Ausbildung zum Flugbegleiter machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 6 Wochen - 4 Monate
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr -
3. Ausbildungsjahr -
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Ausbildung zum
Flugbegleiter

Betriebsinterne Ausbildung

Als fliegendes Personal die Welt bereisen – in der Anfangszeit der Luftbranche galt der Beruf der Flugbegleiterin als einer der prestigeträchtigsten überhaupt. Doch die Faszination über der Erde zu arbeiten ist auch heute noch längst nicht verklungen. Der Beruf fordert viel ab, Passagiere trotz Turbulenzen versorgen, dabei immer ein Lächeln auf den Lippen haben und cool bleiben, wenn allen anderen schon der Angstschweiß auf der Stirn steht. Dafür sieht ein Flugbegleiter weit mehr von der Welt als so manch anderer. Auch wenn nicht jeder Aufenthalt lang genug ist, um die Stadt zu erkunden, wird die eine oder andere Tour drin sein. Zudem profitierst du von immensen Preisnachlässen auf Flüge und touristische Dienstleistungen. Dennoch gilt, wer den Beruf nur des Reisens wegen ausüben möchte, der landet oft schnell auf dem Boden der Tatsachen.

Einhändig Tabletts während heftiger Turbulenzen balancieren, Fluggäste evakuieren und für Ordnung sorgen. Auch wenn es nicht jeden Tag zugeht, wie es in Katastrophenfilmen gern geschildert wird – immerhin zählt das Flugzeug zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt – ist die Vorbereitung auf Notfälle einer der wichtigsten Ausbildungsaspekte für Flugbegleiter. Im  Alltag geht es vor allem darum, die Sicherheitsvorkehrungen vorzustellen und nervöse Fluggäste zu beruhigen. Während der Ausbildung wirst du dennoch auf den Notfall vorbereitet und erfährst, was zu tun ist – von der Nutzung der Sauerstoffmaske, über das Öffnen der Türen und der Bekämpfung von Feuer, bis hin zur Anwendung von erste Hilfe Maßnahmen. 

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Der zweite Ausbildungsaspekt ist der Service. Hast du bereits Gastronomieerfahrung, bist du natürlich im Vorteil. Doch die Bewirtung über der Erde verlangt einiges mehr ab, immerhin arbeitest du auf engsten Raum, auf dem es auch mal wacklig werden kann. Du lernst daher, wie du dich im Flugzeug geschickt bewegst, wie du Passagiere zügig mit Speisen und Getränken versorgst und wie du nervöse oder schwierige Gäste beruhigst.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …der erste Steward der Welt 1912 seinen Dienst in dem Luftschiff „Schwaben“ antrat? Erst 1927 ging der erste Steward eines Flugzeuges für die Strecke Paris - London an Bord.
  • …Jetlag, bei Flugreisen nach Osten gewöhnlich stärker empfunden wird, als bei Reisen in den Westen?
  • …du als Flugbegleiterin in der Lage sein musst, die Hälfte der Passagiere innerhalb von 90 Sekunden über eine Notrutsche hinauszubefördern?
  • …Flugbegleiter große Kreativität an den Tag legen, wenn es um die Sicherheitsansage geht? Liebstes Beispiel: „Meine Damen und Herren, es gibt 50 Wege, ihren Partner zu verlassen, aber nur 6 aus diesem Flugzeug hinaus ... Diese sind mit den Worten "Ausgang" und "Exit" gekennzeichnet.“
  • …Singapore Airlines den zurzeit längsten Nonstop-Flug anbieten? Der Flug von Singapur nach New York benötigt rund 18 Stunden für 16.600 Kilometer und ist nur unter Ausnutzung des Jet-Streams, also mit Windunterstützung, möglich.

Die Ausbildung zum Flugbegleiter unterscheidet sich stark von einer klassischen dualen Ausbildung. Anders als die gesetzlich geregelten Ausbildungsberufe, wird der Beruf des Flugbegleiters in Form von Lehrgängen absolviert. Innerhalb von sechs Wochen bis acht Monaten werden in Bildungseinrichtungen für angehende Flugbegleiter/innen die theoretischen Hintergründe des Berufs gelehrt und geprüft. Die Praxisphasen finden in der Regel in Form von Übungen in Attrappen oder auch auf Kurzstreckenflügen statt. Die Airline, bei der du die Ausbildung zum Flugbegleiter absolviert hast, stellt dann dein Zertifikat aus, das dich zur Ausübung des Berufs berechtigt.

Um Flugbegleiter werden zu können, musst du einige Grundvoraussetzungen erfüllen. So solltest du nicht nur Geschick im Bereich Bewirtung mitbringen, sondern auch über erweiterte Fremdsprachenkenntnisse verfügen. In der Regel wirst du Passagiere verschiedenster Nationalitäten betreuen und die Sicherheitsvorkehrungen in mehreren Sprachen ansagen. Fließendes Englisch wird von den Airlines daher vorausgesetzt, einige verlangen darüber hinaus weitere Fremdsprachen wie Französisch oder Spanisch. Die Airlines geben zudem eine Mindest- und Höchstkörpergröße vor. Die Mindestkörpergröße liegt in der Regel zwischen 1,58 und 1,65, die maximale Körpergröße zwischen 1,76 und 1,95. Die meisten Airlines verlangen einen mittleren Schulabschluss, mindestens aber eine abgeschlossene Schulausbildung.

Möchtest du als Flugbegleiter Karriere machen, solltest du die Position des sogenannten „Pursers“ anstreben. Als Purser bist du der ranghöchste Flugbegleiter und agierst als Schnittstelle zwischen der Cockpit-Crew und dem Bordpersonal. Du trägst damit natürlich ein deutlich höheres Maß an Verantwortung, das aber auch entsprechend bezahlt wird – mit bis zu 7000 Euro monatlich.


Du solltest Flugbegleiter werden, wenn...

  1. ...du viel von der Welt sehen möchtest.
  2. ...du gut mit Stresssituationen umgehen kannst.
  3. ...es dir leicht fällt, auch in schwierigen Situationen freundlich zu bleiben.

Du solltest auf keinen Fall Flugbegleiter werden, wenn...

  1. ...wenn Turbulenzen bei dir für Übelkeit, Panik oder Angst sorgen.
  2. ...du geregelte Arbeitszeiten haben möchtest.
  3. ...du dich nicht gern in engen und vollen Räumen aufhältst.

Das Flugbegleiter-Quiz

Wie schmeckt das Essen, das an Bord serviert wird, wenn man es nicht im Flugzeug, sondern am Boden zu sich nimmt?



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