Ausbildung als Medientechnologe/-technologin

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Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 880 Euro
2. Jahr: 930 Euro
3. Jahr: 980 Euro

Medientechnologe/-technologin

Du kannst nicht nur unter Druck sondern auch mit Druck gutarbeiten? Beim Pizzaessen interessiert dich der Aufdruck des Pizzakartons mehrals die Inhaltsstoffe der Speise? Das klingt ganz nach einem angehendenMedientechnologen - im Bereich Druck, Siebdruck oder Verarbeitung! Wenn du ein gutes Auge für Farben hast und dich nicht davorscheust, mit großen Maschinen zu arbeiten, sind das gute Voraussetzungen fürdiesen Beruf. Medientechnologen richten nicht nur die Druckmaschinen ein, sieüberwachen auch den gesamten Druckprozess, um so die Qualität des Endproduktessicherzustellen. Natürlich darf bei all der Genauigkeit die Kreativität nichtverloren gehen. In der Ausbildung als Medientechnologe arbeitest du eng mitKunden zusammen und entwirfst je nach Wunsch Einladungen für Goldene Hochzeitenoder Hochglanzkataloge, in denen Firmen ihre aktuellen Angebote darstellenkönnen.

Der Beruf des Medientechnologen ist sehr vielseitig. Neben Kreativität undGenauigkeit solltest du dich auch für Technik begeistern können. BeiDigitaldrucken beispielsweise spielt der technische Fortschritt eine großeRolle. Das Druckbild wird hierbei direkt von einem Computer in eineDruckmaschine übertragen. Aber auch Traditionen kommen in diesemAusbildungsberuf nicht zu kurz. So bestehen die druckenden Flächen beim Offsetdruckaus Fett anziehendem Material, an dem die Farbe hängen bleibt. Beim Tiefdruckwiederum wird mit Walzen gearbeitet, in die das Druckbild graviert wird.

Die Ausbildung zum Medientechnologen kann schulisch oder dual erfolgen.Während der dualen Ausbildung zum Medientechnologen durchläufst du drei Phasen,in die sich die Ausbildung aufteilt: betrieblich, schulisch undüberbetrieblich. Während des betrieblichen Teils bist du überwiegend inProduktionshallen tätig und bedienst unter Anleitung erfahrener KollegenDruckmaschinen. Je nach Aufteilung findet der schulische Unterricht in derBerufsschule in Blockform oder ein- bis zweimal wöchentlich statt. Hier lernstdu vor allem viel Mathematik, da die Berechnung von Flächen, Maßen und Gewichtefür einen Medientechnologen sehr wichtig sind. Auch das Fach Werken/Technik istein bedeutendes Fach, da du hier lernst, wie du mit Störungen beim Druckprozessumzugehen hast oder den Papierlauf sicherst. Sollte ein Betrieb nicht allenötigen Ausbildungsinhalte vermitteln können, müssen die fehlendenQualifikationen überbetrieblich abgedeckt werden. Wenn du eine schulischeAusbildung zum Medientechnologen durchläufst, ist der Fokus auf Projekte undPraktika gerichtet. Die Theorie wird dir in der Schule vermittelt; die praktischenKenntnisse erlernst du bei Projektarbeiten und während Praktikumsphasen imBetrieb.

Übrigens gibt es im Grunde genommen drei verschiedene Ausbildungen imBereich Drucktechnik. Es liegt an dir dich zu entscheiden, was du nach deinerAusbildung am liebsten sein möchtest:

Als Medientechnologe Druck bist du -wie der Namen schon sagt - für das Drucken zuständig. Also steuerst undüberwachst du den Druck von verschiedenen Erzeugnissen, aus denen dann späterbeispielsweise eine Werbeprospekt, ein Buch oder ähnliches hergestellt wird.

Als Medientechnologe Siebdruck machst du grobgesagt das Gleiche wie im Druckbereich. Allerdings beschäftigst du dich indiesem Bereich ausschließlich mit Siebdruck, indem du z.B. Siebdruckvorlagenund die passenden Druckformen herstellst.

Als Medientechnologe Druckverarbeitung ist esdeine Aufgabe, aus den Printerzeugnissen, die im Druck und / oder dem Siebdruckhergestellt wurden, Produkte herzustellen. Du überprüfst zunächst diebedruckten Bögen und richtest dann die nötigen Maschinen so ein, dass sie dieZeitschrift, das Buch, der Kalender etc. hergestellt werden.

