Ausbildung zum Schornsteinfeger/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 520 Euro
2. Jahr: 600 Euro
3. Jahr: 650 Euro

Schornsteinfeger/in

„Schornsteinfeger möcht ich werden, ist der schönste Beruf auf Erden“ – wenn auch du dieses Lied in deiner Kindheit immer und immer wieder gesungen hast, dann solltest du deinen Traum wahr werden lassen. Sie sind bekannt als die schwarzen Männer mit Zylinder auf dem Kopf und wenn man einen ihrer Knöpfe berührt, dann bringen sie Glück. Möchtest auch du ein Glücksbringer sein? Mit der Ausbildung zum Schornsteinfeger bist du für alle Heizungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen zuständig. Du sorgst dafür, dass alles nach bau- und umweltschutzrechtlichen Vorgaben errichtet und angebracht ist. Zudem reinigst du Feuerungsanlagen und entfernst Ablagerungen aus Lüftungsanlagen – damit es im Haus auch immer schön warm bleibt. Du berätst aber auch die Kunden und zeigst ihnen Möglichkeiten auf, wie sie effizienter Energie verbrauchen können und was sie zum Thema Brandschutz und auch Klimaschutz tun können. Alles in einem bist du einfach ein sehr netter Mensch, der gerne gesehen ist. Na, schon Glücksgefühle?

In deiner Ausbildung zum Schornsteinfeger lernst du alle Seiten des Berufes genauestens kennen. Vom Prüfen und Kontrollieren über Kehren und Reinigen bis hin zur Kundenberatung. Für gewöhnlich kennt man den Schornsteinfeger bloß als denjenigen, der in Schornsteine kriecht und dort völlig verschmutzt wieder heraus kommt. In deiner Ausbildung gehört allerdings mehr dazu. Du hast es mit zahlreichen Anlagen rund ums Feuern, Heizen und Lüften zu tun – angefangen beim Schornstein bis hin zu Lüftungsanlagen, Feuerungsanlagen wie Gas- und Ölheizungen, aber auch Feuerstätten wie Kamine. Und du hältst dich auch nicht nur auf dem Dach auf. Als Schornsteinfeger bist du überall unterwegs. In Kellerräumen, auf dem Dach, in Wohnungen oder auch in Großküchen überprüfst du, dass alles funktioniert und vorallem sicher läuft. Denn Sicherheit ist besonders bei Feuerungsanlagen höchste Priorität. Wenn du Mängel feststellst, musst du den Kunden sofort darüber informieren, sodass gegenfalls eine Reperatur vorgenommen werden kann.

Um alles richtig zu kontrollieren, musst du auch baurechtliche und umweltschutzrechtliche Vorgaben beachten. Diese lernst du während deiner Arbeit, aber auch in der Berufsschule. Dein Schornsteinfegerbetrieb hat ein sogenannten Kehrbezirk. Dieser Bezirk muss am Ende eines Jahres abgearbeitet sein. Damit das funktioniert, kann es durchaus sein, dass du am Tag 20-30 Kundentermine wahrnehmen musst. In der Regel hast du eine bestimmte Wochenvorgabe, sodass du dir deine Stunden gut selbst einteilen kannst. Du planst und organisierst dich also selbstständig – natürlich in Absprache mit deinem Meister. Damit auch jemand vor Ort ist, musst du natürlich all deine Termine mit den Kunden absprechen. Für gewöhnlich hängst du dafür Anmeldezettel auf. Da kann es aber auch oft passieren, dass Kunden ihre Termine mal absagen oder verschieben. Hier ist also Flexibilität gefragt. 

 

Wusstest du schon, dass...

  • durch den Rückgang der Kohleheizung und dem vermehrten Einsatz von Gas- und Ölheizungen die eigentliche Reinigung der Schornsteine für Schornsteinfeger in den Hintergrund getreten ist?
  • dass der 22. Oktober der Tag des Schornsteinfegers ist? Es gibt den Tag seit 2010.
  • der Glücksbringer-Ruf des Schornsteinfegers aus dem Mittelalter stammt? In den eng bebauten Innenstädten und den Holzhäusern der Dörfer breitete sich Feuer rasend schnell aus. Schornsteinfeger befreiten die Schornsteine von Ruß, der die Flammen verbreitete und halfen damit gegen solche Katastrophen anzugehen. Sie brachten also das Glück zurück ins Haus.

