Ausbildung zum/zur Informatikkaufmann/-frau

Mit freundlicher Unterstützung von ALDI SÜD

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 900 Euro
2. Jahr: 960 Euro
3. Jahr: 1050 Euro

Informatikkaufmann/-frau

24 Stunden – so lange irrte die erste E-Mail im Netz herum, die je in Deutschland ankam. Das ist 35 Jahre her. Heute dauert das Verschicken einer digitalen Nachricht nur noch einen winzigen Bruchteil davon, egal ob WhatsApp-Nachricht, Video-Call oder Mail. Über die Jahre sind Computer und andere technischen Geräte deutlich schneller, günstiger und kleiner geworden – und damit viel effizienter. Preis-Leistung von IT-Produkten – das ist etwas, womit sich Informatikkaufleute täglich beschäftigen.

Was macht ein Informatikkaufmann?

IT-Lösungen entwickeln: Informatikkaufleute überprüfen und optimieren den Einsatz von informations- und telekommunikationstechnischen – kurz IT – Systemen im Unternehmen. Es geht darum, welche IT-Systeme die unterschiedlichen Prozesse wie zum Beispiel die Buchhaltung oder den Einkauf verbessern.

Kostenpläne erstellen: Nicht nur das Aussuchen der passenden Soft- und Hardware fürs Unternehmen fällt in den Aufgabenbereich der Informatikkaufleute, sondern auch das Aufstellen von Kostenplänen. So analysieren sie, ob der Einsatz von IT-Systemen im Unternehmen wirtschaftlich ist.

Angebote von Herstellern einholen: Hat der Informatikkaufmann ermittelt, welche IT-Systeme benötigt werden, holt er entsprechende Angebote bei Herstellern ein. Dazu gehört es auch, mit potenziellen Lieferanten den besten Preis zu verhandeln.

IT-Systeme in Betrieb nehmen und verwalten: Sind die bestellten IT-Produkte angekommen, ist es Aufgabe des Informatikkaufmanns, diese einzurichten und in Betrieb zu nehmen. Dazu gehören Testabläufe mit der Analyse, Dokumentation und Behebung von Störungen.

Mitarbeiter für den Einsatz von IT-Systemen schulen: Damit auch die übrigen Mitarbeiter mit der installierten Hard- und Software zurechtkommen, werden sie vom Informatikkaufmann geschult. Zusätzlich erstellt er Nutzungsunterlagen und Programmbeschreibungen.

IT-Sicherheit und Datenschutz organisieren: Als Experten für IT sind Informatikkaufleute auch für die Einhaltung von IT-Sicherheit und Datenschutz im Unternehmen zuständig.

Anforderungen der Fachabteilungen aufnehmen: Um das richtige telekommunikationstechnische System auszuwählen, müssen Informatikkaufleute wissen, wie Einkauf, Produktion, Vertrieb und interne Prozesse im Unternehmen ablaufen.

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Software und Hardware auswählen und bestellen
  • IT-Systeme im Unternehmen einrichten
  • Kostenpläne erstellen
  • Mitarbeiter in Nutzung von IT-Systemen einweisen
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

Insider: Der Informatikkaufmann bei ALDI SÜD

Als Informatikkaufmann bist du bei ALDI SÜD der Spezialist rund um das Thema IT-Systeme. Zu deinem Aufgabenbereich gehört die Bedarfsermittlung sowie die Beschaffung und Verwaltung von informations- und telekommunikationstechnischen Systemen .

Bei Problemen mit Soft- und Hardware planst und erstellst du Anwendungslösungen. Werden individuelle Lösungen benötigt, gehört auch der Entwurf und die Umsetzung neuer Anwendungssysteme zu deinem Tätigkeitsfeld als Informatikkaufmann.

Daneben wirst du Informations- und Beratungsgespräche sowie Schulungen für die internen Anwender der Systeme durchführen.

Warum sollte man Informatikkaufmann werden?

Auf dem Arbeitsmarkt sind Informatikkaufleute begehrt. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte nach der Ausbildung also keine Schwierigkeiten haben, einen Job zu finden. Ein weiterer Pluspunkt: Die Tätigkeit ist vielfältig. Denn als Informatikkaufmann oder Informatikkauffrau bildet man die Schnittstelle zwischen IT und den übrigen Fachbereichen eines Unternehmens. Man hat im Berufsalltag viel Kontakt zu anderen Menschen und beschäftigt sich ebenso mit IT- wie mit wirtschaftlichen Themen.

