Ausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten machen
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

122 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 740 Euro
2. Ausbildungsjahr 780 Euro
3. Ausbildungsjahr 830 Euro
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Ausbildung als
Zahnmedizinische Fachangestellte

Klassische duale Berufsausbildung

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 70.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Laut des Statistischen Bundesamtes ist der Herzinfarkt damit die häufigste Todesursache der Deutschen. Ein besonders hohes Risiko zur Erkrankung liegt vor allem bei Bewegungsmangel, Übergewicht und Bluthochdruck vor – und bei mangelnder Mundhygiene. Dass es einen starken Zusammenhang zwischen entzündetem Zahnfleisch und Entzündungen am restlichen Körper, insbesondere am Herzen, gibt, wissen allerdings nur die Wenigsten.

Was macht eine zahnmedizinische Fachangestellte?

Organisation der Arbeitsabläufe in der Praxis: Als zahnmedizinische Fachangestellte (häufig als ZFA abgekürzt) vereinbart man Termine mit Patienten, führt den Terminkalender, bereitet Praxisräume vor, indem man sterilisiertes Zahnbesteck wie Schleifer, Pinzette und Zahnsonde auf den Behandlungstisch legt, und stellt die Patientenakten für die anstehende Behandlung bereit. 

Betreuung von Patienten: Man empfängt Patienten und berät sie nach der Behandlung über durchzuführende Maßnahmen oder Behandlungsalternativen. Darüber hinaus informiert man sie über mögliche Zusatzleistungen wie professionelle Zahnreinigungen oder Bleachings, die kostenpflichtig sind. Sind Medikamente notwendig, werden Verordnungen für die Patienten erstellt.  

Durchführung von Prophylaxe-Maßnahmen: Es werden Maßnahmen zur Vorbeugung von zahnmedizinischen Erkrankungen durchgeführt. Eine Prophylaxe-Maßnahme zum Beispiel ist eine professionelle Zahnreinigung, bei der alle schädlichen Beläge mit Handinstrumenten wie Bürste und Ultraschallgerät von den Zahnoberflächen entfernt werden.  

Assistieren bei Behandlungen: Nachdem man alle benötigten Instrumente und Materialien wie Nadeln, Naht- und Füllungsmaterial bereitgestellt hat, leistet man bei Behandlungsmaßnahmen Hilfe, beispielsweise durch das Absaugen von Speichel. Darüber hinaus ist es ebenfalls Aufgabe der zahnmedizinischen Fachangestellten, Röntgenaufnahmen anzufertigen, Behandlungsabläufe zu dokumentieren und die Behandlungsräume hinterher aufzuräumen sowie zu desinfizieren. 

Büro-, Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten: Praxismaterial wie Tupfer und Röntgenfilme bestellen, Aufträge für das zahntechnische Labor anfertigen, Behandlungs- sowie Heil- und Kostenpläne ausfüllen – all das gehört zum Arbeitsalltag der zahnmedizinischen Fachangestellten. 

Laborarbeiten: Zu den Aufgaben einer ZFA gehören auch kleinere Laborarbeiten, wie das Ausgießen eines Gebissabdruckes mit Gips. Sobald der Gips erhärtet ist, entsteht ein Modell, womit man die Größe und Lage der Zähne genau erkennen kann. Solche Modelle werden etwa für die Herstellung von Bleaching-Schienen benötigt. Das Anfertigen von Bleaching- Schienen ist ebenfalls Aufgabe der zahnmedizinischen Fachangestellten, wobei diese Tätigkeit mittlerweile aufgrund des Zeitaufwandes immer öfters vom Zahnarzt an ein Zahntechniklabor ausgelagert wird.   

Reinigung von Instrumenten, Apparaten und Einrichtungen: Nach jeder Behandlung reinigt, pflegt und desinfiziert man die verwendeten Instrumente wie Mundspiegel und Scaler sowie Apparate wie den Absauger.

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Warum sollte man zahnmedizinische Fachangestellte werden?

Prophylaxe-Maßnahmen, Paradontitis-Behandlungen, Füllungen und Bleachings – zahnmedizinische Fachangestellte erwarten abwechslungsreiche Tätigkeiten. Zudem ist es ein sehr menschennaher Beruf, da man täglich im Patientenkontakt steht. 

Wo kann ich als zahnmedizinische Fachangestellte arbeiten?

Du wirst in erster Linie in Zahnarztpraxen, kieferorthopädischen und kieferchirurgischen Praxen arbeiten. Aber auch in Zahnkliniken und Universitätskliniken der Richtung Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bist du als zahnmedizinische Assistenz den Zahnärzten und Chirurgen behilflich. Darüber hinaus kannst du auch in der öffentlichen Verwaltung des Gesundheitswesens tätig werden – ein möglicher Einsatzort ist das Gesundheitsamt.  

