Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Beamter/Beamtin Abschiebungshaftvollzug (mittlerer Dienst)

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Beamter/Beamtin Abschiebungshaftvollzug (mittlerer Dienst)
Grafik: Ausbildung Beamter/Beamtin Abschiebungshaftvollzug (mittlerer Dienst)

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer2 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst

Allgemeine Infos

Das Wichtigste zur Ausbildung als Beamter im Abschiebungshaftvollzug auf einen Blick:

  • Die Ausbildung qualifiziert dich für eine Beamtenlaufbahn im Abschiebungshaftvollzug. Du kümmerst dich also um ausreisepflichtige Personen in Abschiebungshaft- und Ausreisegewahrsamseinrichtungen.
  • Wichtige Skills: einfühlsam und durchsetzungsstark, sowie interkulturelle und soziale Kompetenzen
  • Voraussetzung: psychische und körperliche Eignung, um die Herausforderungen des Abschiebungshaftvollzugsdienstes zu meistern
  • Du findest einen Job in: Abschiebungshaft- und Justizvollzugsanstalten und in Ausreisegewahrsamseinrichtungen
Bild aus dem Text zu Beamter/Beamtin Abschiebungshaftvollzug (mittlerer Dienst)

Was macht ein Beamter im Abschiebungshaftvollzug?

Wenn die Aufenthaltsgenehmigung einer Person ausläuft oder sie gar keine bekommt, dann ist es manchmal erforderlich, sie in eine Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige zu bringen, um sie von dort aus sicher in ihr Herkunftsland zurückzuführen. Das kann zum Beispiel durch einen richterlichen Beschluss erlassen werden, wenn die Person nicht freiwillig ausreisen will, Fluchtgefahr besteht oder diese straffällig geworden ist.

  • Allgemeine Aufgaben: Als Beamter im Abschiebungshaftvollzug bist du für die Betreuung, Beaufsichtigung und Versorgung von ausreisepflichtigen Ausländern und Ausländerinnen zuständig. Darüber hinaus kannst du im Werkdienst oder im Sanitätsdienst tätig sein.
  • Verwaltungsaufgaben: Deine Aufgabe ist es dann, die Ausreisepflichtigen Personen in der Einrichtung aufzunehmen und später wieder zu entlassen. Dazu gehören natürlich auch einige Schreib- und Verwaltungsarbeiten. Papiere müssen geprüft, persönlicher Besitz der Insassen verwaltet und Akten und Formulare ausgefüllt werden.
  • Psychologische Aufgaben: Nicht selten leistest du auch psychologische Arbeit, wenn du bei persönlichen Angelegenheiten oder Problemen helfen musst. Vor dem Hintergrund von Traumata durch Flucht und Migration ist ein angemessener Umgang sehr wichtig. Auch interkulturellen Aspekten muss Rechnung getragen werden.
  • Sicherungs- und Überwachungsaufgaben: Du musst Haftzellen, Gemeinschaftsräume, Häftlinge und Arbeitsstätten kontrollieren, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.
  • Versorgungsaufgaben: Zusätzlich bist du für die Versorgung mit Essen, Kleidung und sonstigen Gebrauchsgegenständen zuständig. Auch bei Freizeitangebote werden die Insassen von dir begleitet.

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Betreuung, Beaufsichtigung und Versorgung von Ausreisepflichtigen
  • Schreib- und Verwaltungsarbeiten
  • Psychologische Betreuung bei persönlichen Problemen
  • Sicherungs- und Überwachungsaufgaben für einen sicheren Ablauf
  • Versorgung mit Essen, Kleidung und Gebrauchsgegenständen

Was bedeutet Werkdienst und Sanitätsdienst?

Beamte im mittleren Abschiebungshaftvollzugsdienst haben die Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufen aus- und weiterzubilden. Sie können im Werkdienst oder auch im Sanitätsdienst tätig sein. Du kannst diese Tätigkeiten ebenfalls ausüben, wenn du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der Bereiche hast.

