Als Sozialassistent bzw. Sozialassistentin unterstützt du Menschen im Alltag – zum Beispiel in der Kita/im Kindergarten, in Wohn- und Pflegeeinrichtungen oder in Privathaushalten. Die Ausbildung ist meist schulisch und enthält Praxisphasen; je nach Bundesland gibt es auch praxisintegrierte Modelle (PiA).
Hier findest du die wichtigsten Infos zu Aufgaben, Ablauf, Voraussetzungen, Gehalt und deinen Möglichkeiten danach – und natürlich auch freie Ausbildungsplätze.
Laut azubi.report 2025/26 wünschen sich Schüler/innen vor allem einen sicheren Job (66 %), viel Geld/finanzielle Sicherheit (55 %) und eine gute Work-Life-Balance (53 %).
Sozialassistenz passt dazu oft gut, weil du in Bereichen arbeitest, die immer gebraucht werden – und je nach Einsatzort eher planbare Zeiten (z. B. Kita) oder Schichtmodelle mit Ausgleich (z. B. Pflege) hast.
Als Sozialassistent unterstützt du Menschen im Alltag – und du arbeitest dabei fast immer im Team, z. B. mit Erziehern, Pflegefachkräften oder Heilerziehungspflegern. Welche Aufgaben du genau machst, hängt davon ab, wo du arbeitest.
Das hängt vor allem davon ab, wo du arbeitest. In Kita, Hort oder Offener Ganztagsschule sind die Zeiten oft eher „schulnah“ – also werktags und tagsüber, meistens von früh bis in den Nachmittag.
In Wohn- und Pflegeeinrichtungen ist Schichtdienst üblich, je nach Stelle auch am Wochenende oder an Feiertagen.
Bei ambulanten Diensten arbeitest du häufig nach festen Touren, zum Beispiel früh morgens und manchmal später am Tag noch einmal.
In Privathaushalten/Familienhilfe sind die Zeiten oft flexibler und werden abgesprochen. Und wichtig: Für Wochenend- oder Feiertagsdienste gibt’s in der Regel Ausgleich an anderen Tagen.
Die Sozialassistent-Ausbildung ist meistens eine schulische Ausbildung und wird je nach Bundesland etwas unterschiedlich organisiert. Du bewirbst dich in der Regel an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg (manchmal auch an einer Fachschule).
Du lernst Theorie, übst vieles praktisch und machst Praxisphasen/Praktika (z. B. in der Kita, in der Pflege oder in der Behindertenhilfe). In manchen Regionen gibt es außerdem eine praxisintegrierte Variante (PiA): Dann hast du eine feste Praxisstelle und wechselst zwischen Praxis und Schule. Am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung.
Dein Abschluss heißt je nach Bundesland zum Beispiel „staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in“ (die genaue Bezeichnung kann leicht variieren).
In den meisten Fällen dauert die Ausbildung in Vollzeit zwei Jahre. In Teilzeit sind es oft zwei bis drei Jahre. Wie genau es bei dir ist, hängt von Bundesland, Schule und dem Ausbildungsmodell ab.
Manchmal ja – aber das ist die Ausnahme. „Ein Jahr“ bedeutet meistens: Du kannst verkürzen oder direkt ins 2. Ausbildungsjahr einsteigen, weil dir eine passende Vorbildung angerechnet wird (z. B. Fach-Abi oder etwas Vergleichbares). Ob das klappt, entscheidet die Schule bzw. der Bildungsgang vor Ort.
Die genauen Regeln sind je nach Bundesland und Schule etwas unterschiedlich – aber das hier ist der typische Rahmen.
Meistens brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch „Berufsreife“ o. ä.) oder einen mittleren Schulabschluss. Welche Bewerbergenommen werden, entscheidet die Schule oft nach eigenen Kriterien.
Hilfreich sind vor allem: Einfühlungsvermögen, Geduld, Verantwortungsbewusstsein – und dass du gerne praktisch mit anpackst (nicht nur am Schreibtisch).
Viele Schulen oder Träger wollen vor Ausbildungsstart ein paar Unterlagen sehen, zum Beispiel:
Meistens bewirbst du dich direkt bei einer Schule (z. B. Berufsfachschule oder Berufskolleg). Wenn es bei dir eine praxisintegrierte Ausbildung (PiA) gibt, brauchst du oft zusätzlich (oder sogar zuerst) eine Praxisstelle bei einem Träger – also bei der Einrichtung, in der du die Praxistage machst.
Für deine Bewerbung brauchst du in der Regel:
Pluspunkte sammelst du mit: Praktika, Babysitten, Ehrenamt oder Nebenjobs mit Menschenkontakt. Schreib das unbedingt rein – das zeigt, dass du Erfahrung hast und zuverlässig bist.
Nach der Ausbildung kannst du meist direkt als Assistenz-/Ergänzungskraft einsteigen – zum Beispiel in Kitas/OGS, in Wohn- und Pflegeeinrichtungen, in der Behindertenhilfe oder bei ambulanten Diensten. Welche Aufgaben du dann genau übernimmst (und wie viel Verantwortung du bekommst), hängt stark von Stelle, Träger und Bundesland ab.
In den meisten Bereichen gibt es regelmäßig Stellen – besonders dort, wo viel Betreuung gebraucht wird (z. B. Kita/Hort/OGS, Pflege/Betreuung, Behindertenhilfe, ambulante Dienste). Wie leicht du etwas findest, hängt aber auch von Region und Einsatzfeld ab.
Oft ja – das ist ein typischer nächster Schritt. In vielen Bundesländern ist Sozialassistenz (oder eine sehr ähnliche Vorbildung) ein guter Einstieg für die Erzieher-Ausbildung an einer Fachschule. Welche Voraussetzungen genau gelten, ist je nach Bundesland unterschiedlich – manchmal brauchst du zusätzlich Praxiszeiten oder bestimmte Nachweise.
Wenn du dich spezialisieren willst, sind häufige Wege Heilerziehungspflege oder die Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann. In NRW gibt es außerdem Bildungsgänge, bei denen Inhalte aus der Sozialassistenz auf die Pflegeausbildung angerechnet werden können – dadurch kann sich die Ausbildung zur Pflegefachkraft unter Umständen verkürzen.
Und wenn du (Fach-)Abi hast (oder es später nachholst), ist auch ein Studium möglich, z. B. Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik.
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