Ausbildung zur Restaurantfachfrau/-mann

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Empf. Schulabschluss:
Keine Angabe
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 675 Euro
2. Jahr: 790 Euro
3. Jahr: 915 Euro

Restaurantfachfrau/-mann

Der Sonntagsbrunch, das große Familienessen, das Candle-Light-Dinner oder der Mittagspausensnack – die Deutschen lieben es, auswärts essen zu gehen. Zu einem guten Restaurantbesuch gehört aber nicht nur gutes Essen, sondern auch ein freundlicher und kompetenter Service. Gäste legen viel Wert darauf, sich während ihrer Restaurantbesuche wohlzufühlen, weswegen die Restaurantfachfrau nicht nur eine einfache Bedienung, sondern auch eine gern gesehene Gesprächspartnerin ist. 

Was macht eine Restaurantfachfrau?

Tische decken

Die Restaurantfachfrau oder der Restaurantfachmann kümmert sich darum, dass alle Tische ordnungsgemäß gedeckt werden und anschaulich sind. Dafür poliert sie oder er Gläser sowie Besteck, legt diese bereit, füllt die Behälter für Salz und Pfeffer auf und dekoriert die Tische beispielsweise mit kleinen Teelichtkerzen.

Gäste empfangen

Treffen Gäste ein, begrüßt man diese als Restaurantfachmann und überprüft die Reservierung oder bietet ihnen noch freie Plätze an. Sobald die Gäste Platz genommen haben, reicht man ihnen die Speise- und Getränkekarte.

Gäste beraten

Was ist das heutige Tagesgericht, welche Inhaltsstoffe sind enthalten und welcher Wein passt am besten dazu? Restaurantfachfrauen beraten Gäste bei der Speise- und Getränkeauswahl, indem sie Empfehlungen aussprechen und sie beispielsweise über Zutaten und Zubereitungsarten informieren. Wichtig sind auch genaue Informationen für Allergiker oder Vegetarier.

Bestellung aufnehmen

Nachdem der Gast sich entschieden hat, notiert man sich die Bestellung auf einem Notizblock oder auf einem tragbaren Bestellcomputer. Die Bestellung wird dann an die Küche und der Getränkeausgabe übermittelt.

Speisen und Getränke servieren und abrechnen

Restaurantfachleute servieren Speisen und Getränke. Besitzt das Restaurant eine Bar, bereiten sie beispielsweise auch Mixgetränke zu. Sind die Gäste fertig mit dem Essen, räumen die Fachkräfte das Essen und die Getränke ab und kümmern sich um die Bezahlung.

Nacharbeiten erledigen

Die Arbeit einer Restaurantfachfrau hört noch nicht auf, sobald die Gäste weg sind. Zu ihren Aufgaben gehört ebenfalls, Tische abzuräumen und abzudecken, Speisesäle aufzuräumen und Tagesabrechnungen zu erstellen.

Veranstaltungen vorbereiten

Steht ein Event mit vielen Gästen bevor, erstellen Restaurantfachmänner den Ablaufplan, machen Menüvorschläge und kalkulieren die Kosten. Auf der Veranstaltung selbst sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf.

Zimmerservice durchführen

Restaurantfachleute führen in Hotels den Zimmerservice durch. Sie nehmen telefonische Bestellungen entgegen und richten alles auf einem Tablett oder einem Servierwagen her, bevor die Speisen und Getränke auf das Hotelzimmer gebracht werden. 

Wusstest du schon, …

… dass bei der Vergabe der begehrten Michelin-Sterne folgende Kriterien bewertet werden: die Frische der Zutaten, hohe qualitative Grundstandards, innovative und einzigartige Gerichte sowie die Harmonie des gesamten Angebots?

Warum sollte man Restaurantfachfrau werden?

Als Restaurantfachmann hat man sehr gute berufliche Perspektiven, da die Gastronomie ohne Restaurantfachleute nicht funktionieren würde. Sorgen um einen Arbeitsplatz muss man sich bei der Vielzahl an Restaurants und der Beliebtheit des Auswärtsessengehens keine machen.

Wo kann ich als Restaurantfachfrau arbeiten?

Als Restaurantfachfrau arbeitest du – wie der Name bereits verrät – in erster Linie in Restaurants und Gaststätten. Du findest aber auch Beschäftigung in Hotels oder Pensionen. Darüber hinaus kannst du in gastronomischen Einrichtungen von beispielsweise Kaufhäusern tätig werden. Ein weiterer Einsatzort sind Metzgereien mit Cateringservice.