Werkdienst: Im Werkdienst bist du dafür zuständig, die ausländischen Häftlinge zur Aus- und Weiterbildung anzuleiten und ihr Verhalten und ihre Arbeitsleistung zu beurteilen. Sie sollen Berufe und Tätigkeiten erlernen, um nach Ende ihres Aufenthalts einer geregelten Arbeit in ihrem Herkunftsland nachgehen zu können. In Abschiebungshaftvollzugsanstalten gibt es daher nicht selten Schreinereien, Bäckereien oder landwirtschaftliche Betriebe, in denen alles Notwendige gelernt werden kann. Dazu brauchst du aber eine entsprechende Berufsausbildung in dem jeweiligen Tätigkeitsbereich. Du trägst dann nämlich die Verantwortung für Arbeitsgeräte und Werkstoffe sowie für die Sicherheit der Anstalt und der Häftlinge.

Sanitätsdienst: Im Sanitätsdienst arbeitest du in Vollzugskrankenhäusern oder auf Krankenstationen der Vollzugsanstalten, um dort die kranken Häftlinge zu pflegen und zu betreuen. Zusätzlich unterstützt du die Anstaltsärzte bei der Versorgung. Das geht allerdings nur, wenn du eine Berufsausbildung als Pflegefachfrau oder -fachmann hinter dir hast.

Was ist der Unterschied zwischen Abschiebungshaftvollzug und Justizvollzug?

Im Justizvollzug sind die Justizvollzugsbeamten dafür zuständig, Häftlinge zu beaufsichtigen und zu betreuen. Es handelt sich in der Regel um Straftäter. Zusätzlich bieten sie ihnen Unterstützung, um nach dem Strafvollzug wieder ein normales und geordnetes Leben führen zu können. In den Abschiebungshaft- und Ausreisegewahrsamseinrichtungen werden in der Regel keine straffälligen Menschen betreut. Die ausreisepflichtigen Personen werden mangels Aufenthaltserlaubnis in ihre jeweiligen Herkunftsstaaten zurückgeführt. Dabei werden sie von den Abschiebungshaftvollzugsbeamten begleitet und betreut.

Welche regionalen Unterschiede gibt es in der Berufsbezeichnung?

Wir bei vielen Beamtenberufen gibt es auch hier regionale Unterschiede in der Berufsbezeichnung bzw. in den Laufbahngruppen. Die Ausbildung, die Berufsbezeichnung und der Abschluss sind jeweils vom Bundesland geregelt. Zusätzlich legt jedes Bundesland selbst fest, ob die Laufbahn als Ausbildung angeboten wird. Du wirst außerdem in Laufbahngruppen und Einstiegsämter bzw. Einstiegsebenen eingeteilt. In der Regel ist von einem Beamten im Abschiebehaftvollzug im mittleren Dienst die Rede.

In Baden-Württemberg beispielsweise, bezeichnet man die Beamten als Abschiebungshaftvollzugswirte. Es gibt auch die Bezeichnung Beamtin im Vollzugsdienst in Abschiebungshaft- und Ausreisegewahrsamseinrichtungen. Deine Amts- bzw. Dienstbezeichnung im Eingangs- bzw. Einstiegsamt könnte zum Beispiel Regierungsobersekretär, Vollzugsobersekretär oder Vollzugshauptsekretär lauten. Wenn du mehr dazu erfahren willst, kannst du alle Details in unserem Ratgeber zu Beamtenausbildungen nachlesen.

Wo kann ich als Beamter im Abschiebungshaftvollzug arbeiten?

Du arbeitest als Abschiebungshaftvollzugsbeamter meist in Abschiebungshaft- und Justizvollzugsanstalten. Du bewegst dich hauptsächlich in Haft- und Gemeinschaftsräumen sowie in Büroräumen, um dort den Papierkram zu erledigen. Je nach Ausbildung wird im Sanitätsdienst auch auf Krankenstationen gearbeitet und im Werkdienst in Betrieben und Werkstätten.

Wie sind die Arbeitszeiten als Beamter im Abschiebungshaftvollzug?

Deine Arbeitszeiten können sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel arbeitest du im Schichtdienst und du musst auch mal am Wochenende und an Feiertagen arbeiten.

Was muss ich für ein Typ sein, um Beamter im Abschiebungshaftvollzug zu werden?