Wo kann ich als Informatikkaufmann arbeiten?

Heute kommt kein Betrieb – sei es Buchhandlung, Bank oder Krankenhaus – ohne internes Computer-Netzwerk aus. Als Informatikkaufmann kannst du also in Unternehmen sämtlicher Branchen einen Job finden. Dort arbeitest du in erster Linie im Büro am Computer. Ab und zu bist du aber auch im Außendienst unterwegs, zum Beispiel, wenn du Kunden oder Kollegen besuchst, um ihnen ein neues IT-System zu erklären.

Wusstest du schon, dass …

… unter den IT-Ausbildungsberufen die Informatikkaufleute die höchste Frauenquote haben? Jeder sechste Azubi ist weiblich.

Wie sind die Arbeitszeiten als Informatikkaufmann?

Als Informatikkaufmann oder Informatikkauffrau arbeitet man in der Regel werktags, meist acht Stunden täglich. Es kann aber auch sein, dass du Überstunden machen musst, weil du noch an der Lösung eines IT-Problems sitzt. Mit solchen unerwartet langen Arbeitstagen solltest du ab und zu rechnen.

Was muss ich für ein Typ sein, um Informatikkaufmann zu werden?

Techniker: Deine Eltern und deine Freunde kommen zu dir, wenn sie PC- oder Handy-Probleme haben. Du weißt schließlich immer genau, was zu tun ist, wenn unsere digitalen Begleiter nicht so funktionieren, wie sie sollen.

Helfer: Bittet dich jemand um Hilfe, verdrehst du nicht genervt die Augen, sondern hilfst gerne! Am besten so geduldig, dass auch die andere Person versteht, wie das Problem zu lösen ist.

Analytiker: Du hast Spaß an Berechnungen, Analysen und am Umgang mit Software, magst Mathe und Finanzen? Das sind perfekte Voraussetzungen für die Ausbildung zum Informatikkaufmann.

Insider: Die Ausbildung bei ALDI SÜD

ALDI SÜD veranstaltet zu Beginn der Ausbildung eine Einführungswoche. Dort hast du die Gelegenheit, das Team und deine zukünftigen Arbeitsbereiche in der IT kennenzulernen. So besuchst du beispielsweise MS-Office-Schulungen, um dich schnell einarbeiten zu können.

Insgesamt dauert die Ausbildung bei ALDI SÜD 2,5 Jahre. Während dieser Zeit wirst du abwechselnd im Betrieb arbeiten und die Berufsschule besuchen. Der Berufsschulunterricht, der in Essen stattfindet, beginnt etwa einen Monat nach Ausbildungsbeginn und findet anschließend alle fünf Wochen statt. Dabei erfolgt der Unterricht in Blockform, die jeweils zwei Wochen dauern.

Die Praxisphasen verbringst du in der ALDI SÜD IT in Mülheim an der Ruhr oder in Duisburg. Während deiner Ausbildung wirkst du an unterschiedlichen Projekten mit und packst beim Tagesgeschäft mit an.

Zwei besondere Events hält ALDI SÜD darüber hinaus für seine Azubis bereit: die Filialzeit sowie die ALDI SÜD Azubi Challenge. Während der Filialzeit steigst du als IT-Azubi zwei Wochen lang in das operative Tagesgeschäft oder in die Logistik von ALDI SÜD. Dazu besuchst du eine von rund 1880 Filialen in West- oder Süddeutschland, um auch außerhalb deines Aufgabenbereiches Einblicke in die Arbeit von deinen Mitarbeitern zu bekommen.

Bei der ALDI SÜD Azubi Challenge treten alle Azubis des ersten Lehrjahres der 30 Regionalgesellschaften bei Indoor- und Outdoor-Challenges gegeneinander an. Am Ende wird ein Gewinnerteam je Regionalgesellschaft sowie eine Gewinnergesellschaft ermittelt.

Wie läuft die Ausbildung als Informatikkaufmann ab?

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann ist dual aufgebaut. Das bedeutet, man absolviert sie parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Inhaltlich kann man sie in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen gibt es die Qualifikations- und Bildungsziele, die alle IT-Berufe gemeinsam haben. Zum anderen hat man in der Ausbildung sogenannte berufsspezifische Lerninhalte. Diese sind für jeden Beruf unterschiedlich.