Deine Einsatzorte auf einen Blick
- Restaurants

- Gaststätten

- Pensionen

- gastronomische Einrichtungen im Einzelhandel

- Cateringservices

Wie sind die Arbeitszeiten als Restaurantfachfrau?

In der Gastronomie muss man neben der Arbeit an Werktagen auch am Wochenende, an Feiertagen und nachts arbeiten.  

Arbeitszeiten

- Schichtdienst

- Wochenendarbeit

- Feiertagsarbeit

- Nachtarbeit

Welche Arbeitskleidung tragen Restaurantfachfrauen?

Restaurantfachleute tragen im Berufsalltag Arbeitskleidung, wobei es keine einheitliche Regelung gibt. Häufig tragen sie ein Hemd mit einer Krawatte oder Fliege sowie ein Namensschild, das sie als Servicekraft kennzeichnet. Beim Eindecken tragen sie weiße Handschuhe, um das saubere Besteck und die Gläser nicht mit Fingerbadrücken zu versehen.

Was muss ich für ein Typ sein, um Restaurantfachfrau zu werden?

Organisationstalent

In deinem Job kümmerst du dich um die Zufriedenheit der Gäste, um einen reibungslosen Tagesablauf und die Planung von großen Festlichkeiten. Deshalb solltest du organisatorisch fit sein.

Entertainer

Du liebst die Arbeit mit Menschen und bist kommunikationsstark. Freundlich, zuvorkommend und mit guten Umgangsformen bedienst du deine Gäste und bist darüber hinaus auch für einen kleinen Plausch immer zu haben.

Perfektionist

Beim Abkassieren ist höchste Konzentration gefragt und auch beim Eindecken der Tische kommt es auf Genauigkeit an. Präzises Arbeiten sollte dir für diesen Beruf also liegen.

Wusstest du schon, dass...

  • nur 9 Restaurants in Deutschland alle 3 der begehrten Michelin Sterne haben? Die Sterne müssen übrigens jedes Jahr aufs Neue verliehen werden.
  • man Getränke und Speisen immer von rechts (vom Gast aus) servieren sollte?
  • der teuerste Wein aus dem Jahre 1787 stammt? Eine Flasche des Château d´Yquem Sauternes kostet atemberaubende 46.228,52 Euro.
  • du Gläser immer an ihrem Stiel greifen solltest und niemals in der Nähe vom Rand?
  • das teuerste Restaurant Deutschlands in Berlin liegt und gleichzeitig eines der teuersten der Welt ist? Gerade mal 8 Personen können dort gleichzeitig die französische Küche genießen.

Wie läuft die Ausbildung als Restaurantfachfrau ab?

Die duale Ausbildung als Restaurantfachfrau dauert drei Jahre. In dieser Zeit besuchen angehende Restaurantfachleute parallel die Berufsschule und den Ausbildungsbetrieb. Der Berufsschulunterricht, der an bestimmten Tagen in der Woche oder in Form von Blöcken stattfindet, dient dabei als theoretische Grundlage. Azubis lernen alles Wissenswerte zu Themen wie Küchenarbeit, Service und Marketing kennen. Im Betrieb wenden sie ihr Theoriewissen in die Praxis um.

Wusstest du schon, …

… dass in Deutschland etwa 400.000 Beschäftigte in der Gastronomie arbeiten?

Was lernt eine Restaurantfachfrau in der Berufsschule?

In der Berufsschule lernen künftige Restaurantfachfrauen beispielsweise, wie sie Gäste bei der Auswahl beraten, wie Speisen und Getränke serviert werden müssen und wie sie im Falle von Beschwerden zu reagieren haben.

1. Ausbildungsjahr

Arbeiten in der Küche

Für die Arbeit in der Küche informieren sich Auszubildende über lebensmittelrechtliche Grundlagen wie die Personal-, Betriebs- und Produkthygiene. Sie lernen darüber hinaus die richtigen Zutaten für ein Rezept auszuwählen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nahrungsinhaltsstoffen und Energiewert bei der Speisenherstellung zu erreichen.

Arbeiten im Service

Um einen guten Service anbieten zu können, lernt man in der Berufsschule, wie Tische gedeckt, Buffets angerichtet und Getränke ausgeschenkt werden sowie wie man mit Gästen umgeht. Dafür eignet man sich unterschiedliche Serviermethoden und Kommunikationsregeln an.