  • Menschenkenner: Du kannst andere gut einschätzen und bist durchsetzungsfähig. Das hilft dir dabei, die Probleme der Häftlinge zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Du solltest mit Problemen und Auseinandersetzungen umgehen können vor dem Hintergrund von kulturellen, religiösen, ethnischen und sozialen Zusammenhängen.
  • Helfer: Du bist sehr empathisch und kannst dich gut in die Situation und Gefühlswelt von anderen Menschen hineinversetzen. Du wirst nämlich öfters mit den psychischen Belastungssituationen der ausreisepflichtigen Ausländer konfrontiert und musst Gegebenheiten wir Flucht, Migration und Traumatisierung immer im Hinterkopf haben.
  • Sportler: Du solltest in deinem Job unbedingt körperlich fit und belastbar sein. Die individuelle Situation der Menschen birgt viel Konfliktpotenzial, sodass du dein Durchsetzungs- und Deeskalationsvermögen auch körperlich unter Beweis stellen musst.

Wie läuft die Ausbildung als Beamter im Abschiebungshaftvollzug ab?

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und mit dem Beginn bist du im Beamtenverhältnis auf Widerruf angestellt. Du absolvierst also den sogenannten Vorbereitungsdienst, der je nach Bundesland anders geregelt ist und mit einer Laufbahnprüfung abgeschlossen wird. Der theoretische Teil deiner Ausbildung findet in der Regel an Justizvollzugsschulen statt und die Praxis lernst du in Abschiebungshaft- und Justizvollzugsanstalten, insbesondere im Gewahrsamsvollzug. Hast du eine passende Vorbildung, die für die Beamtenlaufbahn nützlich ist, dann kannst du die Ausbildung unter Umständen sogar verkürzen.

Was lernt ein Beamter im Abschiebungshaftvollzug in der Berufsschule?

Der theoretische Unterricht findet an Justizvollzugsschulen des jeweiligen Bundeslandes statt. Die gibt es in NRW zum Beispiel in Wuppertal und Hamm. Die Theorie kann aber auch in Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige gelernt werden, das geht beispielsweise in Büren bei der Bezirksregierung Detmold. Meist dauern die Unterrichtsblöcke drei Monate, in denen du auf dem Gelände der Schule oder der Einrichtung untergebracht und verpflegt wirst. Du befasst dich mit Themen wie Deeskalation, Sicherheit und Ordnung. Wichtig ist aber auch die die Vermittlung von pädagogischen und psychologischen Inhalten sowie vollzugsrechtliche und ausländerrechtliche Regelungen. Zusätzlich belegst du Sportkurse, um körperlich fit zu sein. In der Regel gibt es auch Fremdsprachenunterricht.

Die Theorie im Überblick (Auswahl):

  • Vollzugspraxis und Vollzugsverwaltungskunde
  • Aufenthalts-, Asyl-, Abschiebungshaftvollzugs-, Beamten-, Staats-, Strafprozess-, Verfassungs- und Vollzugsverwaltungsrecht
  • Dokumentation und Berichtswesen
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Staats- und Gesellschaftslehre
  • (Vollzugs-)Psychologie und Kriminologie
  • Gewaltprävention und Deeskalationstechniken
  • Eingriffs- und Sicherungstechniken und Waffenkunde
  • Sport und Erste Hilfe
  • Fremdsprachen
  • Ggf. Jugendstrafrecht, Gesundheitslehre, Berufsethik, Sozialsysteme und soziale Arbeit, Suchtprävention

Was lernt ein Beamter im Abschiebungshaftvollzug in der Praxis?

Der praktische Teil deiner Ausbildung findet meist in Unterbringungseinrichtungen für Ausreisepflichtige statt. Darüber hinaus bekommst du aber auch Einblicke in Justizvollzugsanstalten, in Ausländerbehörden und in psychiatrische Einrichtungen, um auch dort den Arbeitsalltag kennenzulernen. Du beschäftigst dich auch mit unterschiedlichen Vollzugsformen und -arten wie zum Beispiel dem Erwachsenenvollzug oder Jugendvollzug.