Wusstest du schon, dass...

  • der Beruf der Medientechnologen Druck/Siebdruck/Verarbeitung ein ganz junger ist? Er ist erst seit 2011 staatlich anerkannt.
  • Flexodruck hauptsächlich beim Bedrucken von Verpackungsmitteln aus Kunststoff, Papier, Karton und Pappe zum Einsatz kommt?
  • ein Rakelmesser (franz. für Abstreichholz) überflüssige Farbe abstreicht?
  • UV-Farben neben einem hohen Anteil an Bindemittel aus Farbpigmenten, Additiven und Fotoinitiatoren bestehen?
  • Mitte des 18. Jahrhunderts erste Anilinfarben im Tapetendruck verwendet wurden?
  • die Prüfungsaufgaben vom ZFA Druck-Medien bereitgestellt werden?
  • der Offsetdruck ein indirektes Flachdruckverfahren ist, das im Bücher- und Zeitungsdruck weit verbreitet ist?

Mit Spaß an der Teamarbeit wird die 36-monatige Ausbildungsicher wie im Flug vergehen und du wirst es kaum erwarten können, in denrichtigen Berufsalltag einzutauchen. Zusammenarbeit wird im Beruf desMedientechnologen auf jeden Fall ganz groß geschrieben.

Wenn du deine Ausbildung zum Medientechnologen erfolgreichabsolviert hast, hast du natürlich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Dukönntest deinen Meister in der Fachrichtung Printmedien machen oder dich zumstaatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Druck- und Medientechnikfortbilden lassen. Und wenn du mal Uni-Luft schnuppern willst, steht auch einemBachelor in Verpackungstechnik oder Medienproduktion nichts im Wege.

Du solltest Medientechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. du kein Problem mit Maschinenlärm hast.
  2. du den Geruch von Chemikalien, Lösungen und Farben nicht schlimm findest.
  3. du gut mit Termindruck umgehen kannst.
Du solltest auf keinen Fall Medientechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. du nicht teamfähig bist.
  2. du dich nicht lange auf eine Sache konzentrieren kannst.
  3. du nicht mit Maschinen arbeiten willst.
Das Medientechnologe/-technologin-Quiz
Frage / 3

Was ist Viskosität?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Viskosität ist die Zähigkeit bzw. innere Reibung eines Stoffes, insbesondere von Flüssigkeiten (z.B. Ölen, Klebstoffen). Die Bestimmung der Viskosität einer Flüssigkeit (Viskositätsmessung) erfolgt durch den so genannten Viskosimeter.
Richtig! Viskosität ist die Zähigkeit bzw. innere Reibung eines Stoffes, insbesondere von Flüssigkeiten (z.B. Ölen, Klebstoffen). Die Bestimmung der Viskosität einer Flüssigkeit (Viskositätsmessung) erfolgt durch den so genannten Viskosimeter.

Was ist Pneumatik?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Pneumatik ist ein Teilgebiet der Mechanik. Es ist die Lehre vom Verhalten von Druckluft und findet beispielsweise Anwendung im Maschinenbau zum Steuern oder Antrieb von Maschinen und Geräten durch Luft.
Richtig! Pneumatik ist ein Teilgebiet der Mechanik. Es ist die Lehre vom Verhalten von Druckluft und findet beispielsweise Anwendung im Maschinenbau zum Steuern oder Antrieb von Maschinen und Geräten durch Luft.

Was beschreibt man mit Hydraulik?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Hydraulik ist die Lehre vom Gebrauch und Strömungsverhalten von Flüssigkeiten zur Übertragung von Kraft und Energie. Als Zweig des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik befasst sich die Hydraulik mit der Funktion hydraulischer Systeme. Diese Systeme können durch Druckflüssigkeit große Kräfte z.B. zum Antrieb und zur Steuerung von Arbeitsmaschinen übertragen.
Richtig! Hydraulik ist die Lehre vom Gebrauch und Strömungsverhalten von Flüssigkeiten zur Übertragung von Kraft und Energie. Als Zweig des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik befasst sich die Hydraulik mit der Funktion hydraulischer Systeme. Diese Systeme können durch Druckflüssigkeit große Kräfte z.B. zum Antrieb und zur Steuerung von Arbeitsmaschinen übertragen.
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