Arbeiten im Magazin

Für die Arbeit im Magazin – also die schriftliche Arbeit im Büro –  eignen sich angehende Restaurantfachleute Wissen zur Datensicherung und zum Datenschutz an. Sie lernen unterschiedliche Formen des Kaufvertrages zu unterscheiden und Störungen im Kaufvertrag zu erkennen. Darüber hinaus machen sie sich mit Bestell- und Lieferscheinen vertraut.

2. Ausbildungsjahr

Beratung und Verkauf im Restaurant

In der Berufsschule werden verkaufspsychologische Kenntnisse vermittelt, die Azubis dazu befähigen, Verkaufsgespräche mit Kunden zu führen. Auch das Erlernen der Fachsprache gehört zum Stundenplan für Auszubildende.

Marketing

Als künftiger Restaurantfachmann lernt man das Marketing als verkaufsförderndes Konzept zu begreifen. Man macht sich mit unterschiedlichen Marketinginstrumenten wie der Promotion vertraut und beurteilt die Werbemaßnahmen aus Sicht der Zielgruppe.

Wirtschaftsdienst

Auszubildende sind sich dessen bewusst, dass Sauberkeit und Hygiene eine zentrale Bedeutung für das Wohlbefinden des Gastes und des Betriebserfolges hat. Nach ökonomischen und ökologischen Kriterien wählen sie Reinigungs- und Pflegemittel aus und stellen einen Arbeitsplan für das Reinigen, Pflegen und Herrichten von Gasträumen auf.

Warenwirtschaft

Die Berufsschullehrer vermitteln den Azubis Kenntnisse über den Abschluss von Rechtsgeschäften. So werden sie dabei geschult, Kaufverträge für den Betrieb vorzubereiten und weisungsgemäß abzuschließen. Darüber hinaus lernen sie, wie sie Zahlungsvorgänge korrekt bearbeiten.

3. Ausbildungsjahr

Arbeiten im Empfangsbereich

Im Empfangsbereich bearbeitet man als Auszubildender Reservierungsvorgänge, empfängt und betreut Gäste und erstellt Gästerechnungen. In der Berufsschule lernt man beispielsweise, wie man mit Reklamationen umzugehen hat.

Arbeiten im Marketingbereich

Auszubildende führen Schwächen- und Stärkenanalysen für Unternehmen durch und definieren darauf aufbauend Ziele und Aufgaben für das Marketing. Für die Umsetzung der Maßnahmen diskutieren sie in der Gruppe eine sinnvolle Budgetierung.

Führungsaufgaben im Wirtschaftsdienst

In diesem Modul lernen künftige Restaurantfachfrauen die Bedeutung von Motivation, Führungsstil und Training kennen. Sie planen den Mitarbeitereinsatz und erstellen Dienstpläne. Zudem lernen sie, wie sie Kontrollarbeiten in den Gasträumen durchführen.

Was lernt eine Restaurantfachfrau in der Praxis?

Azubis beginnen ihren Arbeitsalltag zunächst damit, Tische einzudecken und beispielsweise Blumendekorationen auf den Tischen zu richten. Darüber hinaus beschriften sie die Stelltafel mit den heutigen Tagesangeboten.

Sind Gäste eingetroffen, nimmt man die Bestellung auf und gibt diese an das Küchenpersonal weiter. Dabei ist es wichtig, dass Restaurantfachleute aktiv auf den Gast zugehen, um in ein Gespräch zu kommen und etwa Speisen und Getränke zu empfehlen.

Von ihren erfahrenen Kollegen lernt die Restaurantfachfrau, dass man immer rechts vom Gast servieren muss. Während die Gäste speisen, hält sie immer die Augen offen, um Wünsche und Nachfragen zu bemerken, ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Leerlaufzeiten werden dazu genutzt, um Gläser und Besteck zu polieren.

Vom Ausbilder bekommt die angehende Restaurantfachfrau darüber hinaus beigebracht, wie sie Getränke korrekt einschenkt: Beim Einschenken muss die linke Hand hinter dem Rücken gehalten, das Glas nicht bis zum Rand gefüllt und die Flasche abgedreht werden, sodass keine Spritzer entstehen. Zudem zeigt der Ausbilder seinen Azubis, mit welchen Techniken sie drei oder vier volle Teller gleichzeitig sicher transportieren können.

Dieses Profil wurde von Trinh geschrieben
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