Die Praxis im Überblick (Auswahl):

  • Organisation und Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften
  • Arbeitsweise in einer Abschiebungshaft- und Ausreisegewahrsamseinrichtung
  • Erkennen von und Umgang mit Traumata von Ausreisepflichtigen
  • Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnik
  • Waffenanwendung und Selbstverteidigung
  • Pforten-, Besuchs- und Kontrolldienst
  • Aus- und Vorführdienst
  • Transportdienst
  • Versorgung, Küchen- und Kammerdienst

Wie sieht der Vorbereitungsdienst im mittleren Abschiebungshaftvollzugsdienst aus?

  • 2,5 Monate: Praxis I - Abschiebungshaftvollzug in Unterbringungseinrichtung
  • 3 Monate: Schule I – Justizvollzugsschule
  • 4 Monate: Praxis II - Erwachsenenvollzug und Abschiebungshaftvollzug
  • 3 Monate: Schule II – Justizvollzugsschule
  • 5,5 Monate: Praxis III - Psychiatrie, Ausländerbehörde, Jugendvollzug oder Jugendarrestvollzug, Justizvollzug, Abschiebungshaftvollzug in Unterbringungseinrichtung
  • 3 Monate: Schule III – Justizvollzugsschule
  • 3 Monate: Praxis IV - Abschiebungshaftvollzug in Unterbringungseinrichtung
  • Laufbahnprüfung

Gehalt

Was verdient ein Beamter im Abschiebungshaftvollzug während der Ausbildung?

Während deiner Ausbildung bekommst du einen monatlichen Anwärterbezug, da du noch kein fertiger Beamter bist. Dieser ist in jedem Bundesland unterschiedlich und lässt sich in den Besoldungstabellen nachlesen, zum Beispiel beim Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW. Der Anwärterbezug bei Landesbehörden liegt, je nach Bundesland, zwischen 1.467 und 1.528 Euro brutto pro Monat.

Dazu kommen in der Regel noch Anwärterzuschläge, vermögenswirksame Leistungen, ggf. ein Familienzuschlag und weitere Zulagen. Schulgeld oder andere Lehrgangsgebühren fallen üblicherweise nicht an. Es könnten jedoch Fahrtkosten oder Unterbringungskosten am Ausbildungsort auf dich zu kommen.

Wie viel kann ich als Beamter im Abschiebungshaftvollzug später verdienen?

Wie viel du später verdienst, hängt vom Bundesland ab und von der jeweiligen Besoldungsgruppe. Es gibt nämlich in jedem Bundesland Grundgehaltssätze, die sich am Bundesbesoldungsgesetz oder Landesbesoldungsgesetz orientieren. Beamte im mittleren Dienst steigen meistens im Eingangsamt mit der Besoldungsgruppe A6 oder A7 ein.

In der Besoldungsgruppe A6, Stufe 1, bekommst du monatlich beispielsweise nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) 2.859 Euro brutto. Du kannst dich mit der Zeit bis zur Besoldungsgruppe A9, Stufe 8 hocharbeiten, die mit bis zu 4.294 Euro brutto im Monat vergütet wird. Zusätzlich kann dein Gehalt durch einen Familienzuschlag, Sonderzulagen und Auslandsbesoldungen ergänzt werden.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Eine Möglichkeit, beruflich weiterzukommen, ist der Aufstieg in den gehobenen Dienst – quasi die nächsthöhere Beamtenlaufbahn. Eine Option ist zum Beispiel der Justizvollzugsdienst im gehobenen Dienst. Da kannst du mehr Verantwortung übernehmen und sogar Führungspositionen erreichen. Hast du eine Hochschulzugangsberechtigung, kann auch ein Studium für dich eine Wahl sein. Mögliche Studiengänge sind Soziale Arbeit, Sozialmanagement, Verwaltungsmanagement, Public Management oder Öffentliches Recht. Wenn du aber einfach in deinem Beruf auf dem neusten Stand bleiben möchtest, sind Anpassungsweiterbildungen vielleicht etwas für dich. Du kannst beispielsweise in den Bereich Wach- und Sicherheitsdienst gehen oder ins Verwaltungsrecht.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Beamter im Abschiebungshaftvollzug?

Deine Zukunftsaussichten als Beamter im Abschiebungshaftvollzug sind sehr gut. Du hast einen verantwortungsvollen Job und gut ausgebildete Fachkräfte sind daher sehr gefragt. Die Themen Zuwanderung, Asyl und damit auch Abschiebung, werden auch in Zukunft wichtig und präsent sein. Noch dazu bist du verbeamtet und damit hast du einen sehr sicheren Job.

