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Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen
Grafik: Ausbildung Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer2 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst

Allgemeine Infos

In Kranken- und  Pflegeheimen ist immer etwas zu tun – die Bewohner freuen sich über freundliche Begleiter beim täglichen Spaziergang, Essen muss zubereitet oder verteilt werden. Damit nicht das Chaos herrscht, müssen Aufenthalts- und Speisesäle aufgeräumt werden. Und auch tropfende Wasserhähne sind in einer Pflegeeinrichtung alles andere als gern gesehen. In der Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen sorgst du dafür, dass es den Bewohnern und Patienten an nichts fehlt. Hattest du bisher bei der Ausbildungssuche nur wenig Erfolg, könnte sich hier mehr als nur irgendein Beruf verbergen – sondern eine echte Chance. Denn die Ausbildung wurde speziell für Jugendliche entwickelt, die es auf Anhieb nicht in eine Ausbildung geschafft haben. Also worauf warten? Nutze die zweite Chance und starte jetzt die spannende Ausbildung!

Info: Findest du hier keine Stellen, schau mal beim Sozialassistenten vorbei!

Bild aus dem Text zu Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen

Was macht ein Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen?

Als Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen bist du ein Allrounder und packst da an, wo du gebraucht wirst. Da kann es auch mal sein, dass du mit dem Werkzeugkasten ausgerüstet die Ärmel hochkrempelst und eine kaputte Lampe reparierst oder mit einem Heimbewohner beim Bürgeramt Schlange stehst. Denn es gibt viele Aufgaben über die „normale“ Pflege hinaus, die täglich erledigt werden müssen und dazu beitragen, dass es den Heimbewohnern oder Patienten besser geht. Dazu gehört auch, dass Patienten, die etwas mehr Unterstützung brauchen, diese von dir während der Mahlzeiten bekommen. Du siehst, für die Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen, werden junge Leute gesucht, die sich nicht scheuen, Verantwortung zu übernehmen.

Wie läuft die Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen ab?

Insgesamt dauert die Ausbildung zwei Jahre, der Ausbildungsbetrieb kann ein Krankenhaus, eine Seniorenresidenz oder eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung sein. Mitbringen solltest du einen Hauptschulabschluss. Hast du diesen nicht, kannst du ihn mit der Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen erwerben.  Deine Noten spielen bei der Vergabe der Ausbildungsplätze übrigens keine große Rolle. Hattest du mit Mathe, Deutsch oder Englisch vielleicht deine Probleme, ist nun die Zeit zu beweisen, was in dir steckt. Hier kannst du zeigen, dass auf dich Verlass ist und du für Menschen da bist, wenn sie dich brauchen.

Damit du schnell in der Lage bist eigenständig zu arbeiten, ist die Ausbildung im ersten Jahr mit einer Art Intensivkurs zu vergleichen. 800 Stunden Unterricht warten verteilt auf das Jahr auf dich. Doch keine Sorge, natürlich wirst du nicht nur Bücher wälzen, sondern auch deine ersten Einsätze im Heim oder Krankenhaus meistern. Im zweiten Jahr rückt der Unterricht in den Hintergrund – nur noch 80 Unterrichtsstunden sind nun zu bestreiten. In der Praxis lernst du dagegen die Küche, die Pflege und Betreuung sowie die Haustechnik weiter kennen. Nach der Ausbildung hast du die Möglichkeit an einer Weiterqualifizierung zum Altenpflegehelfer teilzunehmen.

Du solltest Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen werden, wenn...
  1. du immer schon eine soziale Ader hattest.
  2. du jeden Tag Menschen eine Freude bereiten möchtest.
  3. du einen Beruf möchtest, in dem du selbst wichtiger bist, als dein Zeugnis.
Du solltest auf keinen Fall Servicehelfer/in im Sozial- und Gesundheitswesen werden, wenn...
  1. du dich in der Gegenwart Hilfsbedürftiger sehr unwohl fühlst.
  2. es dir große Angst einjagt, in einem Krankenhaus zu sein.
  3. du auf keinen Fall an einem Wochenende arbeiten möchtest.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Essen zubereiten, verteilen und Patienten beim Essen betreuen.
  • Heimbewohner beim Spaziergang unterhalten.
  • Reparaturen in Heim und Krankenhaus ausführen.
  • Aufenthaltsräume aufräumen und vorbereiten.
  • Botengänge übernehmen.
  • Patienten bei Behördengängen tatkräftig unterstützen.

