Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker/in Metall- und Schiffbautechnik

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?
Verdienst:
1. Jahr: 664 Euro
2. Jahr: 703 Euro
3. Jahr: 756 Euro
4. Jahr: 804 Euro

Konstruktionsmechaniker/in Metall- und Schiffbautechnik

Schon als Kind hast du Konstruktionen gebaut, damit deine Spielsachen in der Badewanne nicht untergehen. Spielfiguren hast du auf Holz, Moosgummi oder eine Fläche aus Legosteinen gestellt, damit sie sicher die Weiten des Badewassers überqueren konnten. Nun bist du kein Kind mehr und nimmst vermutlich auch eher selten Legosteine mit ins Bad. Wenn du deine Leidenschaft für Wasser, Materialien und Konstruktionen aber nicht verloren hast, kannst du mit einer Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker für Metall- und Schiffbautechnik dein Kindheitshobby zum Beruf machen. Von der Badewanne, auf die Werft. Wie das geht und was du dafür mitbringen musst, erfährst du hier.

Wie ist die Ausbildung als Konstruktionsmechanikerin Metall- und Schiffbautechnik aufgebaut?

Während deiner Ausbildung zur Konstruktionsmechanikerin für Metall- und Schiffbautechnik hast du einen geregelten Alltag. Die duale Ausbildung findet tagsüber im Betrieb statt, das können Lehrwerkstätte oder Baustellen sein. Dual bedeutet, dass du abwechselnd zur Schule und in den Betrieb gehst. In der Berufsschule eignest du dir theoretisches Wissen an und in der Praxisphase, die entweder wöchentlich oder im Block stattfindet, sammelst du Berufserfahrung. Nach deiner Ausbildung und der Vollendung des 18. Lebensjahres musst du dich jedoch darauf einstellen, dass Überstunden und unregelmäßige Arbeitszeiten auf dich zukommen. Schiffe, die gewartet werden müssen oder beschädigt sind, werden schließlich in der Zeit repariert, in der kein Betrieb ist. Das bedeutet, dass du in Schichtdienste eingeteilt wirst und häufig nachts und am Wochenende arbeiten musst.

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freie Ausbildungsplätze als Konstruktionsmechaniker/in Metall- und Schiffbautechnik

Was lernt ein Konstruktionsmechaniker Metall- und Schiffbautechnik während der Ausbildung?

Innerhalb deiner dreieinhalbjährigen Ausbildung lernst du alles, was du über den Schiff- und Stahlbau wissen musst. In Montagehallen oder auf der Werft stellst du riesige Bauteile für Schiffe her und orientierst dich dabei an technischen Zeichnungen und Unterlagen. Bei der Herstellung ist Präzision gefragt, denn am Ende müssen schließlich alle Bauteile wie ein Schlüssel ins Schloss passen. Mithilfe deines handwerklichen Geschicks sägst, bohrst und fräst du, was das Zeug hält oder lässt Maschinen die Arbeit für dich erledigen. Wenn alles fertig ist, musst du dafür sorgen, dass die Bauteile ihr Ziel erreichen – und zwar unversehrt. Du verpackst die Bauteile also transportgerecht und stellst sicher, dass sie in einwandfreiem Zustand ihren Zielort erreichen.

Zu Beginn deiner Ausbildung bekommst du zunächst einmal einen Überblick darüber, wie man die unterschiedlichen Werkstoffe voneinander unterscheidet und angemessen mit ihnen umgeht. Du fügst bereits Werkstücke mithilfe von Löten oder Schweißen zusammen. Auch die Planung und Steuerung von Arbeitsabläufen fällt in deinen Tätigkeitsbereich. Du führst außerdem die Kontrolle und Beurteilung der anschließenden Ergebnisse persönlich durch. Im weiteren Verlauf der Ausbildung erfährst du unter andrem, wie man mittels Walzrunden oder Biegerichten Bleche, Rohre und Profile trennt oder umformt. Es ist auch wichtig, dass du hierfür Normen berücksichtigst und Anleitungen anwendest. 

Wusstest du schon, dass...

  • heutzutage mehr als 7500 Menschen auf die größten Kreuzfahrtschiffe passen?
  • die mächtigsten Frachter mehr als 14000 Container transportieren können?
  • es mit den Freifallbooten möglich ist, aus 40 Metern Höhe sicher im Wasser zu landen?
  • sogenannte „Doppelhüllentanker“ seit 1996 den Tank mit zwei Wänden schützen? Sie sollen mehr Sicherheit bieten und sind leichter zu kontrollieren.
  • es sich bei der Schifffahrt um das älteste Verkehrssystem der Welt handelt?

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung mitbringen?

Mit einem guten Hauptschul- oder Realschulabschluss kannst du das Ticket für das Traumschiff bzw. für die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker für Metall- und Schiffbautechnik lösen. Am Montageort arbeitest du oft mit Baugerüsten oder Kränen zusammen. Du solltest in deiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker für Metall- und Schiffbautechnik also auf jeden Fall schwindelfrei sein, da du auch selbst Hand anlegen musst und Bauteile anbringst oder demontierst. Wenn sie nämlich durch Überbelastung oder einfache Abnutzung nicht mehr zu gebrauchen sind, musst du sie durch neue Bauteile ersetzen.

Auch wenn du Muckis wie Hulk hast, kannst du diese Mammut-Aufgaben natürlich nicht alleine stemmen. Die meisten Aufgaben werden in Teamarbeit durchgeführt, daher ist es wichtig, dass du kein Einzelkämpfer bist, sondern gut mit deinen Mitazubis oder Ausbildern zusammenarbeiten kannst. Neben einer Menge Teamgeist solltest du außerdem mit Belastbarkeit glänzen. Du wirst sicher gemerkt haben, dass eine Menge körperliche Arbeit auf dich zukommt. Wenn du dich also nach einem routinierten 40-Stunden-Job am Schreibtisch sehnst, bist du als Konstruktionsmechaniker an der falschen Adresse. Auch Frostbeulen müssen jetzt ganz stark sein, denn die Arbeit findet meistens im Freien statt. 

Du solltest Konstruktionsmechaniker/in Metall- und Schiffbautechnik werden, wenn …
  1. Höhen kein Problem für dich sind.
  2. es dir nichts ausmachst, auch mal am Wochenende oder nachts zu arbeiten.
  3. du gerne im Freien arbeitest.
Du solltest auf keinen Fall Konstruktionsmechaniker/in Metall- und Schiffbautechnik werden, wenn …
  1. harte körperliche Arbeit nichts für dich ist.
  2. du allergisch auf Staub oder Ähnliches reagierst.
  3. ständige Wechsel des Arbeitsortes dich stören würden.