Wie sind die Arbeitszeiten als zahnmedizinische Fachangestellte?

In Praxen, die zur Tarifgesellschaft der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe gehören, arbeitet man 39 Stunden in der Woche. Die Tarifgesellschaft umfasst jedoch nur Hamburg, Hessen, Saarland und Westfalen-Lippe. Die Wochenarbeitszeit in anderen Praxen und Kliniken weicht leicht davon ab – im Durchschnitt arbeitet man 40 Stunden. Die Arbeitszeit ist grundsätzlich auf die Werktage verteilt. Als zahnmedizinischer Fachangestellter leitet man aber auch Notdienst, der sonn- und feiertags oder nachts stattfinden kann.  

Welche Arbeitskleidung tragen zahnmedizinische Fachangestellte?

Zahnmedizinische Fachangestellte tragen einen Kasack, eine weitgeschnittene, geschlossene und kurzärmelige Bluse – wobei jede Praxis oder Klinik eine eigene Kasack-Farbe vorschreibt. Dazu trägt man eine weiße Hose und Clogs oder Sandalen. Möglich sind auch saubere Turnschuhe. 

Was muss ich für ein Typ sein, um zahnmedizinische Fachangestellte zu werden?

Helfer: Du hilfst dem Zahnarzt bei der Behandlung und den Patienten, sich währenddessen wohlzufühlen.

Perfektionist: Du dokumentierst Behandlungsergebnisse exakt und erstellst fehlerfreie Abrechnungen. Zudem verhinderst du Infektionen bei Patienten, indem du Abdrucklöffel und Mundspiegel immer gründlich sterilisierst.

Organisationstalent: Auch wenn es in der Praxis hektischer wird, bereitest du die Behandlungsräume vor, füllst Kostenpläne aus und erstellst Aufträge für das Labor – und all das in geordneter Reihenfolge.

Wusstest du schon, dass...

  • …über 99% der Berufsangehörigen weiblich sind?
  • …du deine Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte auch bei der Bundeswehr machen kannst? Die Bundeswehr bietet jährlich etwa 120 Ausbildungsplätze an.
  • …die Ausbildung als Zahnarzthelferin der Vorgängerberuf von der Zahnmedizinischen Fachangestellten war? Diese Bezeichnung wurde jedoch im Jahr 2001 aufgehoben.
  • …es den Beruf seit etwa 1850 gibt? Damals gab es die sogenannten ‚barmherzigen Töchter‘, welche meist aus höheren Familien stammten und bei Zahnbehandlungen assistierten.
  • …die Deutschen im Schnitt 344 Zahnpasta-Tuben (75ml) in ihrem Leben verbrauchen?

Wie läuft die Ausbildung als zahnmedizinische Fachangestellte ab?

Möchte man den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten ausüben, ist eine duale Ausbildung erforderlich. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und findet parallel in der Berufsschule und in der Arztpraxis statt. Der Unterricht an der Berufsschule wird entweder in Blockform oder an bestimmten festen Tagen in der Woche durchgeführt. Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres gibt es eine Zwischenprüfung. Mit Bestehen der Abschlussprüfung nach dem dritten Lehrjahr ist man offiziell ZFA.   

Insider: Ausbildung im ZZB – Zahnmedizinisches Zentrum Berlin

Besitzt man das Abitur, verkürzt sich die Ausbildung im ZZB – Zahnmedizinisches Zentrum Berlin um ein halbes Jahr. Mit besonders guten Leistungen ist sogar eine weitere Ausbildungsverkürzung möglich. Dafür unterstützt das ZZB ihre Azubis mit regelmäßigen Trainings. In der Kombination aus Abitur und herausragenden Leistungen dauert die Ausbildung somit nur 2 statt 3 Jahre.  

Was lernt eine zahnmedizinische Fachangestellte in der Berufsschule?

In der Berufsschule verschafft man sich einen Überblick über die unterschiedlichen Aufgabenbereiche eines zahnmedizinischen Fachangestellten. Dabei lernt man einzelne Arbeitsschritte, etwa einer Wurzelbehandlung, kennen, und macht sich dadurch mit dem Behandlungsablauf vertraut.

Du solltest Zahnmedizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...der Umgang mit Menschen dir große Freude bereitet.
  2. ...du eine Gabe zum Beraten und Erklären hast.
  3. ...Helfen und Assistieren dir Spaß machen.

Du solltest auf keinen Fall Zahnmedizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...du unter einer Kontakt- oder Bakterienphobie leidest.
  2. ...es nichts für dich ist, organisierende Tätigkeiten auszuüben.
  3. ...dich deine Freunde nur ‚Tollpatsch‘ nennen.

Das Zahnmedizinische Fachangestellte-Quiz

Wer oder was ist Plaque?



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