Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in

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Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst, Wochenend- und Nachtarbeit
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1040 Euro
2. Jahr: 1100 Euro
3. Jahr: 1200 Euro

Gesundheits- und Krankenpfleger/in

E-Health, Telematik, Telecare, technische Assistenzsysteme und medizintechnische Innovationen – Digitalisierung und intelligente Technik erobern zunehmend die stationäre und ambulante Pflege. Vor allem in ländlichen Regionen sind Ärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Patienten digital miteinander vernetzt. Gesundheits- und Krankenpfleger überwachen beispielsweise an Tablets die Gesundheitsdaten von Patienten, die vor Kurzem einen Schlaganfall erlitten haben, und alarmieren bei kritischen Werten gegebenenfalls einen Arzt. Innovationen dieser Art werden in Zukunft im medizintechnischen Bereich zunehmen.

Was macht ein Gesundheits- und Krankenpfleger?

Patienten betreuen und pflegen

Als Gesundheits- und Krankenpfleger hilft man pflegebedürftigen Menschen dabei, den Alltag zu bewältigen. Dazu gehören Aufgaben der Grundpflege, wie das Baden von Patienten und die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Um beispielsweise Thrombosen bei bettlägerigen Personen zu vermeiden, lagern Krankenpfleger diese in regelmäßigen Abständen um.

Medizinische Behandlungen durchführen

Nach ärztlicher Anweisung versorgen Gesundheits- und Krankenpfleger beispielsweise Wunden und legen Verbände oder Schienen am Patienten an. Auch Infusionen, Inhalationen oder Bestrahlungen führen Krankenpfleger nach der Verordnung von Ärzten aus.

Bei Untersuchungen und operativen Eingriffen assistieren

Müssen bestimmte Maßnahmen durchgeführt werden, erledigt man als Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. -pflegerin die Vorbereitung und Durchführung des Eingriffes. Um den operativen Eingriff vorzubereiten, werden unter anderem Patientenakten herausgesucht. Während der Durchführung reichen Gesundheits- und Krankenpfleger dem Arzt die richtigen Instrumente.

Patientengespräche führen

Gesundheits- und Krankenpfleger informieren Patienten und Angehörige über Maßnahmen, die für die Heilung und Pflege notwendig sind. Auch führen sie Beratungsgespräche durch, in denen es etwa um die ergonomische Gestaltung des Arbeitsumfeldes geht.

Patientenakten verwalten

In Patientenakten werden Beobachtungen und Pflegemaßnahmen festgehalten, um daraus den Pflegebedarf zu ermitteln. Stehen die Behandlungsmaßnahmen fest, erstellen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Pflegepläne und koordinieren den Behandlungsprozess.

Organisations- und Verwaltungsaufgaben übernehmen

Organisations- und Verwaltungsarbeiten gehören ebenfalls zum Alltag von Gesundheits- und Krankenpflegern – etwa Abrechnungen durchführen, den Materialbestand überwachen und den Arzneimittelvorrat rechtzeitig nachbestellen.


Deine Aufgaben auf einen Blick

- Patienten bei der Körperhygiene und der Nahrungsaufnahme unterstützen

- Patienten Medikamente verabreichen

- Verbände und Schienen anlegen

- OP vorbereiten

- Beratungsgespräche führen

- Beobachtungen und Pflegemaßnahmen dokumentieren

- Pflegepläne erstellen

- Abrechnungen durchführen

- Materialbestand verwalten

Insider: Der Gesundheits- und Krankenpfleger an der Uniklinik Köln

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Gesundheits- und Krankenpfleger an der Uniklinik Köln betreuen, beraten und versorgen kranke sowie hilfsbedürftige Patienten – sowohl stationär, teilstationär als auch ambulant.

Daneben sorgen sie sich um Prävention, Rehabilitation und die Gesundheitserziehung.

Warum sollte man Gesundheits- und Krankenpfleger werden?

Der immer höhere Anteil an älteren Menschen lässt die Nachfrage nach Gesundheits- und Krankenpflegern steigen – und die Aussicht auf einen Arbeitsplatz in der Krankenpflege sehr gut aussehen.

Wusstest du schon …

… dass 2004 die Bezeichnung der Krankenschwester durch den Gesundheits- und Krankenpfleger ersetzt wurde?

Wo kann ich als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten?