Gehalt

Eine Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen – das bedeutet, eine berufliche Zukunft aufzubauen und auch, ein eigenes Gehalt zu verdienen. Die Unabhängigkeit kann kommen! Noch dazu ist die Ausbildung nur der erste Schritt, danach warten tolle Möglichkeiten auf dich, deine Karriere voranzutreiben. Und das bedeutet auch langfristig ein höheres Gehalt. Doch fangen wir vorne an: Nun erfährst du, was du während und nach der Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen verdienst.

Was verdient ein Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen während der Ausbildung?

Seit 1. Januar 2020 gibt es auch für Auszubildende einen Mindestlohn. Im ersten Ausbildungsjahr erhalten Azubis mindestens 724 Euro brutto im Monat. Die Mindestvergütung erhöht sich in den nächsten Jahren schrittweise. Im zweiten Jahr bekommst du mindestens 854 Euro. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Ist der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden, gilt der Tarifvertrag – auch wenn die Vergütung unter dem Mindestlohn liegt. Das ist aber sehr selten der Fall.

Generell übernimmst du als Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen vor allem Assistenzaufgaben. Merkst du schon bald, dass du gerne mehr Verantwortung übernehmen möchtest, dann kannst du dich zum Pflegefachmann oder Krankenpflegehelfer weiterqualifizieren. Nun sind nicht nur deine Aufgaben schwieriger, sondern auch dein Gehalt höher.

Was kann ich als Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen nach der Ausbildung verdienen?

Bist du bei einer städtischen Einrichtung wirst du nach einem Tarifvertrag bezahlt. Das heißt nichts anderes, als dass die Einrichtung nicht frei entscheiden kann, was sie dir bezahlt, sondern es einen vorgeschrieben Vertrag gibt, in dem steht, was dir als Gehalt zusteht. Daher kannst du nun als frisch ausgebildeter Altenpflegehelfer rund 2000 Euro brutto verdienen. Mit der Zeit steigert sich dieses Gehalt weiter. Von diesem Lohn musst du aber noch rund ein Drittel für Steuern und Versicherungen abziehen. Da aber Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht immer an solche Tarifverträge gebunden sind, kann es auch sein, dass dein Lohn frei verhandelt wird und niedriger liegt

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen

Mit der Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen hast du einen wichtigen Schritt getan: Du bist nun im Berufsleben angekommen und kannst auf eigenen Füßen stehen. Hast du in der Zeit der Ausbildung gemerkt, dass du im Sozialwesen genau richtig bist und träumst nun von größerer Verantwortung, dann können wir dir sagen, dass du tolle Weiterbildungsmöglichkeiten hast. Welche das sind, das erfährst du nun.

Weiterqualifizierung zum Altenpflegehelfer

Nach der Ausbildung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen kannst du an der Ausbildung zum Altenpflegehelfer teilnehmen. So kann gleich auf deinem Wissen aufgebaut werden. Du verrichtest jetzt nicht nur Hilfsarbeiten, sondern bekommst deutlich mehr Patientenkontakt.

Pflegefachmann

Nach der Weiterqualifizierung hast du die Berechtigung eine Ausbildung zum Pflegefachmann zu machen. Du bist nun nicht mehr länger Assistent, sondern darfst selbst deutlich mehr Verantwortung tragen. Und wer weiß, vielleicht leitest du ja selbst einmal Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen an. Um Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau werden zu können, musst du an eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Oft ist es sogar möglich, dass du diese bei deinem Erstausbilder machen darfst. Also halte dich ran, und zeige, dass du für einen Karriereschritt bereit bist.

Bewerbung

Du bist schon immer hilfsbereit gewesen? Du siehst immer jemanden, dem du unter die Arme greifen kannst? Du möchtest nicht vorm Computer sitzen und Zahlen abtippen, sondern jeden Tag Menschen glücklich machen? Dann hast du den richtigen Ausbildungsberuf gewählt. Aber jetzt sind wir an der Reihe, um dir zu helfen. Mit unseren Tipps kannst du mit deiner Bewerbung zur Servicehelferin im Sozial- und Gesundheitswesen sofort loslegen. Und das ist wichtig, denn: Je früher du dich bewirbst, desto größer sind deine Chancen auf freie Ausbildungsplätze.