Der Unterricht in der Berufsschule findet entweder an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. Nach der Hälfte der Ausbildungszeit machen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit der Abschlussprüfung.

Was lernt ein Informatikkaufmann in der Berufsschule?

Die Auszubildenden zum Informatikkaufmann lernen in der Berufsschule zusammen mit den Auszubildenden anderer IT-Berufe allgemeines Wissen aus dem Bereich IT. Wie Computer funktionieren oder betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse ablaufen, ist schließlich nicht nur für Informatikkaufleute interessant. Auch zukünftige IT-System-Elektroniker oder Fachinformatiker brauchen dieses Basiswissen. Weiterhin gibt es Schulstoff, der speziell für die Tätigkeit als Informatikkaufmann gebraucht wird. Auszubildende lernen beispielsweise, wie der Einsatz von IT-Systemen im Unternehmen die Arbeitsorganisation verändert oder wie man Handbücher für die Nutzung dieser Systeme schreibt.

1. Ausbildungsjahr

Geschäftsprozesse und betriebliche Organisationen
Die Auszubildenden lernen im ersten Ausbildungsjahr unter anderem wirtschaftliche Grundlagen wie die Gestaltung von Geschäftsprozessen und die betriebliche Organisation: Wie funktioniert ein Betrieb? Welche Marktarten gibt es? Was ist Marketing, was Verbtrieb, was Personalwirtschaft?

Informationsquellen und Arbeitsmethoden
Sowohl eigenständiges Arbeiten als auch Teamarbeit lernen Azubis in diesem Lernfeld. Außerdem geht es darum, effizient Informationen zu beschaffen und zu nutzen – etwa durch Recherche im Internet. Und auch die Präsentation der Informationen wird hier vermittelt.

Einfache IT-Systeme
Zu Beginn ihrer Ausbildung beschäftigen sich Auszubildende zum Informatikkaufmann mit den Grundlagen von IT-Systemen. Neben dem Aufbau von Hardware-Produkten und den Basics der Elektrotechnik, erfährst du als angehender IT-Experte, wie Informationsverarbeitung funktioniert und wie Software in Betrieb genommen wird.

Englisch
Englisch begleitet die Azubis ab dem ersten Ausbildungsjahr bis zur Abschlussprüfung. Insbesondere fachliches Englisch steht auf dem Stundenplan von zukünftigen Informatikkaufleuten: Im IT-Englischen versteht man unter „traffic“ zum Beispiel nicht einfach Verkehr, sondern „Datenmenge“ und „memory“ bedeutet nicht Erinnerung, sondern „Datenspeicher“.

2. Ausbildungsjahr

Anwendungssysteme
Schon im ersten Ausbildungsjahr beginnen angehende Informatikkaufleute, sich mit Projektmanagement, IT-Anwendung und Programmentwicklung auseinanderzusetzen. Du darfst als Auszubildende zur Informatikkauffrau also auch selbst programmieren. Im Laufe der Ausbildung wird die Beschäftigung mit diesem Lernfeld intensiviert.  

Vernetzte IT-Systeme
Die Azubis lernen, die verschiedenen Softwarekomponenten für vernetzte IT-Systeme auszuwählen, zu installieren, in Betrieb zu nehmen und zu nutzen – auf Grundlage der Kundenwünsche und aktueller Entwicklungstrends.

Markt- und Kundenbeziehungen
Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen sollten den Markt kennen und beobachten. In diesem Arbeitsfeld lernen Auszubildende unter anderem, Angebote von IT-Lieferanten zu vergleichen, wie man bei Verkaufsverhandlungen argumentiert und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt.

Öffentliche Netze und Dienste
Welche Informations- und Kommunikationsdienste sind die richtigen für den Kunden? Das entscheiden Azubis auf Grundlage von Leistungs-, Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsmerkmalen. Vorher müssen sie die diversen Dienste, zum Beispiel für Telefonie und Internet, kennenlernen.

3. Ausbildungsjahr

Fehleranalyse, Virenabwehr und Datenschutz
Im dritten Ausbildungsjahr haben die Auszubildenden das nötige Basiswissen erworben, um in die Betreuung von IT-Systemen eingewiesen zu werden. Dazu gehört auch Fehleranalyse und Virenabwehr sowie Maßnahmen zum Datenschutz.

