die Berufsschule besuchen und den überwiegenden Teil deiner Ausbildungszeit im Betrieb arbeiten.

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Im Betrieb wirst du den Aufbau eines Zweirads von der ersten bis zur letzten Schraube kennenlernen, Reparaturen durchführen und erfahren, wie man Kunden im Verkaufsraum betreut und Verkäufe durchführt. Außerdem bringt man dir bei, wie die Kontrolle und Dokumentation der Verkehrs- und Betriebssicherheit von Fahrzeugen funktioniert. Da deine Produkte im Straßenverkehr eingesetzt werden, sollte dir die Verantwortung natürlich bewusst sein. Es wird erwartet, dass du konzentriert und präzise arbeitest, wenn du Bremsen montierst und Reifen einhängst.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …man das Fahrradfahren nicht verlernt, weil es eine so einfache sich wiederholende Bewegung für unseren Körper darstellt, dass diese im Langzeitgedächtnis vor dem Vergessen geschützt wird? Das bedeutet jedoch nicht, dass man nicht unsicher fahren wird, wenn man es schon länger nicht mehr getan hat. ;-)
  • …der Zweiradmechaniker bis 1989 der „Mechaniker (Nähmaschinen- und Zweirädermechaniker)“ gewesen ist? Das liegt daran, dass die Zweiradindustrie aus Nähmaschinenfabriken entstand.
  • …in Deutschland rund 67 Millionen Personen mit einem Fahrrad ausgestattet sind?
  • …du für die optimale Fahrradgröße nicht nur deine Körpergröße, sondern auch die Länge deines Hoseninnensaums und deines Schritts relevant sind?
  • …es auch Motorradsport im Winter gibt? Eisspeedway ist ein Wettrennen, dass vor allem in Russland sehr beliebt ist.

Während du in den ersten beiden Ausbildungsjahren allgemeine Lerneinheiten und Inhalte zu Zweirädern vermittelt bekommst, wird es spätestens im dritten Lehrjahr spannend: Denn dann spezialisierst du dich auf motorisierte oder nicht-motorisierte Zweiräder. Hier unterscheiden sich dann natürlich die Ausbildungsinhalte erheblich: Während der Zweiradmechaniker für motorisierte Fahrzeuge sich ebenfalls mit der Elektronik und der Motorentechnik seiner Gefährte auseinandersetzen muss, lernt der auszubildende Zweiradmechaniker für nicht-motorisierte Zweiräder natürlich ganz andere technische Aspekte kennen. In beiden Fällen wird auch die entsprechende Präsentation und Bewerbung der Produkte vermittelt, so dass du nicht nur die richtigen Schrauben an deinen Fahrzeugen festschrauben, sondern diese auch ansprechend deinen Kunden vorzeigen kannst.

Die Ausbildung zum Zweiradmechaniker findet entweder in der Industrie oder im Handwerk statt. Danach hast du die Möglichkeit dich noch weiterzubilden, um deine Kenntnisse in der Mechanik zu erweitern, vielseitiger eingesetzt werden zu können und letztlich auch, um später mehr Geld in der Tasche zu haben. Dies bietet sich allein deswegen auch an, weil auszubildende Zweiradmechaniker leider eher unterdurchschnittlich bezahlt werden. Aber das kann man ändern: Besuche doch nach einigen Jahren im Betrieb einen Meisterkurs mit anschließender Prüfung. Dadurch wirst du in die Lage versetzt, selbst Verantwortung für Mitarbeiter zu übernehmen oder auszubilden. Eine Fortbildung zum Techniker oder zum Fach- oder Betriebswirt ist auch möglich. Hier stehen dir, wie in allen technischen Berufen, sehr viele und gute Möglichkeiten zur Auswahl, um deiner Ausbildung zum Zweiradmechaniker noch eine Krone aufzusetzen.

Du solltest Zweiradmechaniker werden, wenn...

  1. ...dir vier Räder zwei zuviel sind.
  2. ...Leute mit ihren Technikfragen zu dir kommen.
  3. ...du gerne bastelst und handwerkliche Aufgaben erledigst.

Du solltest auf keinen Fall Zweiradmechaniker werden, wenn...

  1. ...du dir nicht gerne die Hände schmutzig machst.
  2. ...die Sicherheit anderer dir nicht am Herzen liegt.
  3. ...du grundsätzlich nur zu Fuß oder mit dem ÖPNV unterwegs bist.

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