Du möchtest sicher wissen, was alles in deine Bewerbung zur Servicehelferin im Sozial- und Gesundheitswesen gehört. Wir haben die Antwort: in deine Mappe gehören mindestens ein Anschreiben, ein Lebenslauf mit Passfoto und eine Kopie von deinem letzten Schulzeugnis. Wenn du bereits ein Praktikum in einem Alten- oder Pflegeheim oder einem Krankenhaus gemacht hast, dann kannst du auch das Praktikumszeugnis beilegen. So weiß dein zukünftiger Arbeitgeber direkt, dass du mit den täglichen Abläufen vertraut bist. Überhaupt ist es im Anschreiben sehr wichtig, dass du zeigst, was du kannst und warum der Ausbildungsberuf für dich genau der richtige ist. Bist du vielleicht neben der Schule schon länger ehrenamtlich tätig? Wann hast du gemerkt, dass du Servicehelfer werden möchtest? Warum bewirbst du dich ausgerechnet bei diesem Heim? Es ist natürlich auch wichtig, dass du etwas von deiner Persönlichkeit verrätst. Im Berufsalltag ist es wichtig, dass du im Umgang mit kranken oder älteren Menschen geduldig bist und immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche hast. So etwas solltest du auf jeden Fall in das Anschreiben tippen. Falls es Momente gab oder du auch begründen kannst, dass du genau der richtige Typ für den Beruf bist, umso besser.

Im Lebenslauf findet oben rechts dein Passbild Platz. Ansonsten musst du dort deine Daten tabellarisch eintragen. So erhält man einen schnellen Überblick darüber, wer du bist und was dich ausmacht. Hier hast du nochmal die Möglichkeit, deine Praktika einzutragen und auch ehrenamtliche oder Vereinsmitgliedschaften einzutragen. Damit kannst du in sozialen Berufen immer wieder Pluspunkte sammeln, weil es zeigt, dass du nicht erst jetzt deine soziale Ader entdeckt hast.

Bei deiner Bewerbung zur Servicehelferin im Sozial- und Gesundheitswesen müssen auch alle Formalitäten stimmen, also die Adresse an der richtigen Stelle, der passende Zeilenabstand und auch die Zentimeter zum Rand sind genormt. Bevor du deine Bewerbung zum Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen abschickst, musst du noch einmal alles gründlich auf Fehler überprüfen. Lies dir die Texte noch mindestens zwei oder dreimal durch. Ein kleiner Tipp: Gib deine Texte auch einem Freund oder Verwandten, denn andere Leute finden die Fehler meistes viel schneller.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Nach der Bewerbung ist vor der Bewerbung. Wenn du deine Mappe abgeschickt hast, dann wirst du hoffentlich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Dort möchte man dich noch einmal persönlich kennenlernen, denn für soziale Berufe ist der Charakter sehr wichtig. Du solltest daher gut ausgeschlafen sein, wenn du deinem zukünftigen Arbeitgeber mit einem sympathischen Lächeln das erste Mal persönlich begegnest. Der erste Eindruck ist sehr wichtig, wenn es um die Bewerbung geht. Das gilt auch für deine Bewerbung zur Servicehelferin im Sozial- und Gesundheitswesen. Du solltest für das Gespräch also auf ein gepflegtes Äußeres achten. Neben genügend Schlaf, der die Augenringe vertreibt, ist die Kleidung nicht unwichtig. Sie sollte sauber und ordentlich sein. So wie du im Berufsalltag auf Sauberkeit und Hygiene achten musst, gilt das auch für deine Arbeitsweise- und deine Arbeitskleidung. Wer mit Kaffeeflecken und Dreck erscheint, der macht keinen guten Eindruck. Nimm also gute Schuhe aus dem Schrank, schnapp dir eine saubere Hose und ein schlichtes und gebügeltes Hemd bzw. eine ordentliche Bluse. Nimm unauffällige Farben, denn sie sollen ja nicht von dir ablenken. Dann sollte alles stimmen und deiner Wunschausbildung zum Greifen nah. Wir drücken dir die Daumen!

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