Rechnungswesen und Controlling
Doppelte Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling? Diese Begriffe aus dem Rechnungswesen lernen Informatikkaufmanns-Azubis in der zweiten Hälfte ihrer Ausbildung kennen.

Wusstest du schon, dass …

… vor zehn Jahren noch deutlich mehr Ausbildungsverträge zum Informatikkaufmann abgeschlossen wurden? Inzwischen ist die Zahl der neuen Auszubildenden um ein Drittel zurück gegangen auf konstant rund 1000 Neuabschlüsse im Jahr.   

Welche Berufe gehören zur IT-Familie und wie unterscheiden sie sich?

Zur Familie der IT-Berufe gehören neben dem Informatikkaufmann außerdem der IT-Systemelektroniker, der Fachinformatiker mit den beiden Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie der IT-Systemkaufmann.

IT-Systemelektroniker planen und installieren kundenspezifische Systeme der IT-Technik und nehmen sie in Betrieb – dank ihrer Ausbildung im Bereich Elektrik können sie aber auch zum Beispiel Stromleitungen installieren. Fachinformatiker für Systemintegration richten in erster Linie IT-Systeme entsprechend der Kundenanforderungen ein, betreiben und verwalten sie. Beim Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung steht das Programmieren im Vordergrund.

Der IT-Systemkaufmann ist am nächsten mit dem Informatikkaufmann verwandt. Er konzipiert und realisiert Systemlösungen der IT-Technik und arbeitet Angebote aus – ähnlich dem Informatikkaufmann. In beiden Berufen hat man mehr Kundenkontakt als in den anderen drei Ausbildungsberufen, die noch technischer ausgerichtet sind.

Wie verändert sich die Ausbildung zum Informatikkaufmann aktuell?

Datenschutz und IT-Sicherheit – diese Themen rücken immer mehr in den Vordergrund, Stichwort Datenschutz-Grundverordnung. Und das hat Auswirkungen auf die IT-Berufe: So wurden im Ausbildungs-Rahmenplan der Informatikkauffrau Inhalte zu IT-Sicherheit, Datenschutz und Urheberrecht ergänzt. Mehr Aufmerksamkeit erhält außerdem die Stärkung personaler und sozialer Kompetenzen.

Und der Wandel geht weiter: Aktuell werden sämtliche Ausbildungsberufe der IT-Familie überarbeitet. Veränderte Anforderungen in den Bereichen Mobil Computing, Internet der Dinge, Industrie 4.0 und die allgemeine Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche machen eine Modernisierung notwendig. Die neuen Ausbildungsordnen sollen im August 2020 in Kraft treten.

Das Profil des Informatikkauffrau soll noch stärker als die übrigen IT-Berufe überarbeitet werden: Erwartet werden eine neue Ausrichtung, neue Inhalte und eine neue Berufsbezeichnung. Wer 2019 in seine Ausbildung startet oder bereits mittendrin ist, muss sich keine Sorgen machen. Nachteile entstehen den aktuellen Azubis durch die Neuordnung nicht.

Du solltest Informatikkaufmann/-frau werden, wenn …
  1. du, seit du denken kannst, jede freie Minute vor deinem Computer sitzt.
  2. C++ für dich kein Vitamin ist.
  3. du in einer zukunftsträchtigen Branche arbeiten möchtest.
Du solltest auf keinen Fall Informatikkaufmann/-frau werden, wenn …
  1. du heute noch Schwierigkeiten mit dem 1mal1 hast.
  2. du nicht lange still sitzen kannst.
  3. wenn Logik für dich ein Fremdwort ist.
Das Informatikkaufmann/-frau-Quiz
Frage / 3

Welches ist kein Eingabegerät?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3. Ein Kopfhörer kann bloß in ein anderes Gerät eingesteckt werden, nicht aber programmiert werden
Richtig! Ein Kopfhörer kann bloß in ein anderes Gerät eingesteckt werden, nicht aber programmiert werden

Was dient nicht zur permaneten Datenspeicherung?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2. Der Arbeitsspeicher verliert alle gespeicherten Daten beim Herunterfahren.
Richtig! Der Arbeitsspeicher verliert alle gespeicherten Daten beim Herunterfahren.

Aus wie vielen Bit besteht ein Byte?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3. Ein Byte besteht aus einer Folge von 8 Bit.
Richtig! Ein Byte besteht aus einer Folge von 8 Bit.
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