Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten machen
Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

2 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 450-580 Euro
2. Ausbildungsjahr 500-650 Euro
3. Ausbildungsjahr 550-700 Euro
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Ausbildung als
Tiermedizinische Fachangestellte

Schulische und duale Ausbildung

Ob eine verstauchte Pfoten, ein verstimmter Magen oder eine fällige Impfung – wer ein Tier hält, der kommt und den einen oder anderen Tierarztbesuch nicht drum rum. Doch nicht nur für die Herrchen und Frauchen ist der Tierarztbesuch mit Angst und Stress verbunden, sondern auch für die vierbeinigen Patienten. Als Tiermedizinische Fachangestellte ist es daher dein Job, die Tiere zu beruhigen und sie von ihrer Angst abzulenken. Du hältst sie sanft aber bestimmt fest und ermöglichst damit dem Tierarzt die bestmögliche Behandlung. Aber nicht nur während der Behandlung bist du tatkräftig zur Stelle, so kümmerst du dich auch um die Pflege der Tages- oder Übernachtungsgäste, bereitest Termine und Operationen vor und hilfst bei der Abrechnung. Um Tiermedizinische Fachangestellte werden zu können benötigst du nicht nur ein sehr gutes Gespür für die Vierbeiner, sondern auch sehr gute Nerven. Denn der Anblick von Blut, Spritzen und Verletzungen zählt zu deinem Arbeitsalltag. Absolvieren kannst du deine Ausbildung in Tierarztpraxen, Tierkliniken, Zoos oder in Tierheimen. 

Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten dauert drei Jahre und findet in Form einer dualen Ausbildung statt. Die bedeutet nichts anderes, als dass du deine Ausbildung in einem Tierärztlichen Betrieb und in einer Berufsschule absolvierst. Welche Art des Tierärztlichen Betriebes du wählst hängt ganz von dir ab. Kannst du gar nicht genug von Hunden, Meerschweinchen und Kaninchen bekommen und lässt dich auch von scharfen Katzenkrallen nicht einschüchtern, bist du in einer Kleintierpraxis gut aufgehoben. Möchtest du den Arbeitsalltag nicht nur in einer Praxis zusammen mit Kleintieren verbringen könnte ein Tierarzt für Pferde und Rinder der richtige Ort für eine Ausbildung sein. Du bist jeden Tag auf Achse und fährst von einem tierischen Patienten zum nächsten. Dabei kann es auch mal rasant zugehen, denn bei Notfällen ist Eile geboten. 

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Da Pferde und Rinder zu den Schwergewichtlern unter den Tieren gehören, solltest du in der Lage sein, kräftig zuzupacken. Doch wusstest du, dass es nicht nur klassische Arztpraxen für Tiere gibt sondern auch ganze Kliniken? In Tierkliniken sind besonders aufwändige Untersuchungen und Operationen möglich. Die technische Ausstattung ist auf dem neuesten Stand und eine Betreuung rund um die Uhr gewährleistet. Auch die Kliniken sind speziell auf Klein- oder Großtiere ausgerichtet. Doch im Vergleich zur klassischen Praxis geht es in Kliniken etwas unpersönlicher zu. So wirst du in einer Tierarztpraxis viele Stammkunden betreuen, während du es in Kliniken vorwiegend mit Notfällen zu tun bekommst.  

Wusstest du schon, dass...

  • …nicht nur Menschen, sondern auch Tiere mit Prothesen ausgestattet werden, wenn sie ein Bein verlieren?
  • …fällige Impfungen der häufigste Grund für das Aufsuchen eines Tierarztes sind?
  • …Koliken die häufigste Todesursache bei Pferden sind? Ruft daher ein Pferdebesitzer aufgrund einer Kolik seines Pferdes an, heißt es für den Tierarzt Gas zugeben.
  • …Hunde ein drittes Augenlid haben?
  • …Tierbesitzer sehr empfindlich reagieren, sollte der Tierarzt das Tier als zu dick bezeichnen? Du lernst als Tierarzthelfer also viele nette Umschreibungen kennen.
  • …ein Tierarzt keinen Doktortitel braucht um zu praktizieren?

Der Job des Tiermedizinischen Fachangestellten erfordert nicht nur viel Leidenschaft, Sensibilität und Zuverlässigkeit sondern auch viel Zeit, denn leider sind Tiere nicht nur zwischen 8 und 16 Uhr krank, sondern genau dann, wenn man am wenigsten damit gerechnet hat. In einer Kleintierarztpraxis kannst du daher am ehesten von klassischen Arbeitszeiten ausgehen, in Kliniken und bei mobilen Ärzten dagegen, ist das Ende des Arbeitstages oft nur schwer abzusehen, die Arbeit am Wochenende oder Nachts gehört ebenso zu deinem Berufsalltag. Während deiner Ausbildung zur Tiermedizinischen Angestellten wirst du dich vor neuen Eindrücken kaum retten können. Für jedes Tier benötigst du einen bestimmten Griff und spezielle Untersuchungsgeräte. Du sorgst also dafür, dass der Tierarzt zur richtigen Zeit das richtige Instrument zur Hand hat und das Tier sich nicht der Untersuchung entziehen kann. Zudem reagiert jedes Tier – und jeder Tierhalter anders auf die Situation. Du wirst dich daher zum Tier- und Menschenflüsterer mausern und nicht nur mit den richtigen Taten, sondern auch mit beruhigenden Worten glänzen. Doch nicht nur im Untersuchungsraum bist du die rechte Hand des Tierarztes, so kann er auch im OP auf deine Hilfe zählen. Du bereitest den Operationsraum vor, legst die Instrumente bereit, desinfizierst was das Zeug hält und bringst die Tiere in die richtige Position. Währen der OP hältst du die Klemmen, tupfst und beobachtest das Tier. Da auch eine Tierarztpraxis ein Unternehmen ist, kommst du um „Papierkram“ nicht herum. Rechnungen erstellen, Patientenakten führen, Termine vereinbaren und medizinische Geräte bestellen lernst du daher ebenfalls währen deiner Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. 

Du solltest Tiermedizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...du keine Angst vor Tieren hast. Das gilt auch für Spinnen, Schlangen und kampflustige Katzen.
  2. ...du in stressigen Situationen die Ruhe bewahrst.
  3. ...du kein Problem mit dem Anblick von Blut und Spritzen hast

Du solltest auf keinen Fall Tiermedizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...du auf einen geregelten Tagesablauf großen Wert legst.
  2. ...wenn es dir schwer fällt beruhigend auf gestresste Menschen und Tiere einzugehen.
  3. ...du Tierhaarallergien hast.

Das Tiermedizinische Fachangestellte-Quiz

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