Der Medientechnologe Druckverarbeitung ist in der Produktion von Druckerzeugnissen der Spezialist für den finalen Schritt: Er macht aus bedruckten Papierbögen fertige Produkte wie Bücher, Kalender oder Prospekte.
In der Ausbildung zum Medientechnologen Druckverarbeitung dreht sich alles darum, aus bedruckten Papierbogen oder Rollen funktionale und optisch ansprechende Endprodukte zu fertigen. Der Fokus liegt dabei auf der Beherrschung hochmoderner, automatisierter Weiterverarbeitungsanlagen.
Die zentralen Lerninhalte:
1. Maschineneinrichtung und Steuerung
Rüsten von Produktionsanlagen: Das mechanische und digitale Einstellen von Schneidemaschinen, Falzmaschinen, Sammelheftern und Klebebindelinien.
Programmierung: Das Eingeben der korrekten Maße und Verarbeitungswege an den Leitständen der Maschinen.
Materialzufuhr: Das Bestücken der Anlagen mit Druckbögen und die Steuerung des reibungslosen Materialflusses.
2. Techniken der Formgebung
Schneiden und Beschneiden: Präzises Kürzen von Papierstapeln auf das exakte Endformat (z. B. DIN A4 oder Sonderformate).
Falzen: Das Erlernen verschiedener Falzarten (wie Kreuzbruch-, Wickel- oder Zickzackfalz), um aus einem großen Bogen ein handliches Prospekt oder Buchlagen zu machen.
Sammeln und Zusammentragen: Das richtige Sortieren und Zusammenführen einzelner Seiten oder Signaturen in der korrekten Reihenfolge.
3. Bindeverfahren und Veredelung
Binden und Heften: Anwendung von Klebebindungen (z. B. bei Taschenbüchern) oder Drahtheftungen (z. B. bei Zeitschriften).
Veredelungstechniken: Das Schützen und Aufwerten von Oberflächen durch Lackieren, Folieren, Prägen oder Perforieren.
Spezialverarbeitung: Herstellen von Sonderprodukten wie Mailings, Landkarten oder veredelten Verpackungen.
4. Qualitätssicherung und Wartung
Prüfprozesse: Die ständige Kontrolle von Maßen, Winkelgenauigkeit und der Haltbarkeit von Bindungen während der laufenden Produktion.
Fehlersuche: Das schnelle Erkennen und Beheben von Maschinenstopps oder Materialstaus, um Ausschuss zu minimieren.
Instandhaltung: Die regelmäßige Pflege, Reinigung und der Messerwechsel an den Schneidwerkzeugen.
Die Ausbildung zum Medientechnologen Druckverarbeitung ist eine dreijährige duale Ausbildung. Die Ausbildung findet also im Wechsel zwischen dem Ausbildungsbetrieb (praktische Anwendung an den Maschinen) und der Berufsschule (theoretische Grundlagen wie Materialkunde und Mathematik) statt.
Basisphase (1. & 2. Jahr): Vermittlung von Grundfertigkeiten im Schneiden, Falzen und Heften sowie der Einrichtung einfacher Produktionsanlagen.
Spezialisierung (3. Jahr): Vertiefung in komplexen Fertigungsprozessen (Zeitungsproduktion, Akzidenzproduktion oder Buchproduktion) je nach Schwerpunkt des Betriebes.
Um all deine Aufgaben in der Ausbildung zum Medientechnologen Druckverarbeitung zu meistern, solltest du über verschiedene Kompetenzen verfügen. Du musst an jeder Stelle dafür sorgen, dass alle Produktionsanlagen gerüstet sind und der Produktionsprozess wie am Schnürchen läuft. Das heißt, du solltest deine Augen überall haben und dich nicht schnell ablenken lassen. Handwerkliches Geschick kann ebenfalls von Vorteil sein, weil du auch viele Schneide- und Falzarbeiten machen musst und den ganzen Tag mit Maschinen zu tun hast. Wenn dir außerdem Mathematik schon in der Schule gefallen hat, dann bist du für die Ausbildung als Medientechnologe Druckverarbeitung bestens gerüstet.
Für diesen Schritt brauchen wir noch eine gültige E-Mail-Adresse von dir. Bitte hinterlege sie in deinem Account.