Ausbildung zum Integrationshelfer/-in machen
Integrationshelfer/in

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 0-10 Wochen
Arbeitszeit werktags, Wochenendarbeit (möglich)
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung zum
Integrationshelfer

Weiterbildung

Schulweg, Sportstunden und Klassenfahrten – diese ganz alltäglichen Dinge kennst du aus der eigenen Schulzeit ganz genau. Doch was, wenn eben solche Dinge nicht für jeden so normal sind und Kinder oder Jugendliche dabei Hilfe benötigen? Hier beginnt die Aufgabe eines Integrationshelfers.  Er begleitet Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen oder geistigen oder körperlichen Behinderungen und unterstützt sie individuell auf dem Weg zum Schulabschluss. Eine bestimmte Ausbildung als Integrationshelfer gibt es nicht, allerdings sind soziale oder pädagogische Erfahrungen von Vorteil, da es viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen bedarf. Dein Einsatzort als Integrationshelfer ist in den meisten Fällen an Schulen.

Viele Wege führen zum Beruf als Integrationshelfer und ein paar Möglichkeiten möchten wir dir hier einmal vorstellen. Das wichtigste bei diesem Beruf sind die sogenannten Soft-Skills. Wenn du also besonders einfühlsam bist und dich gerne auf Herausforderungen einlässt, kannst du viel erreichen. Eine Ausbildung als Integrationshelfer gibt es zwar nicht, allerdings kannst du durch Fortbildungen und Umschulungen bei Bildungszentren oder Vereinen den Grundstein für diesen Beruf legen. Dabei kannst du erste Praxiserfahrungen im Umgang mit  gehandicapten Kindern sammeln. Die Fortbildungen werden nicht vergütet, sondern müssen selbst finanziert werden. Oftmals übernimmt das Jobcenter die Finanzierung der im Durchschnitt zehnwöchigen Fortbildung. Die Kurse können sowohl vor deinem Einsatz als Integrationshelfer stattfinden, als auch begleitend dazu. Da Integrationshelfer die Kinder in den meisten Fällen innerhalb der Schulzeit betreuen, können anschließend oftmals versicherungspflichtige Teilzeitstellen vergeben werden. Da du als Integrationshelfer eine hohe emotionale Verantwortung übernimmst, sind Ausbildungsberufe wie Erzieher/-in oder Heilerziehungspfleger/-in durchaus ratsam und in manchen Fällen auch Voraussetzung, um erfolgreich in diesem Beruf zu arbeiten. In der dreijährigen Ausbildung erlangst du nützliches Wissen über unterschiedliche Behinderungen und den richtigen Umgang mit ihnen. Du kannst natürlich auch im Bundesfreiwilligendienst oder in einem freiwilligen sozialen Jahr erste Erfahrungen sammeln. Denn oftmals stoßen Menschen, die zuvor noch nie in engem Kontakt mit Menschen mit Behinderung gestanden haben, an ihre psychischen und physischen Grenzen. Bevor du dich also für den Beruf und die Ausbildung zum Integrationshelfer entscheidest, solltest du dir auf jeden Fall sicher sein, dass dieser Beruf etwas für dich ist.

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Schon vor der Ausbildung zum Integrationshelfer solltest du also keine Scheu vor engem Kontakt zu Kindern mit Handicap haben. Deine Aufgabe ist es, gehandicapte Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit zu begleiten. Ein Integrationshelfer kommt immer dann ins Spiel, wenn Schulen nicht in der Lage sind, die individuellen Bedürfnisse des Kindes mit eigenem Lehrpersonal zu decken. So ist es deine Aufgabe, das Kind nicht nur während des Unterrichts zu unterstützen, sondern auch in den Pausen oder bei Ausflügen. Konkrete Aufgaben eines Integrationshelfers sind dabei zum Beispiel Hilfestellungen bei Toilettengängen oder beim Umziehen vor dem Sportunterricht. Ebenso unterstützt du nach der Ausbildung als Integrationshelfer Kinder mit Behinderung bei der Kommunikation mit Mitschülern und Lehrern und motivierst sie dazu gesetzte Lernziele zu erreichen. Dabei wirkst du allerdings nicht als Zweitlehrer sondern gibst lediglich Hilfestellungen. Da du das Kind nicht nur in der Schule begleitest, sondern auch auf Ausflügen oder Klassenfahrten, kann es sein, dass du hin und wieder auch am Wochenende arbeiten musst.

Wusstest du schon, dass...

  • …im Jahr 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft trat, welche besagt, dass Kinder mit Behinderung Regelschulen besuchen dürfen? Trotzdem besuchen nur 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung eine reguläre Schule.
  • …die Lebenserwartung von Menschen mit Trisomie 21 in Europa seit 1929 von neun auf 60 Jahre gestiegen ist? Grund dafür ist die gute medizinische Betreuung.
  • …vereinzelt Pferde der Rasse Falabella als Blindenführtiere im Einsatz sind?
  • …der Physiker Stephen Hawking aufgrund seiner ALS-Erkrankung nicht mehr sprechen kann und deshalb einen Sprachcomputer besitzt, der auf die Bewegungen seiner Augen reagiert?
  • …in Deutschland mehr als 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung leben?
Es gibt keine festgelegten Qualifikationen für die Arbeit als Integrationshelferin, daher kannst du dich selbstständig bei privaten und öffentlichen Schulen nach offenen Stellen erkundigen. Ebenso hat man die Möglichkeit bei Wohlfahrtsverbänden und Vereinen den Bedarf an Integrationshelfern zu erfragen. In jedem Fall wird zuvor geschaut, ob die Chemie zwischen dem Kind, den Eltern und dir stimmt. Daher gelingt dir ein besonders schneller Einstieg in den Beruf, wenn du bereits Kontakt zu einem Kind mit Behinderung hast und das Vertrauen bereits aufgebaut wurde. Verwandte sind von diesem Vorteil aber ausgeschlossen. 

Du solltest Integrationshelfer werden, wenn...

  1. ...Einfühlungsvermögen zu deinen Persönlichkeitsmerkmalen gehört.
  2. ...du dich durchsetzen kannst.
  3. ...Kinder dein Ein und Alles sind.

Du solltest auf keinen Fall Integrationshelfer werden, wenn...

  1. ...Ungeduld deine größte Schwäche ist.
  2. ...du nie wieder eine Schule von innen sehen willst.
  3. ...Körperkontakt dich ekelt.

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