Bewerbung

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung als Beamter im Abschiebungshaftvollzug?

Um Beamter oder Beamtin im mittleren Dienst zu werden, musst du einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst einmal musst du die deutsche Staatsangehörigkeit haben oder auch die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union. Du brauchst außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge, das heißt, du darfst keine Vorstrafen haben. In der Regel wird auch deine Fähigkeit geprüft, ein öffentliches Amt zu bekleiden, also ob du in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebst, nicht entmündigt oder eben nicht vorbestraft bist.

Auch deine charakterliche, psychische und körperliche Eignung wird genau unter die Lupe genommen. Das passiert in unterschiedlichen Eignungstests, Auswahlverfahren und ärztlichen Einstellungsuntersuchungen, die vom Bund und den Bundesländern geregelt werden. Jedes Bundesland kann eine Mindest- und Höchstaltersgrenzen festlegen, die ein Bewerber haben muss. In NRW zum Beispiel, liegt das Mindestalter bei 20 Jahren und in Baden-Württemberg und Sachsen bei 18 Jahren. Bis zum Ende der Ausbildung darfst du nicht älter als 42 Jahre sein. Manchmal ist für eine Bewerbung auch ein Führerschein Klasse B erforderlich.

Deine Voraussetzungen im Überblick:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines EU-Landes
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Charakterliche und psychische Eignung
  • Körperliche Eignung
  • Mindest- und Höchstaltersgrenzen beachten

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung als Beamter im Abschiebungshaftvollzug?

Welchen Schulabschluss du für die Ausbildung brauchst, hängt vom Bundesland ab. Meistens brauchst du die mittlere Reife bzw. die Fachoberschulreife. Mit einem Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung kannst aber in der Regel auch deine Ausbildung starten.

Relevante Schulfächer

  • Deutsch: Du solltest im Fach Deutsch auf jeden Fall fit sein, da du auch viele schriftlichen Dinge erledigen muss. Da ist eine gute Rechtschreibung auf jeden Fall Pflicht, wenn du Protokolle, Berichte und ähnliches scheiben musst.
  • Pädagogik/Psychologie: Du arbeitest viel mit Menschen zusammen, die zum Teil in schwierigen Lebenssituationen stecken. Da musst du Einfühlungsvermögen haben und die Herausforderungen im Umgang mit Ausreisepflichtigen meistern.
  • Fremdsprachen: Da die Ausreisepflichtigen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern kommen, ist die Verständigung das A und O. Du solltest daher gut in Englisch sein und idealerweise noch eine weitere Fremdsprache beherrschen. Das kann zum Beispiel Französisch oder Arabisch sein.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Du kannst dir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen, indem du zum Beispiel deine charakterliche oder körperliche Eignung hervorhebst. Das gleiche gilt natürlich auch für deine interkulturellen Kompetenzen. Hast du zum Beispiel in deiner Freizeit schon mal in einem Flüchtlingsheim ausgeholfen oder bei einem Migrationsprogramm in deinem Viertel mitgemacht? Bist du besonders fit, weil du privat eine bestimmte Sportart betreibst? Bist du Streitschlichter an deiner Schule? All das kann mit in deine Bewerbung und unterstreicht deine Eignung für den Beruf.

Gibt es Besonderheiten bei der Bewerbung?

Neben den Voraussetzungen, die du erfüllen musst, gibt es die Besonderheit, dass du spezielle Auswahlverfahren durchlaufen musst. Das können beispielsweise pädagogische und psychologische Tests sein, aber auch medizinische Checks und Sporttests. So kann deine körperliche Eignung und Berufsmotivation beurteilt werden

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen?

Für dein Bewerbungsgespräch bist du mit dem Business-Casual-Look auf der sicheren Seite. Zieh also eine dunkle Hose und ein Hemd oder eine Bluse an und achte auf saubere Schuhe.

💌
Nichts dabei für dich?

Lass dich über neuen Stellen mit dem Jobletter benachrichtigen.

Für eine bessere Lesbarkeit kann es sein, dass nur eine Geschlechtsform verwendet wird, obwohl alle Geschlechter gemeint sind.