Mit deiner Ausbildung hast du unterschiedliche Eisatzmöglichkeiten. In erster Linie findest du in Krankenhäusern, in Facharztpraxen oder Gesundheitszentren eine Beschäftigung. Du wirst zudem im Sozialwesen gebraucht, wie etwa in Altenwohnheimen. Einrichtungen der Kurzzeitpflege sowie ambulante Pflegedienste haben ebenfalls einen Bedarf an Gesundheits- und Krankenpflegern. Was man als Einsatzort nicht direkt im Blick hat, aber ebenfalls denkbar ist, sind die Krankenstationen von Schiffen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

- Krankenhäuser

- Facharztpraxen

- Gesundheitszentren

- Altenwohnheimen

- Einrichtungen der Kurzzeitpflege

- Ambulante Pflegedienste

- Krankenstationen von Schiffen

Wie sind die Arbeitszeiten als Gesundheits- und Krankenpfleger?

Möchte man im sozialen Sektor als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten, sollte man zeitlich flexibel sein – denn in diesem Job ist Schichtdienst angesagt: Es kommt nicht selten vor, dass auch am Wochenende und nachts Arbeit ansteht.

Arbeitszeiten

- Schichtdienst

- Wochenend- und Nachtarbeit

Welche Arbeitskleidung tragen Gesundheits- und Krankenpfleger?

Gesundheits- und Krankenpfleger halten Hygienevorschriften in höchstem Maße ein: Während ihrer Arbeit tragen sie in der Regel einen Kasack, eine weiße Hose und bequeme Schuhe, wie zum Beispiel Pantoletten.

Wusstest du schon, …

… dass ein Mensch ohne Magen leben kann? Im Falle einer Krankheit, wie etwa Krebs, kann der Magen entfernt und die Speiseröhre direkt an den Darm angeschlossen werden.

Was muss ich für ein Typ sein, um Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden?

Helfer: Dein Helfersyndrom sollte stark ausgeprägt sein – schließlich kümmerst du dich tagtäglich im Job um pflegebedürftige Menschen, die sich voll und ganz auf dich verlassen.

Menschenkenner: Da du in der Regel der erste Ansprechpartner für Patienten bist, solltest du viel Verständnis mitbringen – Bedürfnisse, die manchmal schwer kommuniziert werden können von kranken Menschen, solltest du mit Einfühlungsvermögen verstehen.

Perfektionist: Die richtigen Medikamente für den richtigen Patienten – bei deiner Arbeit dürfen dir keine Fehler unterlaufen, da die Folge durchaus lebensbedrohlich werden kann. Auch rechtlich macht sich ein Krankenhaus durch Behandlungsfehler natürlich angreifbar.

Insider: Die Ausbildung an der Uniklinik Köln

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Im praktischen Teil der Ausbildung an der Uniklinik Köln finden interne stationäre sowie ambulante Einsätze statt.

Zusätzlich machen die Auszubildenden der Uniklink Köln auch externe Einsätze in Senioreneinrichtungen, Sozialstationen oder bei privaten Pflegediensten.

Wie läuft die Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger ab?

Die schulische Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger dauert drei Jahre. In der Ausbildung werden Theorie und Praxis miteinander verknüpft, indem die praktischen Ausbildungsabschnitte entweder blockweise eingeschoben oder wöchentlich mit dem Berufsschulalltag kombiniert werden. In der Krankenpflege sind 2100 Stunden für die Berufsschule und 2500 Stunden für die praktische Ausbildung im Betrieb reserviert.

In den ersten beiden Jahren besuchen Gesundheits- und Krankenpfleger gemeinsam mit Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern den Berufsschulunterricht. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt dann die Differenzierungsphase, wo angehende Krankenpfleger auf zielgruppenspezifische Inhalte, wie Schwangerschaft oder Demenz, vorbereitet werden.

Was lernt ein Gesundheits- und Krankenpfleger in der Berufsschule?

Welche lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen gibt es? Wie unterstützt man Patienten richtig bei der Körperpflege? In der Berufsschule eignen sich die Auszubildenden zunächst theoretisches Wissen in den relevanten Bereichen für den späteren Alltag in diesem Beruf an.

1. Ausbildungsjahr:

Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten

In diesem Fach lernen Azubis Notfallsituationen richtig einzuschätzen und sicher zu handeln. Es wird beispielhaft ein Notfallablauf durchgegangen. Dazu gehören: Erkennen der Notfallsituation, Notruf absetzen, Erstuntersuchung sowie Beatmung und Herzdruckmassage.

Pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen im Zusammenhang mit der Haut- und Körperpflege unterstützen

Die Schülerinnen und Schüler erheben auf der Grundlage pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse den Pflegebedarf von Menschen in Bezug auf die Haut- und Körperpflege. Dafür führen sie eine Beobachtung der Haut, der Schleimhäute und des Schweißes durch. In diesem Zusammenhang leiten sie potenzielle Pflegeprobleme ab und formulieren Ziele.

Pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen im Zusammenhang mit der Atmung und Kreislaufregulation unterstützen

Vermittelt werden Kenntnisse in Bezug auf die Anatomie und Physiologie – sprich: Aufbau und Funktionsweise – des Herz-Kreislaufsystems und des Atmungsapparates. Darauf aufbauend lernen angehende Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen atemunterstützende und sekretmobilisierende – also schleimlösende – Maßnahmen anzuwenden.

2. Ausbildungsjahr:

Arzneimitteln unterstützen

In der Berufsschule eignet man sich Fachwissen über die unterschiedlichen Arzneimittelgruppen und über die Wirkungsweise sowie Verteilung von Arzneistoffen im Körper an. Auch die richtige Lagerung von Medikamenten und der Umgang mit Betäubungsmitteln ist von zentraler Bedeutung.

Pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen im Zusammenhang mit der Bewegung unterstützen

Die Berufsschullehrer vermitteln den Schülern Kenntnisse über die Anatomie und Physiologie des aktiven und passiven Bewegungsapparates. Dafür beobachten sie Bewegungen, die Körperhaltung und den Gang, um daraus ableitend Pflegediagnosen zu erstellen.

Pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen im Zusammenhang mit Bewusstsein und Schmerz unterstützen

Durch die Analyse von Schlaf, Bewusstsein und Schmerz lernt man zu verstehen, wie das Nervensystem und die Reizweiterleitung funktionieren. Eine pflegerische Maßnahme im Zusammenhang mit dem Schlaf sind etwa Prophylaxen – also Maßnahmen zur Vorbeugung – von Schlafstörungen.

3. Ausbildungsjahr

Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren

Während des Unterrichts werden Ziele, Träger und Leistungen im Rahmen der Rehabilitation sowie gesetzliche Grundlagen definiert. Darauf basierend erstellt man in Zusammenarbeit mit anderen Azubis Rehabilitationspläne.

Schwangere und Wöchnerinnen, gesunde Neugeborene sowie Angehörige und Bezugspersonen unterstützen, begleiten und beraten

In der Berufsschule werden die Vorgänge bei Mutter und Kind während einer Schwangerschaft und Geburt thematisiert. Man erkundigt sich über das Hormonsystem, die Zellteilung und Vererbung, die Reifungsprozesse des Kindes sowie die physischen Veränderungen der Mutter.

Demenziell erkrankte Menschen, Angehörige und Bezugspersonen unterstützen, begleiten und beraten

Um die Demenz als Krankheit verstehen und nachvollziehen zu können, wird das Nervensystem in seiner Anatomie und Physiologie genauestens studiert. Darüber hinaus lernen Auszubildende, wie sie Beratungsgespräche durchführen.

Was lernt ein Gesundheits- und Krankenpfleger in der Praxis?

Nachdem in der Berufsschule die Gesetze und Grundlagen der Krankenpflege genauestens studiert wurden, geht es für die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger in den praktischen Phasen darum, das Erlernte direkt im Betrieb anzuwenden.

1. Ausbildungsjahr

Azubis nehmen im ersten Ausbildungsjahr an institutionsüblichen Notfalltrainings teil. Dabei führen sie in Notfallteams beispielsweise Sofortmaßnahmen bei Schockzuständen durch. Vor jedem Praxiseinsatz werden die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger von ihren Ausbildern ausführlich über die Situation informiert. In Bezug auf die Körperpflege führt man Pflegemaßnahmen durch, wie etwa das Duschen und Baden von hilfsbedürftigen Menschen.

2. Ausbildungsjahr

Unter Anleitung des Ausbilders verabreichen Auszubildende im praktischen Teil ihrer Ausbildung Arzneimittel und Betäubungsmittel. Dazu zählen zum Beispiel Injektionen und Infusionen – also Medikamente, die über Spritzen oder einen Tropf verabreicht werden. Um Gesundheitsrisiken, die mit der Bewegung zu tun haben, vorzubeugen, führt man Vorbeugungsmaßnahmen, wie Thromboseprophylaxen, durch.

3. Ausbildungsjahr

Sind Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich, leitet man diese als künftige Gesundheits- und Krankenpflegerin ein. Darüber hinaus erledigt man nach einer Geburt die Erstversorgung von Mutter und Kind im Kreißsaal. Bei demenzkranken Patienten werden unter anderem Realitätsorientierungstrainings durchgeführt.

Dieses Profil wurde von Trinh geschrieben
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