Ausbildung zum Fluglotse machen
Empfohlener Schulabschluss (Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer 12-16 Monate
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 900 Euro
2. Ausbildungsjahr 900 Euro
3. Ausbildungsjahr
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Ausbildung als
Fluglotse

Schulische Ausbildung

Das Leben vieler Menschen hängt von dir ab und verlässt sich auf deine Fähigkeiten. Was wie ein Superheld klingt, beschreibt auch gut die Ausbildung zum Fluglotsen. Denn der Beruf steht nicht nur für jede Menge Geld, sondern vor allem auch für jede Menge Verantwortung. Man sollte sich darum ganz sicher sein, ob der Job das richtige für einen ist. Jährlich bewerben sich 5000 junge Leute bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH um einen der begehrten Ausbildungsplätze und durchlaufen dabei Gespräche mit Psychologen. Du hättest große Freude daran, Flugzeuge zu navigieren, Gewitterwolken zu lesen und dem Airbus Startgenehmigungen zu erteilen? Klingt ganz danach, als sei Fluglotse dein Traumberuf! Erfahre hier, was du tun musst, um einer zu werden.

Die Ausbildung zum Fluglotsen gliedert sich in Theorie und Praxis. Soweit so gut. Die theoretische Ausbildung wird an der Flugsicherungsakademie abgehalten. Viele Azubis entscheiden sich dafür, während der Ausbildung in dem Gästehaus der DFS untergebracht zu werden. Wenn du also auch gerne neue Leute kennenlernen willst, kannst du neben der Ausbildung noch dein soziales Umfeld erweitern und dich über Ausbildungsinhalte austauschen.  Nachdem du eine Grundausbildung erhalten und Sicherheit gewonnen hast, darfst du auch betriebliche Luft schnuppern. An einer Kontrollzentrale oder an einem der Kontrolltürme der DFS auf einem der internationalen Verkehrsflughäfen kannst du praktische Erfahrungen sammeln und den Arbeitsalltag eines Fluglotsen kennenlernen.

Um Fluglotse zu werden, brauchst du auf jeden Fall Abitur, denn das Fachabitur reicht für diese Ausbildung leider nicht aus. Also gib dir in der Schule richtig Mühe und streng dich an, dann klappt es am Ende auch mit der Allgemeinen Hochschulreife. Wenn dein Lebenslauf und deine Bewerbung überzeugen konnten, musst du einen mehrstufigen Eignungstest bestehen. In der ersten Auswahlstufe  musst Du einen Online-Fragebogen bearbeiten, der aus rund 100 Fragen besteht, die zunächste einmal ganz banal erscheinen. Da der Beruf viel Verantwortung mit sich bringt, sind die Prüfungen sehr hart. 

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Bei positivem Bescheid wirst du zu einem zwei- bis dreitägigen Auswahlverfahren nach Hamburg eingeladen. Dort testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag der DFS, ob Du die Eignung für den Beruf des Fluglotsen mitbringst. Zu den für diesen Beruf unerlässlichen Fähigkeiten gehören u.a. räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Multitasking oder Belastbarkeit. Bestehst du den Test, gibt es noch eine dritte Phase in der festgestellt wird, wie es um deine Lern-, Team- und Entscheidungsfähigkeit und um deine Berufsmotivation bestellt ist. Wenn du überzeugst, musst du nur noch die medizinsiche Eignungsuntersuchung bestehen und kannst dir einen Ausbildungsvertrag sichern.

Aber Vorsicht, wer einmal versagt, darf kein zweites Mal erscheinen. Also sorg dafür, dass du den Test bereits beim ersten Mal bestehst!

Wusstest du schon, dass...

  • …ATCO die Abkürzung für „Air traffic control officer“, also die englische Bezeichnung für Fluglotse, ist?
  • …der Begriff Lotse ursprünglich aus der Seefahrt kommt und einen erfahrenen Seemann bezeichnet, der sich sehr gut in einem Gewässer auskennt?
  • …Fluglotsen die Wahl zwischen zwei Arbeitsplätzen haben? Tower oder Kontrollzentrale. Der eine ist lichtdurchflutet aufgrund der großen Panoramafenster. Der andere hat keine Fenster.
  • …jeder Lotse zusammen mit einem Kollegen für ein kleines Stück Himmel zuständig ist? Die sogenannten „Sektoren“ hängen wie Puzzlestücke aneinander.

Beim Fluglotsen unterscheidet man zwischen Centerlotsen und Towerlotsen. Centerlotsen überwachen An-, Ab- und Überflüge auf einem Radarschirm. Towerlotsen sorgen mit direktem Sichtkontakt zu den Flugzeugen für Sicherheit bei Starts und Landungen. Während deiner Ausbildung lernst du die unterschiedlichsten Dinge.

Nachdem du mehrere Wochen erstmal im Unterricht die Theorie lernst, folgen erste wirklichkeitsnahe Simulationsübungen. Aber auch dein theoretischer Wissenschatz wird in Fächern wie Navigation, Luftrecht, Flugzeugtypenkunde, Metereologie, Luftfahrtenglisch und Sprechfunkverfahren erweitert. Durch das Training in den Simulationsanlagen lernst du alles, was du brauchst, um für das weitere Training in einem "echten" Tower oder in einem Center gerüstet zu sein denn dort findet der praktische Teil deiner Ausbildung zum Fluglotsen statt.

Du lernst vor Ort die Besonderheiten des Luftraums kennen, den du später betreust, und machst dich mit den technischen Systemen vertraut. Und dann geht es auch schon los mit der Verantwortung, denn du wirst bald die komplette Arbeit eines Fluglotsen übernehmen. Du koordinierst die Flugzeuge, kommunizierst mit deinen Kollegen im Tower oder Center und gibst per Sprechfunk erste Anweisungen an die Piloten - natürlich alles noch unter Aufsicht eines erfahrenen Kollegen!

Während der 18 Monate deiner Ausbildung legst du mehrere praktische Berechtigungsprüfungen ab und zeigst, dass du dir der großen Verantwortung für den Flugverkehr bewusst bist. Schaffst du alle Prüfungen, erhältst du schlussendlich deine Lotsen-Lizenz.

Nach deiner Ausbildung sorgst du dafür, dass der Luftraum über dir sauber und geordnet bleibt. Dank dir kommen Piloten und Reisende sicher an ihr Ziel! Wenn du eine Ausbildung zum Flutlosen absolviert hast, kannst du wirklich stolz auf dich sein! Nicht jeder ist bereit, Verantwortung für das Leben andere Menschen zu übernehmen. Also: Heb ab und lass dich zum Fluglotsen ausbilden!

Du solltest Fluglotse werden, wenn...

  1. ...du ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hast
  2. ...du viel Geld verdienen willst.
  3. ...du bereit bist, große Verantwortung zu übernehmen.

Du solltest auf keinen Fall Fluglotse werden, wenn...

  1. ...du kein gutes Zahlenverständnis hast.
  2. ...du nicht gerne Englisch sprichst.
  3. ...du dich nicht für Technik und Computer interessiert.

Das Fluglotse-Quiz

Wofür steht die Abkürzung DFS?



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