Zu beachten ist allerdings, dass es seit Januar 2013 eine neue Regelung für Schornsteinfeger gibt. Bis dahin konnten Schornsteinfeger kommen, wann es ihnen passte. Ein Gesetz sicherte den Schornsteinfegern ihr Gebietsmonopol. Das ist seitdem anders. Hauseigentümer können selbst entscheiden, wer bei ihnen den Kamin kehrt.

Eine der wichtigsten Aufgaben, die du als Schornsteinfeger hast, ist es Immissionsschutzmessungen durchzuführen, um zu prüfen, ob ein Schornstein zum Beispiel zu viel Ruß abgibt. Genaue Messungen gehören daher zum Alltag eines Schornsteinfegers und hier ist absolute Sorgfalt erforderlich. Aber auch die ganz gewöhnlichen Aufgaben dürfen natürlich nicht vergessen werden. Das „Kehren“ ist ebenfalls eine Arbeit, die regelmäßig durchgeführt werden muss. Mit Kehrleinen, -besen und Ketten reinigst du Kamine, Schornsteine und Verbindugnsstücke. All diese Tätigkeiten lernst du während deiner Ausbildung in der praktischen Anwendung.

Die Ausbildung zum Schornsteinfeger verläuft in dualer Form. Die meiste Zeit verbringst du im Handwerksbetrieb und die Theorie lernst du in der Berufsschule. Der Unterricht für die Theorie findet als Blockunterricht statt, das heißt, immer an einem Stück. Insgesamt dauert deine Ausbildung 3 Jahre. Solltest du dich gut anstellen bzw. gute Noten schreiben, hast du die Möglichkeit, deine Ausbildung zu verkürzen. Am Anfang deiner Ausbildung lernst du alle Grundlagen, die du für die normalen Kehr- und Prüfarbeiten brauchst – hier kommen sehr viel Mathe, Physik, Chemie und technische Grundlagen auf dich zu. Wäre also super, wenn du bereits ein paar Kenntnisse in dem Bereich hast oder zumindestens das Verständnis und Interesse dafür. Neben einem Realschulabschluss sind außerdem Selbstständigkeit und Eigenverantwortung optimale Eigenschaften, um in den Beruf des Schornsteinfegers einzutreten. Wenn es dir zudem nichts ausmacht, viel unterwegs zu sein und häufig draußen zu arbeiten, dann erfüllst du bereits alle Voraussetzungen.

Nach deiner Ausbildung hast du zahlreiche Möglichkeiten, um dich weiterzubilden. Du kannst dich auf einen ganz bestimmten Bereich spezialisieren, dich zum Techniker oder Fachkaufmann ausbilden lassen oder du machst noch dein Meister, wirst selbstständig oder hängst ein Studium hinten dran. Als Schornsteinfeger stehn dir viele Türen offen. 
Du solltest Schornsteinfeger/in werden, wenn …
  1. du handwerklich begabt bist.
  2. du dich auch gerne mal schmutzig machst.
  3. du keinen starren Arbeitsalltag haben möchtest.
Du solltest auf keinen Fall Schornsteinfeger/in werden, wenn …
  1. gutes Aussehen und schicke Klamotten für dich im Vordergrund stehen.
  2. du total chaotisch bist und absolut kein Organisationstalent hast.
  3. handwerkliche Tätigkeiten für dich nicht in Frage kommen.
Das Schornsteinfeger/in-Quiz
Frage / 3

Welche Abkürzung wird für den Schornsteinfeger manchmal benutzt?

Leider falsch! Richtige Antwort ist BSFM. Ausgeschrieben steht die Abkürzung für Bezirksschornsteinfegermeister.
Richtig! Ausgeschrieben steht die Abkürzung für Bezirksschornsteinfegermeister.

Wer oder was ist Ruß?

Leider falsch! Ruß ist ein schwarzer, pulverförmiger Feststoff, der je nach Qualität und Verwendung zu 80 bis 99,5% auf Kohlenstoff besteht.
Richtig! Ruß ist ein schwarzer, pulverförmiger Feststoff, der je nach Qualität und Verwendung zu 80 bis 99,5% auf Kohlenstoff besteht.

Für welche Anlagen ist der Schornsteinfeger neben dem Kamin noch zuständig?

Leider falsch! Schornsteine, Lüftungsanlagen, Feuerungsanlagen wie Gas- und Ölheizungen und Feuerstätten gehören mit zum Tätigkeitsbereich eines Schornsteinfegers.
Richtig! Schornsteine, Lüftungsanlagen, Feuerungsanlagen wie Gas- und Ölheizungen und Feuerstätten gehören mit zum Tätigkeitsbereich eines Schornsteinfegers.
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Dieses Profil wurde von Marina geschrieben
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